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Schottland – Land des Wassers

Über 30.000 Seen und fast 19.000 Kilometer Küste bilden das Fundament der großen Liebe der Schotten zu ihren Gewässern.

WROTEN VON JAMIE LAFFERTY

FOTO VON JIM RICHARDSON

Ein sehr persönliches Erlebnis

Auf gut 19.000 Kilometern stellte Schottlands felsige Küstenlinie schon seit jeher ein Problem für größere Schiffe dar. Auch der überwiegende Teil der Seen wird nicht durch Flüsse gespeist, was den Zugang zu ihnen erschwert. Dafür bietet sich, wie hier am friedlichen Loch Lurgainn (nördlich von Ullapool), die einzigartige Gelegenheit zur Erkundung mit Kajaks und Kanus. Mit ihnen können Besucher hautnah die unglaublich vielfältigen Gewässer Schottlands erleben. Schnappschüsse der Bergspiegelungen wie hier vom Sgorr Tuath gelingen dabei mühelos. Schottland feiert 2021 weiterhin sein Jahr der Küsten und Gewässer – eine hervorragende Gelegenheit, die Kultur und Landschaft zu genießen, die sie geprägt haben!

Foto von Jim Richardson

Die Hüter des Kanals

Die Kelpies waren schon lange vor Andy Scott Teil der schottischen Folklore. Diese berühmte Skulptur trägt den passenden Namen The Kelpies und kann seit 2013 auf dem Parkgelände The Helix in Falkirk bewundert werden. Die spektakulären, 30 Meter hohen Pferdeköpfe repräsentieren formwandelnde Wassergeister, die jahrhundertelang Gegenstand zahlreicher Volkssagen waren und es bis heute sind. Sie bilden ein riesiges Tor am Osteingang des Forth and Clyde-Kanals, der durch Schottlands schmalste Stelle führt. Unweit von hier befindet sich auch das Falkirk Wheel, das weltweit erste und bisher einzige rotierende Schiffshebewerk aus dem Jahr 2002, das ebenfalls Teil der Widergeburt von Zentralschottlands wichtigstem Wassserweg ist.

Foto von Jim Richardson

Das Wasser des Lebens

Caol Ila ist eine der mehr als 120 Brennereien, die über ganz Schottland verteilt zu finden sind. Sie alle nutzen das unglaublich reine Quellwasser, um ihren goldenen Tropfen zu gewinnen. Riesige Brennanlagen, wie diese auf der Isle of Islay, bilden das Herzstück des Prozesses. Traditionell wurden sie ausschließlich zur Herstellung von Whisky genutzt, der anschließend zur Reifung mindestens drei Jahre in Eichenfässern lagert. Da Gin (der nicht reifen muss) sich heutzutage jedoch wieder einer enormen Beliebtheit erfreut, sind die Kupferriesen nur noch selten untätig.

Foto von Jim Richardson

An den Ufern von Loch Ness

Der ehrwürdige Loch Ness enthält volumentechnisch mehr Wasser als jeder andere See auf den britischen Inseln. Einige meinen, dass Schottlands berühmtestes Fabelwesen Nessie wohl auch deshalb bis heute in ihm haust. Andere geben sich gerne mit dem Anblick der atemberaubenden Landschaft an seinen Ufern zufrieden. Die zunehmend beliebte Wanderroute Loch Ness 360 eignet sich für fortgeschrittene Wanderer und Radfahrer gleichermaßen. Sie führt einmal komplett um den See herum, vorbei an einem Großteil der Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den Ruinen von Urquhart Castle am Nordufer, die aus dem 13. Jahrhundert stammen.

Foto von Jim Richardson

Loch Maree

Mit seinen über 31.000 Lochs (stehende Binnengewässer, manchmal auch schmale Meeresbuchten) und dem Lake of Menteith ist Schottland schon lange für seine atemberaubenden Landschaften bekannt. An der Schöhnheit des riesigen Loch Maree kommt dabei niemand vorbei. Der viertgrößte See Schottlands befindet sich im rauen Nordwesten und ist ein Ort von historischer Bedeutung, mit mehreren religiösen Stätten, die bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen. Als nationales Naturreservat ist Loch Maree außerdem einer der wichtigsten Fischgründe für Meerforellen und Lachse. Und nicht nur menschliche Angler erfreuen sich an ihnen: Die Fische bilden auch die Nahrungsgrundlage für gesunde Populationen von Ottern und Prachttauchern.

Foto von Jim Richardson

Im Herzen Schottlands

Ziemlich genau in der Mitte Schottlands liegt Loch Tay, der vor allem für seine 18 Crannogs (von Menschenhand geschaffene Inseln) bekannt ist. Die Geschichte der Menschen um und auf dem See reicht bis in die Eisenzeit zurück. Viele der Inseln liegen inzwischen unter Wasser, doch im Scottish Crannog Center können sich Besucher einen Eindruck darüber verschaffen, wie sie einst gebaut und genutzt wurden. Der nahegelegene Ben Lawers ist einer von Großbritanniens höchsten Bergen, doch wer lieber am Wasser bleibt, kann sein Glück hier auch sehr gut beim Lachsfischen versuchen.

