Virtuell vor Ort: Die Natur in unser digitales Leben bringen

Immersive Geschichtenerzähler wie Martin Edström nutzen optische 360-Grad- Technologien, um das Publikum mit der Natur zu verbinden - egal wie weit entfernt sie ist.

Johnny Langenheim

Foto von Emma Svensson

National Geographic Fotograf Martin Edström macht sich auf den Weg zu seinem nächsten Auftrag

National Geographic Explorer Martin Edström ist ein schwedischer Fotojournalist, der optische 360-Grad- und Virtual-Reality-Technologien einsetzt, um einfache Fotos in immersive, digitale Naturerlebnisse zu verwandeln. Sein Team hat alles dokumentiert, von Begegnungen mit Löwen in Sambia bis hin zur Son-Doong-Höhle in Vietnam - dem angeblich größten Höhlenkomplex der Welt. Um die neue National Geographic Apparel Collection auf Herz und Nieren zu prüfen, machte er sich auf den Weg in die schwedischen Hochküstenregion (Höga Kusten)

Foto von Emma Svensson

Straße mit Ausblick: Tour entlang der schwedischen Hochküste

Martin Edström befasst sich in seinen Arbeiten hauptsächlich mit einzigartigen Umgebungen und bedrohten Lebensräumen oder Arten. Die Son-Doong-Höhle in Vietnam wurde zum Beispiel erst 1990 entdeckt, und weckte großes Interesse in der Tourismusbranche. Martin Edströms immersive 360-Grad- und Virtual-Reality-Videos des Höhlenkomplexes steigerten den internationalen Bekanntheitsgrad des Ortes wodurch der öffentlichen Druck erhöht wurde, ihn vor dem Tourismus zu schützen. „Was mich wirklich antreibt, ist der Einsatz von immersiven und interaktiven Erzählungen, die es den Menschen erlauben, in die Geschichte einzutauchen. Ich möchte sie dazu inspirieren, sich mehr mit den wichtigen Geschichten unseres Planeten zu befassen“, sagt er.

Foto von Emma Svensson

Artefakt aus der Eiszeit: Schmelzende Gletscher prägten die besondere Geologie der Hochküste

Edström fühlt eine besondere Verbindung zur Hochküstenregion und besucht sie oft. „Die Hochküste ist für mich etwas ganz Besonders,“ sagt er. „Mein Großvater wuchs hier auf, und als ich das erste Mal hierher kam, fühlte ich mich einfach wie zu Hause.“ Die Region im Nordosten Schwedens zeichnet sich durch steile Klippen, sanfte Berge und dichte boreale Wälder aus, die von der Ostsee umrahmt werden. Die vielen interessanten geologischen Merkmale, darunter die einzigartigen Moränen, sind das Ergebnis kombinierter Prozesse von Vereisung, Gletscherschmelze und Landhebung aus dem Meer am Ende der letzten Eiszeit, sowie des Abschmelzens des kontinentalen Eisschildes vor 10.000 bis 24.000 Jahren.

Foto von Emma Svensson

Edström wandert entlang der Granitklippen in Schwedens Hochküstenregion

Die Hochküste ist bei Wanderern sehr beliebt, vor allem in den Frühlings- und Sommermonaten. „Man kann spüren, wie die Elemente diesen Ort über Millionen von Jahren geformt haben,“ sagt Martin Edström. Die Vergletscherung und der anschließende Rückzug der Gletscher haben die Geographie hier stark beeinflusst - das Land hat sich in den letzten 10.000 Jahren um bis zu 274 Meter angehoben. Diese Hebung ist für die dramatische Topographie der Region und die vielen steilen Klippen verantwortlich. Als Martin Edström die Region im April besuchte, war der Frühling noch nicht in Sicht, sodass dies der ideale Zeitpunkt war, um einige Artikel aus der neuen National Geographic Apparel Collection zu testen.

