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Jetzt streamenUnser Titelthema im August:
In Deutschland gibt es wieder Wölfe. Können Mensch und Raubtier wirklich koexistieren?
Liebe Leserin, lieber Leser!
Kürzlich im Lokalteil eine Notiz von einem Tierunfall. Ein Hund sei nachts von einem Auto überfahren worden. Die Untersuchung zeigte: Es war ein Wolf. Den Bildern, die das provoziert, kann sich niemand entziehen: Wölfe sind ein uraltes Symbol für das Böse. Nach Schätzungen leben 1000 bis 1500 Exemplare hierzulande, verteilt auf 176 Territorien. Doch sie sind kaum sichtbar, weichen dem Menschen aus – so geschickt, dass ein Wildtierbiologe im Interview zu unserer Titelgeschichte (ab S. 40) sagt, es sollte sich freuen, wer in freier Wildbahn einen Wolf erleben dürfe.
Für Schaf- oder Rinderzüchter gilt das weniger. Sie sind verzweifelt, wenn sie zerfleischte Tiere finden oder ganze Herden, hingestreckt mit dem typischen Kehlbiss. Geschädigte erhalten vom Staat Ausgleich, Unterstützung bei Schutzmaßnahmen wie Zäunen oder Hunden. Für manche ist das nicht genug. „Diese Bestie hat uns die letzten 200 Jahre nicht gefehlt“, sagt einer, der zur Vereinigung der „Freien Bauern“ gehört. Diese fordert, dass Deutschland wieder zur wolfsfreien Zone wird.
Wölfe sind nicht mordlüstern oder besonders aggressiv. Die Rudel pflegen soziale Strukturen ähnlich denen des Menschen. Besetzt der Wolf die Spitze der Nahrungskette, so profitiert die Natur, die Artenvielfalt steigt. Die Lösung des Wolfsstreits? Es werden sich wohl beide Seiten bewegen müssen: Landwirte akzeptieren, dass der Wolf bleibt. Naturschützer eingestehen, dass seine Zahl in Deutschland eine Obergrenze haben wird.
Danke, dass Sie
NATIONAL GEOGRAPHIC lesen!
Werner Siefer
Chefredakteur NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
LIEBE LESERIN, LIEBER LESER!
Echte Reisende lassen sich nicht aufhalten. Das wurde meiner Kollegin Johanna Schuhmann bei der Arbeit an diesem Heft einmal mehr bewusst. Für unsere Titelgeschichte „Die Reise meines Lebens“ (ab S. 18) sprach sie mit prominenten Weltenbummlern. Zumindest am Telefon reiste sie dafür einmal um die Welt: Dirk Steffens, Moderator der ZDF-Sendung „Terra X“, erwischte sie in Oslo, wo er gerade eine zehntägige Quarantäne absaß, um weiter zu einer Forschungsstation auf Spitzbergen reisen zu können. Auch Extremsportlerin Anja Blacha, die alleine und ohne fremde Hilfe zum Südpol lief, war schon wieder unterwegs: in Kathmandu. Später meldete sie sich noch einmal aus dem Everest Basecamp. Weitwanderin Christine Thürmer rief aus Polen zurück, kurz vor der Grenze zu Litauen. Diese drei und zehn weitere Travel-Profis, darunter Joey und Luke Kelly, erzählen in diesem Heft von dem einen Trip, der sie besonders geprägt hat. Es sind Liebeserklärungen ans Unterwegssein, Geschichten von Reisen zu einzigartigen Zielen unserer Erde – und manchmal auch zu sich selbst.
Meine griechische Kollegin Ioanna Fotiadi hatte für die Geschichte über Hydra (S. 38) keine allzu weite Anreise. Die Insel liegt nur knapp zwei Stunden von Athen entfernt, wo sie lebt und als Journalistin für die Tageszeitung Kathimerini arbeitet. „Ach, Hydra!“, seufzte sie, als wir über ihre Reportage sprachen. „Darüber gibt es immer etwas zu erzählen.“ Für uns wandelte Fotiadi auf den Spuren des legendären Leonard Cohen, der ein Haus auf der Insel besaß.
Noch mehr Griechenland, nämlich das abseits der Touristenmassen, zeigen wir Ihnen ab S. 50. Ob Weintrinken in der Naoussa-Region, Schlemmen in Athen oder ein Roadtrip auf dem wunderschönen Peloponnes: Hier finden Sie die besten Insidertipps fürs griechische Festland und die nahe gelegenen, von Nordeuropäern oft recht unbeachteten Inseln.
Herzlich, Ihr
Werner Siefer,
Chefredakteur NATIONAL GEOGRAPHIC TRAVELER
