Sloweniens Hotspots für Abenteuersportler in 13 Bildern

Slowenien wartet mit Landschaften auf, die jeden Sportler inspirieren und Erlebnisse bieten, die man nirgendwo anders findet.

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Alpine Abenteuer

Im Herzen der Julischen Alpen liegt eines der höchsten Skigebiete Sloweniens: Vogel (slowenisch für Eck). Ein Großteil der Pisten liegt über der Baumgrenze: Hier verschmelzen Besucher förmlich mit der alpinen Umgebung. So ist das Gebiet Vogel nicht nur im Winter bei Skifahrern und Snowboardern wie Matevž Lukić (links im Bild) und Marina Pribošič Kajdiž (rechts) ein beliebtes Ziel, sondern auch im Sommer bei Bergsteigern und Wanderern. Die Lifte sind in beiden Saisons geöffnet und bieten einen atemberaubenden Panoramablick auf Sloweniens höchsten Gipfel, den Berg Triglav im Triglav-Nationalpark, und den Bohinj-See, den größten natürlichen See des Landes.

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Der Dämmerung entgegen

Matevž Lukić, Skifahrer aus der Stadt Bled, steht noch vor Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Berg Vogel. Skibergsteiger wie er verwenden Felle und spezielle Tourenbindungen, um Off-Piste-Gelände zu erreichen. Wer solch eine Kulisse live sehen will, muss früh raus und abenteuerlustig sein – ganz ungefährlich sind diese Touren nicht. Belohnt wird man am Ende mit einsamen Hängen, unvergesslichen Sonnenaufgängen und einem atemberaubenden Ausblicken auf die Alpen.

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Kultur der Berge

Sloweniens Natur ist ein Eldorado für Abenteurer – es ist also wenig verwunderlich, dass die meisten Sloweninnen und Slowenen so viel Zeit wie möglich in der Natur verbringen möchten. Marina Pribošič Kajdiž ist in dieser historischen Bergkultur aufgewachsen. Bis heute verbringt sie die meiste Zeit des Jahres im Freien: im Winter als Snowboard-Guide auf den verschneiten Pisten, im Sommer auf dem Stand-Up-Board auf den Flüssen des Landes. Marinas Schwester, Urška Pribošič, ist mit ihrem Snowboard gerade bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking angetreten.

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Schlösser aus Kalkstein

Die Berge im Nordwesten Sloweniens bestehen aus Kalkstein. Bevor die mächtigen Massive zu dem wurden, was sie heute sind, waren diese Bergketten Kalkablagerungen auf dem Grund des Ozeans. Durch tektonische Kollisionen ragen sie nun in den Himmel Sloweniens. Schon das Wandern unter die-sen schroffen Steilhängen macht Wanderer angesichts ihrer immensen Ausmaße ehrfürchtig. Gut markierte Wanderwege und Straßen, die zu den Ausgangspunkten der Wanderwege führen, machen diese Umgebung im Hinterland einfach erreichbar.

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Wander-Wälder

Das Ehepaar Petra und Luka Stražar lebt in Javorniški Rovt in den Karawanken, dem längsten Gebirge Sloweniens, das Teil der Südlichen Kalkalpen ist. Ihre Freizeit verbringen die beiden meistens mit Klet-tern. Wenn es mal etwas weniger steil sein soll, sind sie auf einem der Wanderwege Sloweniens unterwegs – mehr als 10.000 Kilometer kann man auf ihnen durch das Land laufen.

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Wildes Wasser

Der Fluss Savinja ist wild und ungezähmt: Sein Strom wird nicht durch Dämme reguliert. Dadurch ist er für Kajaktouren besonders reizvoll. Dafür das richtige Zeitfenster im Jahr zu finden, ist jedoch nicht ganz einfach: Es braucht warme Temperaturen, um die Bergschneedecke und Gletscher zu schmelzen, damit der Fluss genügend Wasser führt und die beliebten Wildwasser-Stromschnellen zustande kommen. Normalerweise ist die beste Zeit fürs Paddeln im Juni. Dann nutzen auch lokale Kajakfahrer wie Luka Reberšak (vorne) und Sara Seprenyi die Gelegenheit, die Stromschnellen zu durchqueren.