Foto von Emma Svensson

Aufbau einer Welt: Martin Edström bereitet die Ausrüstung vor, die er braucht, um die Landschaft einzufangen

Obwohl Martin Edströms Karriere als traditioneller Fotojournalist begann, arbeiten er und sein Team heute mit innovativen Techniken wie 360-Grad-Aufnahmen und virtueller Realität, um Bilder einzufangen, die das Publikum in die Geschichte „eintauchen lassen“. Dazu nehmen Drohnen und 360-Grad-Kameras auf Ständern Tausende von Bildern auf, die dann zu einer nahtlosen Umgebung zusammengesetzt werden, die der Zuschauer „erleben“ kann - entweder durch Erforschung mit dem Cursor oder durch Aufsetzen eines Virtual-Reality-Headsets für ein noch intensiveres Erlebnis. „Wenn man will, dass sich jemand für etwas interessiert, muss man ihn erst einmal dazu bringen, es zu fühlen,“ sagt Martin Edström. „Deshalb ist die Arbeit mit diesen immersiven Techniken so wirkungsvoll.“

Foto von Emma Svensson

Wanderung durch die Slatterdalsskrevan - eine steile Gletscherspalte an der Hochküste

Die Slatterdalsskrevan, eine steile, schmale Gletscherspalte im Skuleskogen-Nationalpark, ist über einen gut markierten Wanderweg leicht zu erreichen. - und ein typisches geologisches Merkmal der nacheiszeitlichen Rückverfestigung. Es gibt viele ähnliche Erscheinungen in der Gegend, aber mit ihrer Höhe von fast 39 Metern, 198 Metern Länge und etwas mehr als sechs Metern Breite, ist die Slatterdalsskrevan besonders dramatisch. Martin Edström hat immersive 360-Grad-Aufnahmen von ähnlichen geologischen Merkmalen geschaffen, darunter Höhlen in Kasachstan und Vietnam, die es dem Publikum ermöglichen, diese einzigartigen Orte zu erleben, ohne dafür ihr Wohnzimmer verlassen zu müssen.

Foto von Emma Svensson

Edström und sein Kollege richten in der Slatterdalsskrevan eine 3D-Kamera ein

Edströms Ziel war es, die Grenzen des immersiven Filmemachens zu erweitern, sowohl aus technischer als auch aus erzählerischer Sicht. Neben dem Einsatz vorhandener Technologien haben er und sein Team maßgeschneiderte 360-Grad-Kameras und eine mobile, gepanzerte Kameraplattform entwickelt, unter anderem um einzigartige Aufnahmen im „Inneren“ eines Löwenrudels in Sambia zu machen. „Ich möchte, dass das Erlebnis so nah wie möglich an der Realität ist,“ sagt Martin Edström. Diese Erfahrung aus erster Hand helfe, eine stärkere Verbindung zwischen Mensch und Natur zu schaffen, - die Edström durch seine Arbeit zu erhalten hofft.

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Drohnentechnologie ist bei der Erschaffung immersiver Umgebungen unerlässlich

Dass der Umweltschutz Martin Edström wichtig ist, zeigt sich auch in der Wahl der Kleidung, die er trägt, wenn er sich auf eine Expedition begibt. So war er gespannt zu sehen, wie sich die neue National Geographic Apparel Collection unter Outdoor-Bedingungen schlägt, zumal sie sich durch ihre beeindruckende Nachhaltigkeit auszeichnet. Obwohl sie nicht für die extremsten Umgebungen entwickelt wurde, ist sie dennoch technische Outdoor-Bekleidung - und perfekt geeignet für den Winter an der Hochküste. „Zu wissen, dass meine Kleidung nicht nur leistungsfähig, sondern auch wirklich nachhaltig ist, ist für mich ein wichtiger Aspekt,“ sagt Martin Edström.

Foto von Emma Svensson

Blick über die Ostsee vom Getsvedjeberget an der schwedischen Hochküste

Technologie wird oft als etwas angesehen, das uns von der Natur trennt. Edström und sein Team nutzen sie jedoch, um dem Publikum die Natur näher zu bringen, indem sie abgelegene und einzigartige Umgebungen in sein Wohnzimmer transportieren - mit dem Ziel, in der echten Welt Maßnahmen zum Schutz dieser Orte zu fördern. Unzählige Aktionen spielen beim Naturschutz eine Rolle - von großen politischen Entscheidungen, die von der öffentlichen Meinung beeinflusst werden, bis hin zu den kleinen Entscheidungen, die wir alle in unserem Alltag treffen, und die, wenn Millionen von Menschen mitmachen, eine merkbare Wirkung haben können.

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Foto von Emma Svensson

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