Umwelt

Wie sauber sind Deutschlands Badegewässer?

Der jährliche EU-Bericht zur Badegewässer-Qualität zeigt, in welchen Seen und Flüssen man bedenkenlos baden kann – und welche Gewässer man besser meiden sollte.Friday, June 22, 2018

Von Jens Voss
Einer der saubersten Badeseen in Bayern: Der Wörthsee im Landkreis Starnberg.

Baden in der Natur – ohne Betonbecken und Chlor. Unzählige Gewässer in Deutschland laden dazu ein. Doch wie sauber sind die Seen und Flüsse wirklich? Das Ergebnis: 98 Prozent der Badegewässer erfüllen die Qualitätsanforderungen der EU-Badegewässerrichtlinie. Zu diesem Schluss kommt der aktuelle EU-Bericht zur Wasserqualität der Badegewässer 2017. Rund 91 Prozent wurden mit der Bestnote „ausgezeichnet“ bewertet.

Badeverbot nach über 40 Jahren aufgehoben: Seit 2017 ist auch am Baldeneysee in Essen das Baden an einer bestimmten Badestelle erlaubt.

Acht der insgesamt 2.287 untersuchten Gewässer wurden dagegen von der EU als „mangelhaft“ eingestuft: der Satzdorfer See in Runding, der See Freigericht Ost in Kahl am Main (beide Bayern), der Goldscheuer Badesee in Kehl (Baden-Württemberg), die Spreelagune im brandenburgischen Lübben, das Südufer des hessischen Werratalsees, die Ostsee-Badestelle in Tremt am Strelasund zwischen Stralsund und der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern), die Blaue Adria in Bautzen (Sachsen) sowie das Strandbad Reinsdorf in Sachsen-Anhalt.

Bundesweit waren 20 Badegewässer 2017 während der gesamten Badesaison geschlossen. Gründe dafür waren Sanierungsarbeiten, das Fehlen eines Betreibers oder zu wenig Badende. In drei Fällen waren Wasserqualität oder Cyanobakterien (Blaualgen) die Ursachen. Das Bundesumweltamt bewertet die Gesamtergebnisse als gut.

Hier bekommt ihr Informationen zur aktuellen Badegewässerqualität in den einzelnen Bundesländern.

Jens Voss

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