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Versteckte Paradise

Der Fluss Soča ist wegen seiner großen Stromschnellen beliebt und vielleicht Sloweniens bekanntestes Ziel für Wildwasserkajaks. Viele lokale Kajakfahrer sind bei ihren Abenteuern jedoch oft auf der Suche nach Einsamkeit und unberührter Wildnis. Um weniger bekannte Stromschnellen zu erreichen, laufen sie mit ihren Booten deshalb auch mal über kleine Brücken und unbekannte Pfade. Sára Seprenyi aus Ungarn war von den Flüssen in Slowenien so begeistert, dass sie nach Ljubljana gezogen ist. Einer ihrer Lieblingsflüsse: die Savinja, die sie als „verborgene Schönheit“ bezeichnet. „In diesem Land gibt es alle Schwierigkeitsgrade zum Paddeln, und alle Flüsse sind kristallklar“, sagt sie. „Ich denke, deshalb sind die meisten von uns Kajakfahrern hierher gezogen.“

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Biken unter Tage

In Koroška treffen drei Gebirgszüge auf einander: das Pohorje-Gebirge (auch Bachergebirge), die Karawanken und die Steiner Alpen. Das macht die Gegend zu einem Epizentrum für Mountainbiker und andere Abenteuersportler. Über tausend Kilometer markierter Radwege führen über grasbewachsene Ebenen und durch üppige, moosige Wälder. Der zwölf Kilometer lange Flowtrail im Peca Mountain Bike Park ist der längste Europas. .„All-Mountain“-Bikes, die sowohl bergauf als auch bergab Spaß machen, sind die beste Wahl für diese Touren. Tjaša Gorenc und Jani Hercog genießen eine sanfte Abfahrt durch die grüne Flora.

Foto von Corey Rich

Fahrt in den Untergrund

Slowenien ist eines der am dichtesten bewaldeten Länder Europas: Tannen, Fichten, Ahornbäume, Eichen und vor allem Buchen bedecken rund 60 Prozent der Landschaft. Aber Radfahren kann man in Slowenien auch unterirdisch: Der Berg Peca in Koroška bietet die einzigartige Gelegenheit, Stirnlampen auf den Helm zu schnallen und mit dem Rad alte Blei- und Zinkminentunnel zu erkunden. Die Strecke führt fünf Kilometer unter Tage.

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Höhlen und Höhen

Das Karstplateau wartet mit einer außergewöhnlichen und mysteriösen Landschaft auf. Viele der mehr als 8.000 Höhlen Sloweniens sind hier zu finden, jedes Jahr werden neue, bislang unbekannte entdeckt. So hat das Klettern hier auch ein bisschen etwas von Höhlenforschung – wenn man denn mag. Rund um den historischen Weiler Osp, eines der ältesten Dörfer Sloweniens, bietet der Karst entlang seiner Felsen viele hohe Klippen und versteckte Höhlen. Selbst erfahrene Kletterer stellt das vor Herausforderungen. Hier lässt sich Luka Stražar an einem dynamischen Seil abseilen.

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Historische Routen

Die Region Osp – mit ihren Gebieten Osp, Mišja Peč, and Črni Kal – bietet einige der historischsten und wichtigsten Sportkletterrouten in Europa. In den späten 1980er und den frühen 1990er Jahren wurden auf den Karstfelsen einige der damals härtesten Routen der Welt angelegt. Aber für viele, einschließlich Luka Stražar – hier auf der Maudit-Route (Schwierigkeitsgrad 7a) im Babna-Sektor – geht es beim Klet-tern um mehr als nur den Schwierigkeitsgrad. „Die unberührte Natur und die gut entwickelte Outdoor-Kultur machen Slowenien zu einem großartigen Ort fürs Klettern und andere Abenteuer“, sagt er.

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Belohnung am Abend

Das Karstplateau bietet nicht nur unglaubliche Höhlen und Kletterrouten: Die poröse Felslandschaft ist auch für ihre Refosco-Trauben bekannt. Aus ihnen keltern die Slowenen einen unverwechselbaren, vollmundigen Rotwein namens Teran. Nach einem Tag an den Felsen kann man sich mit einem Glas von ihm belohnen – oder einfach nur die Stille und Schönheit der Landschaft genießen.

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