BEZAHLTER INHALT FÜR SHEBA®

Rettung für Korallen: Das Hope Reef in Indonesien

SHEBA® hat in Indonesien eine globale Initiative zur Rettung der gefährdeten Korallenriffe angestoßen – mithilfe von Riffsternen.

WORTE VON JON HEGGIE

FOTO VON TIM LAMAN

SHEBA® Hope Reef, Indonesien

Von oben betrachtet ist am SHEBA® Hope Reef der Schriftzug HOPE aus mit Riffsternen wiederhergestellten Korallen zu sehen – ein Zeichen dafür, dass der vom Menschen verursachte Schaden an diesen wichtigen Meeressystemen repariert werden kann. Das Hope Reef ist ein Projekt der zu Mars, Inc. gehörenden Katzenfuttermarke SHEBA® und der erste Schritt bei der Wiederherstellung von Korallenriffen auf der ganzen Welt. Wunderschön, einzigartig, zerbrechlich und gefährdet – Korallenriffe sind entscheidend für die Gesundheit unserer Ozeane und sichern den Lebensunterhalt von Millionen von Menschen. Aber sie brauchen unsere Hilfe, jetzt mehr als je zuvor – und SHEBA® lässt die Hoffnung auf ihre Rettung wachsen.

BILD MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON SHEBA

Ein Korallenparadies unter den Wellen

Es gibt ungefähr 6.000 verschiedene Arten von Korallen – ein Meereslebewesen, das eine faszinierende symbiotische Beziehung zu Algen unterhält. Korallenlarven siedeln sich an Felsen an und entwickeln sich zu Polypen – Tieren mit stechenden Tentakeln um die Mundöffnung. Der Polyp entwickelt mithilfe von Ionen im Meerwasser ein Exoskelett aus Kalk. In seinem Inneren lebt eine Alge namens Zooxanthelle. Die Zooxanthelle betreibt Photosynthese und versorgt die Koralle dadurch mit den Nährstoffen, die sie zum Überleben benötigt. Außerdem sind die Algen für die lebendigen Farben der Korallen verantwortlich.

FOTO VON ENRIC SALA

Die Farben eines gesunden Korallenriffs

Korallenriffe gehören zu den vielseitigsten, kompliziertesten Ökosystemen der Welt – mit einem Artenreichtum, der Regenwäldern Konkurrenz macht. Die wunderschön bunten Unterwasserwelten beherbergen 25 Prozent aller Meereslebewesen, obwohl sie weniger als ein Prozent des Meeresgrundes repräsentieren. Ein einziges Riff kann Heimat für Tausende Arten sein – von Korallen und Algen über Clownfische und Kugelfische bis hin zu Haien und Stachelrochen. Einen lebhafteren, bunteren Ort kann man sich kaum vorstellen.

FOTO VON GREG LECOEUR

Barrakuda in einem gesunden Korallenriff

Auch mit Fischen unterhalten Korallen eine Beziehung, von der beide Seiten profitieren. Rund 4.000 Fischarten leben in den Korallenriffen der Welt oder in deren Umgebung. Dazu zählen farbenfrohe Papageifische ebenso wie größere Raubfische, darunter Barrakudas und Haie. Die Fische spielen eine wichtige Rolle, denn sie entfernen überschüssigen Seetang und hinterlassen für die Gesundheit des Riffs wichtige Nährstoffe. Im Gegenzug fungiert das Riff als Laichplatz für junge Fische. Es liefert ihnen Nahrung und bietet Schutz vor Raubfischen.

BILD SHUTTERSTOCK

Ein lebendiges Wunder unseres Planeten

Korallen wachsen sehr langsam – manche Arten gerade mal 2,5 Zentimeter pro Jahr –, sodass es Tausende von Jahren dauern kann, bis ein Korallenriff vollständig entwickelt ist. Das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens ist etwa 500.000 Jahre alt, wobei die aktuelle Formation mit gerade mal 8.000 Jahren relativ „jung“ ist. Mit über 2.000 einzelnen Riffen, die sich über eine Distanz von 2.000 Kilometern erstrecken, ist es die längste und größte Ansammlung von Korallenriffen der Welt. Von oben betrachtet erscheint es als atemberaubend schönes Mosaik aus Riffen und Inseln aller Formen und Größen.

FOTO VON ROBERT HARDING PICTURE LIBRUARY

Korallensterben – ein Paradies in Gefahr

Korallenriffe sind sensible Ökosysteme: In den letzten 20 Jahren haben wir etwa die Hälfte aller Riffe verloren. Bis 2050 könnten nahezu alle Korallenriffe der Welt verschwunden sein. Auf lokaler Ebene stören Umweltverschmutzung und Überfischung das empfindliche Gleichgewicht der Riffe. Ölverschmutzung und Chemieunfälle, Abwasser und Ablagerungen sowie landwirtschaftliche Abfallprodukte können das Wachstum von Riffen behindern und Krankheiten verursachen, die unter Umständen eine ganze Korallenkolonie ausmerzen. Destruktive Fischereitechniken verringern nicht nur die Anzahl und den Artenreichtum von Fischen in einem Riff und bringen dadurch das Ökosystem aus dem Gleichgewicht – sie zerstören auch das Riff selbst.