Foto von Jim Richardson

Das Tor zum Norden

Inmitten der spektakulären schottischen Landschaft gelegen, erfreut sich Loch Rannoch jedes Jahr großer Beliebtheit bei seinen Besuchern. Er befindet sich zwischen den Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs und Cairngorms im Herzen des Landes und ist zu allen Seiten von Bergen umgeben. In der Mitte des Sees wurde im 18. Jahrhundert ein Crannog, eine künstliche Insel, mit einem einsamen Turm errichtet, der heute eines der meistfotografierten Motive Schottlands ist. Weiter westlich tummeln sich zahlreiche Wildtiere in der Moorlandschaft von Rannoch Moor, das auch eines der wichtigsten Naturschutzgebiete des Landes ist.

Foto von Jim Richardson

Großbritanniens größter Nationalpark

Die Cairngorms sind der vielleicht spektakulärste Nationalpark des Landes und fassen die Faszination der schottischen Highlands mit ihren Bergen, Seen und langgezogenen Tälern perfekt zusammen. Die Gegend, die zur Sicherheit nur mit einem Führer erkundet werden sollte, ist ein Mekka für Vogelkundler, die hier neben den riesigen Steinadlern und winzigen Schottischen Kreuzschnäbeln noch zahlreiche weitere Arten beobachten können. Großen Rotwildherden begegnet man hier ebenso wie der einzigen Rentierpopulation Großbritanniens. Wintersportenthusiasten kommen auf den Pisten der Cairngorms voll auf ihre Kosten, denn hier befinden sich immerhin drei der fünf Skigebiete Schottlands. Und wem der schottische Winter zu sehr in die Knochen kriecht, der kann sich mit einem Schlückchen oder zwei in der Whisky-Brennerei Dalwhinnie wieder aufwärmen.

Foto von Jim Richardson

Grey Mare’s Tail

Es überrascht vielleicht, dass sich einer der höchsten und schönsten schottischen Wasserfälle in der Nähe von Moffat im Süden des Landes befindet. Der Grey Mare’s Tail entspringt im Loch Skeen im Südwesten der Region Dumfries and Galloway und ist mit seinen 60 Metern Höhe ein beeindruckendes (und ziemlich lautes) Schauspiel, insbesondere nach starken Regenfällen. Das gleichnamige Naturschutzgebiet wurde um den Wasserfall herum eingerichtet, um den hier lebenden Fischadlern ein Refugium zu bieten. Auch die Kleine Maräne, einer der seltensten Fische Großbritanniens, ist hier ungestört – zumindest solange sie sich von Raubvögeln und gefährlichen Wasserfällen fernhält.

Foto von Jim Richardson

Pelzige Wahrzeichen

Die wohl bekanntesten Bewohner Schottlands, die Hochlandrinder, sieht man hier überall. Diese kleine Herde nimmt vor der pittoresken Szenerie des Loch Etive nahe des Dorfs Connel in der Region Argyll and Bute ein erfrischendes Bad. Die niedlichen, zotteligen Gesellen trifft man in allen Landesteilen an und sie begeistern mit ihrem urigen Aussehen Kinder und Fotografen gleichermaßen. Zu ihren Fans zählt auch Königin Elizabeth II., die sich in ihrer schottischen Residenz Balmoral Castle eine kleine Herde hält.

Foto von Jim Richardson

Der große Zug der Lachse

Schottlands Nordosten bietet gerade in Aberdeenshire große Schönheit, wo der River Dee das landschaftlich reizvolle Deeside durchquert – eine Region, die nicht nur bei Anglern beliebt ist, sondern auch bei den Royals. Der malerische River Feugh, ein Zubringer des Dee, zeigt sich zwischen September und November von seiner besonders fotogenen Seite, wenn die Bäume an seinen Ufern ihr Herbstkleid tragen und die Lachse sich auf Wanderschaft begeben. Dazu müssen die Fische schier unmöglich wirkende Sprünge über die Wasserfälle des Feugh wagen, um zu ihren Laichgründen weiter stromaufwärts zu gelangen. Schnell gewinnt man den Eindruck, dass es sich hier um eine besonders abgeschiedene Gegend handeln muss, doch tatsächlich findet das alljährliche Naturschauspiel nur einen kurzen Spaziergang von der Stadt Banchory entfernt statt.

Foto von Jim Richardson

Neue und alte Traditionen auf Harris

Der internationale Gin-Trend der letzten Jahre hat auch vor Schottland nicht Halt gemacht. Doch eine der größten Erfolgsgeschichten findet man dort, wo man sie vielleicht am wenigsten vermuten würde: in der Isle of Harris Gin-Brennerei in Tarbert auf den Äußeren Hebriden. Die Brennerei bedient sich nicht nur des reinen Quellwassers der Insel, ein wesentlicher Bestandteil ihrer Botanicals ist auch der Zuckertang, der überall an der einsamen Küste wächst und bei Tauchgängen von Hand geerntet wird. Die Insel ist außerdem die Heimat des weltberühmten Harris-Tweeds, einem Stoff, der auf den Hebriden schon seit Jahrhunderten hergestellt wird.
Vor einer Reise sollten die lokalen und nationalen Richtlinien und Beschränkungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie geprüft werden, ebenso die Öffnungszeiten. Planung und Buchungen sollten immer im Voraus erfolgen.

Foto von Jim Richardson

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