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Kriechtiere kommen auch ohne Beine gut voran. Von ihrer Technik könnte der Mensch profitieren, sagt der amerikanische Biomechaniker David Hu. Er hat einige Schlüsselfunktionen der Bewegung von Schlangen genau untersucht. Bekannt war, dass Schlangen sich am Boden mit ihren flexiblen Rippen von Zweigen und Steinen abstoßen. Doch auch auf scheinbar glatten Oberflächen gleiten sie zügig vorwärts. Aber wie? Hu fand die Antwort in der Anordnung der Bauchschuppen: "Sie überlappen einander wie ein aufgefächertes Kartenspiel", sagt er.
Diese Struktur findet sogar an feinsten Unebenheiten und Ritzen Halt, so dass die Schlange sich abstoßen kann. Um schneller zu sein, hebt sie Teile ihres Körpers an. "Wenn wir rennen, schlurfen wir ja auch nicht mit den Füßen auf der Erde", erklärt der Forscher. Bald sollen Kriechroboter mit dieser Technik in den Trümmern von Erdbebengebieten nach Verschütteten suchen. Auch Sonden für Darmspiegelungen kämen damit im Geschlinge der Eingeweide geschmeidiger voran.
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