Fotografie

Vier einfache Tricks zum Fotografieren von Weihnachtsbeleuchtung

Ein Bildredakteur der National Geographic besuchte New York City um dort die funkelnden Weihnachtslichter einzufangen. Hier kommen seine besten Tipps zum Fotografieren. Montag, 11 Dezember

Von Jeff Heimsath

Jeden Dezember erleuchten Millionen funkelnder Lichter die Städte auf der ganzen Welt und vielleicht sind die legendären Dekorationen in New York City die beeindruckendsten. Ob man nun durch die stählernen Wolkenkratzer in Midtown Manhattan oder die reifbedeckten Straßen Brooklyns schlendert: Mit diesen Tipps holt man das Beste aus Fotos von Weihnachtsbeleuchtung heraus.

DEN BESTEN PLATZ FINDEN

Jedes Jahr bemüht sich New York City, die Weihnachtssaison so groß und strahlend zu machen wie den Big Apple selbst. Ein Mangel an Motiven herrscht sicher nicht, von aufwendigen Dekorationen wie denen des Lotte New York Palace Hotels bis zu altehrwürdigen Traditionen wie dem Rockefeller Weihnachtsbaum. Südlich vom Glanz und Prunk Manhattans bringen die Bewohner des Dyker Heights-Viertels in Brooklyn an Dutzenden von Häusern Lichterketten an und erschaffen damit eine Flut von grandiosen Dekorationen, die ein wahrer Augenschmaus sind. Um die besten Plätze zu sehen, kann man sich einer Führung anschließen.

DAS TIMING IST ALLES

Für gute Outdoor-Fotos gibt es einen Trick: Man macht sie in der Abenddämmerung. Es ist wichtig, früh genug vor Ort zu sein, um dieses kleine Zeitfenster nicht zu verpassen. Wenn man zu früh am Abend fotografiert, kommen die Lichter auf den Bildern später nicht richtig zur Geltung. Fotografiert man zu spät, sehen die Lichter unter Umständen aus wie kleine Punkte, die im schwarzen Nichts schweben.

Warum bildet die Fotografie nicht einfach ab, was man sieht? Anders als unsere Augen haben Kameralinsen nur ein begrenztes Spektrum. Sie können entweder auf die hellen Lichter oder die dunkle Umgebung fokussieren, aber nicht beides gleichzeitig. Das menschliche Auge dagegen hat die fantastische Fähigkeit, ein breites Spektrum an Licht und Schatten in ein einzelnes Bild zu komprimieren.

DAS RICHTIGE ZUBEHÖR

Da man wahrscheinlich aufgrund der Lichtverhältnisse eine höhere Belichtungszeit nutzt, ist ein Stativ unverzichtbar, Verwackeln durch zittrige Hände zu vermeiden. Es ist außerdem praktisch, wenn die Lichter auf Musik abgestimmt sind oder flackern. Sollte kein Stativ vorhanden sein, kann man die Kamera auch auf der Motorhaube eines parkenden Wagend oder einem Baum abstützen, um das Wackeln zu minimieren.

LICHTER? KAMERA? ACTION!

Sobald alles aufgebaut ist, beobachtet man den Himmel. Wenn er sich langsam zu einem tieferen Blau verfärbt, stellt man fest, dass die Lichter der Dekorationen heller erscheinen. Die beste Zeit zum Fotografieren reduziert sich oft auf nur 10 bis 15 Minuten. Es ist also sinnvoll, so viele Fotos wie möglich zu schießen. Zwischendurch kann man immer wieder kurz innehalten und die bereits gemachten Bilder auf dem Display der Kamera zu kontrollieren, um sicherzugehen, dass sie wie gewünscht abgelichtet werden.

Wenn der Himmel dann komplett dunkel ist, beginnen die Fotos an sichtbaren Einzelheiten zu verlieren und leer auszusehen. Dann ist es Zeit, die Kamera einzupacken, sich einen heißen Kakao zu holen und die Lichter durch die Linsen der Natur zu genießen: die eigenen Augen.

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