Umwelt

Wie sauber sind Deutschlands Badegewässer?

Der jährliche EU-Bericht zur Badegewässer-Qualität zeigt, in welchen Seen und Flüssen man bedenkenlos baden kann – und welche Gewässer man besser meiden sollte.Freitag, 22. Juni 2018

Von Jens Voss
Einer der saubersten Badeseen in Bayern: Der Wörthsee im Landkreis Starnberg.

Baden in der Natur – ohne Betonbecken und Chlor. Unzählige Gewässer in Deutschland laden dazu ein. Doch wie sauber sind unsere Seen und Flüsse wirklich? Das Ergebnis: 98 Prozent der Badegewässer erfüllen die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle EU-Bericht zur Wasserqualität der Badegewässer. Knapp 93 Prozent wurden mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet – immerhin zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

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Sechs der insgesamt 2.289 untersuchten Gewässer wurden von der EU als „mangelhaft“ eingestuft: die Badestellen am Goldscheuer Badesee im baden-württembergischen Kehl, am Klostersee Triefenstein in Bayern, an der Ostsee bei Strelasund in Mecklenburg-Vorpommern, am Aussichtsturm am Elfrather See bei Krefeld in Nordrein-Westfalen, am Stausee Kelbra in Sachsen-Anhalt sowie an der Elbe beim Hafen Kollmar in Schleswig-Holstein. Wegen des erhöhten Bakterienvorkommens kann das Verschlucken des Wassers zu Erkrankungen und Magenbeschwerden führen. 2017 waren in Deutschland acht Stellen mit mangelhaft bewertet worden.

Cyanobakterien an Badestellen

Aufgrund des außergewöhnlich heißen Sommers im Jahr 2018 und des damit einhergehenden starken Wachstums von Cyanobakterien (Blaualgen) mussten in einigen Bundesländern 47 Badegewässer eine Zeitlang oder über die gesamte Badesaison geschlossen bleiben. Dennoch bewertet das Bundesumweltamt die Ergebnisse als gut.

Informationen zur aktuellen Badegewässerqualität in den einzelnen Bundesländern:

www.umweltbundesamt.de/wasserqualitaet-in-badegewaessern

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