FOTO VON TIM LAMAN

Gespenstisch gebleichte Koralle

Klimawandel ist die größte Bedrohung für Korallenriffe. Kohlendioxidemissionen lassen Temperatur und Säuregehalt der Ozeane steigen. Korallenriffe sind dadurch gezwungen, Energie aufs Überleben anstatt aufs Wachsen zu verwenden. Marine Hitzewellen sind keine Seltenheit mehr und bringen Korallen dazu, die für ihre lebendigen Farben verantwortlichen Zooxanthellen abzustoßen. Als Folge nehmen die Korallen eine gespenstische weiße Farbe an und verhungern im Laufe der Zeit. Diese „Korallenbleiche“ findet so häufig statt, dass die langsam wachsenden Korallenriffe sich nicht erholen können. Maßnahmen gegen den Klimawandel und die vielen anderen Gefahren für Korallenriffe sind entscheidend, aber für manche Riffe ist es bereits zu spät – sie können sich nicht von selbst regenerieren. Und hier kommen Restaurationsprojekte ins Spiel.

FOTO VON JOEL SARTORE

Hoffnung aus Indonesien

Vor der Küste von Sulawesi in Indonesien liegt das SHEBA® Hope Reef. Vor rund 30 Jahren warfen ein paar verantwortungslose Fischer selbst gemachte Sprengkörper ins Meer, um den Fischfang zu erleichtern. Dabei haben sie das Riff in einen Trümmerhaufen verwandelt, der ständig in Bewegung ist und es Korallenlarven unmöglich macht, sich anzusiedeln und Kolonien zu bilden. SHEBA® ist fest entschlossen, diesen Zustand zu ändern. Mithilfe von MARRS (Mars Assisted Reef Restoration System – System zur Korallenriff-Wiederherstellung von Mars) gibt das Unternehmen dem Riff die Hilfe, die es braucht, um sich zu erholen – und zeigt der Welt, dass es Hoffnung für unsere Korallenriffe gibt.

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Stapel von Riffsternen am SHEBA® Hope Reef

Herzstück des Restaurationsprojekts von SHEBA® sind Riffsterne. Diese innovative Konstruktion ist speziell dafür konzipiert, Korallen auf einem Trümmerhaufen züchten zu können, der ständig in Bewegung ist. Es handelt sich um knapp ein Meter breite, sternförmige Stahlkonstruktionen, die mit Sand bedeckt und mit etwa einem Dutzend Korallenfragmenten bestückt sind. Hunderte Riffsterne werden im Geröll abgelegt und miteinander verbunden, sodass eine solide Plattform entsteht, auf der die Korallenfragmente mit der Zeit wachsen und sich ausdehnen können.

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Korallenvielfalt am SHEBA® Hope Reef

Um eine gesunde genetische Vielfalt zu gewährleisten, wird für die Riffsterne eine Kombination unterschiedlicher Korallenfragmente verwendet. Dazu gehören Korallen, die von selbst von Riffen abgefallen sind, Fragmente, die gesunden Riffen auf nachhaltige Weise entnommen wurden, sowie solche, die in Korallenfarmen gezüchtet wurden. Die Korallen werden so angebracht, dass sie in verschiedene Richtungen wachsen können – nach unten, um das Geröll zu stabilisieren, und nach oben und außen, um die Komplexität zu erzeugen, die Fische anzieht. Bisher wurden am Hope Reef über 12.600 Korallenfragmente gepflanzt.

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Beteiligung der Community am SHEBA® Hope Reef

Speziell geschulte Mitglieder der lokalen Community befestigen etwa ein Dutzend Korallenfragmente an jedem Riffstern. Der Plan von SHEBA®, MARRS auf die ganze Welt auszuweiten, baut zu einem Großteil auf der aktiven Beteiligung der Menschen vor Ort auf. Deswegen wird großer Wert darauf gelegt, Herstellung und Anwendung der Konstruktion so einfach wie möglich zu gestalten. Die Riffsterne sind dafür gedacht, von Menschen aus der Region aus lokal bezogenen Materialien hergestellt zu werden, und die Beteiligten werden für bestimmte Bereiche des Restaurationsprojekts geschult. Auf diese Weise wird Diversität unter den Projektbeteiligten gewährleistet und die Lieferkette optimiert, um die Verteilung der Riffsterne so effizient wie möglich zu gestalten.

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Verteilen von Riffsternen am SHEBA® Hope Reef

MARRS kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Riffsterne schnell und großflächig verteilt werden, um Riffe wiederherzustellen. Ein Team aus vier Tauchern kann täglich 300 bis 350 Riffsterne auf einer Fläche von der Größe eines Tennisplatzes auslegen. Wenn alles gut läuft, können innerhalb von 30 Tagen Riffsterne auf etwa 8.000 Quadratmetern Meeresgrund befestigt werden. Die Sterne sind so designt, dass Fische das Riff sofort nutzen können, und integrieren sich innerhalb kurzer Zeit vollkommen in die Unterwasserlandschaft, sodass der Eindruck eines natürlich gewachsenen Riffs entsteht.

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Vorher-Nachher-Vergleich SHEBA® Hope Reef

Die Transformation am Hope Reef ist beeindruckend. In nur 18 Monaten konnte die Korallenabdeckung mithilfe von über 840 Riffsternen von weniger als fünf Prozent auf über 55 Prozent erhöht werden. Forscher gehen davon aus, dass in fünf Jahren eine Abdeckung von 70 bis 80 Prozent erreicht sein wird. Mit den Korallen werden auch die Fische zurückkehren. Die Artenvielfalt wird sich voraussichtlich verdoppeln, und die Anzahl der Fische könnte auf über 60.000 pro 4.000 Quadratmeter steigen. Geschwindigkeit, Umfang und Erfolg der Restauration am Hope Reef sind beispiellos. Das Projekt zeigt, wie viel innerhalb weniger Jahre erreicht werden kann – Grund zur Hoffnung für Korallenriffe auf der ganzen Welt.

Weitere Informationen zum SHEBA® Hope Reef und dazu, wie Sie die Wiederherstellung von Korallenriffen unterstützen können, finden Sie auf ShebaHopeGrows.com.

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