Preisgekrönt: Der Fotograf des Jahres 2019!

Volker Sander ist der Fotograf des Jahres 2019. Für sein Bild "Feuersprung" wurde er von National Geographic und Olympus im Hamburger Gruner+Jahr Auditorium ausgezeichnet.Dienstag, 29. Oktober 2019

Von National Geographic-Magazin

Feuer und Wasser – darum ging es, als am vergangenen Donnerstag im fast voll besetzten Gruner+Jahr Auditorium der Gewinner des von National Geographic und Olympus ausgerichteten Wettbewerbs „Fotograf des Jahres 2019“ geehrt wurde. Das Thema lautete „Bewegung“, und Volker Sander aus Münster landete mit seinem Foto „Feuersprung“ auf dem ersten Platz. Die Aufnahme zeigt einen Höhepunkt der Alemannischen Fastnacht in Donaueschingen: einen Mann im Hexenkostüm, wie er durch lodernde Flammen springt. „Auf der anderen Seite warteten seine Kollegen, um kleinere Brände an der Perücke und der Kleidung zu löschen“, sagte Sander. Sein Hauptgewinn: ein Workshop mit der Fotografin Ulla Lohmann und eine Olympus-Kameraausrüstung, überreicht von National Geographic-Chefredakteur Jens Schröder und Olaf Kreuter von Olympus.

Wasser ist hingegen das Element des Fotografen, Biologen und Forschungstauchers Uli Kunz, der die Gäste der Preisverleihung mit einer Multivisionsshow in die sagenhafte Welt der Meere führte, von den Lagunen der Südseeinsel Bora Bora bis in arktische Gewässer vor der Ostküste Grönlands, wo er mit einem ausgesprochen seltenen Grönlandhai schwamm; diese Tiere werden bis zu 400 Jahre alt. Kunz zeigte auch die Natur Südgeorgiens, eine Inselgruppe im Südatlantik – etwa eine Kolonie von Abertausenden Königspinguinen. Die überbordende Flora und Fauna verdankt der Archipel umfangreichen Schutzmaßnahmen, nachdem die Tierwelt durch den Walfang extrem dezimiert worden war; unzählige Tiere seien damals einfach verfeuert worden, um die Trankocher zu betreiben, erzählte Kunz. „Heute sieht es hier wieder so aus wie zu der Zeit, bevor die Menschen kamen“, sagte der leidenschaftliche Forscher und Fotograf. „Für mich ist das der beste Beweis, dass wir noch viel mehr Gebiete beiseitestellen und den selbstheilenden Kräften der Natur überlassen müssen, um sie für die Zukunft zu bewahren.“

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