Wäsche: Verringerung der Belastung

Zahlreiche Innovationen haben dazu geführt, dass Wäsche nicht mehr so viel Arbeit ist – aber dieser Komfort führt auch zu Kosten.

Published 14. Dez. 2020, 17:29 MEZ, Updated 7. Jan. 2021, 14:27 MEZ
Moderne Waschmaschinen sind viel energieeffizienter, während Waschmittel wie Ariel Enzymtechnologie verwenden, um selbst bei niedrigeren Temperaturen ...

Moderne Waschmaschinen sind viel energieeffizienter, während Waschmittel wie Ariel Enzymtechnologie verwenden, um selbst bei niedrigeren Temperaturen effektiv zu arbeiten.

Bild National Geographic

Jede Woche werden rund 840 Millionen Waschmaschinenladungen in Haushalten und Unternehmen auf der ganzen Welt gewaschen. Seit sie in den 1950er Jahren der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, sind Waschmaschinen laut dem berühmten Datenanalysten Hans Rosling für zwei Milliarden Menschen mehr oder weniger allgegenwärtig geworden. Und diese Zahlen werden mit steigenden Einkommen und immer mehr Menschen in städtischen Zentren dramatisch anwachsen. 

Dank Waschmaschinen gehört der wöchentliche Waschtag der Vergangenheit an – zumindest für diejenigen, die sie sich leisten können. Aber wie bei so vielen der Innovationen, die unser Leben erleichtern, wird auch hierbei die Umwelt belastet. Neben der jährlichen Nutzung von 19 Milliarden Kubikmetern Wasser werden durch Waschmaschinen jedes Jahr schätzungsweise 62 Millionen Tonnen CO2-äquivalente Treibhausgase erzeugt. Das liegt jedoch nicht nur an den Maschinen selbst. Moderne Waschmaschinen haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, was die Wasser- und Energieeffizienz angeht. Tatsächlich ist das Verhalten der Verbraucher von grundlegender Bedeutung, um den Wasser- und Stromverbrauch im Zusammenhang mit der Wäsche zu reduzieren.

Natürlich sind die Auswirkungen des Wäschewaschens nicht auf Haushalte oder Unternehmen beschränkt – man muss auch das Waschmittel berücksichtigen, wie es hergestellt wird und was nach der Verwendung damit geschieht. Solche umfassenden Daten zu den Auswirkungen von Produkten und Dienstleistungen werden häufig über eine Lebenszyklusbewertung (Life Cycle Assessment, LCA) generiert. In Zusammenarbeit mit dem Energy Saving Trust, einem sozialen Unternehmen, das sich auf Energienachhaltigkeit konzentriert, hat Ariel eine beträchtliche Menge an Forschung über die Auswirkungen seiner Waschmittel durchgeführt. Dabei sollte herausgefunden werden, wie die Umweltauswirkungen der Wäsche minimiert werden können, ohne die Leistung zu beeinträchtigen. 

Wie wirkt sich Wäschewaschen auf den Planeten aus?
Kleine Veränderungen zuhause können große Auswirkungen auf die Umwelt habenWaschmaschinen haben zwar unser Leben vereinfacht, aber jeder Waschgang führt zu einer höheren CO2-Bilanz – etwas zu verändern ist jedoch einfacher, als man denkt.

Es gibt sechs Phasen in der Wäsche-LCA: Inhaltsstoffe, Herstellung, Verpackung, Transport, Benutzerphase und End-of-Life. Bei jedem Schritt gibt es einen messbaren Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen. Zum Beispiel analysiert die Phase „Inhaltsstoffe“ den Energieverbrauch bei der Beschaffung chemischer Inhaltsstoffe, während die Phase „End-of-Life“ die Entsorgung und Abwasserbehandlung umfasst. Es handelt sich um eine umfassende Analyse, die darauf abzielt, festzustellen, welche Phasen am energieintensivsten sind. Und die Ergebnisse sind ziemlich überraschend.

Laut der LCA ist bei Weitem der größte Energieaufwand auf einen einfachen Faktor zurückzuführen: die gewählte Wassertemperatur in Waschmaschinen. In Europa stammen durchschnittlich bis zu 60 % der Treibhausgasemissionen, die durch Waschgänge entstehen, aus dem Erhitzen des Wassers in Waschmaschinen – mehr als durch Verpackung oder Inhaltsstoffe. Senkt man die Temperatur um nur wenige Grad, kann man den Energieverbrauch drastisch reduzieren. 

Es ist eine Tatsache, dass moderne Wschmittel wie Ariel in kaltem Wasser wirksam sind und die neuesten technologischen Fortschritte nutzen, sodass sehr lange Waschgänge bei sehr hohen Temperaturen nicht mehr nötig sind. Viele Verbraucher glauben zwar immer noch, dass es besser ist, Kleidung bei 40 °C oder höher zu waschen, doch die öffentliche Wahrnehmung ändert sich allmählich.

Manchmal ist es ganz einfach, die Umwelt zu schützen. Senken wir die Temperatur unserer Waschgänge um nur 10 °C, werden die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert, eine kleine Veränderung, die große Auswirkungen haben kann.

Bild National Geographic

Die Art und Weise, wie wir Kleidung kaufen und pflegen, hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, sowohl in Bezug auf die Treibhausgasemissionen als auch auf die direkten Umweltauswirkungen durch die Verschmutzung durch Mikrofasern. Der Aufstieg der Fast Fashion in den letzten Jahrzehnten hat billige Kleidung mit einer kurzen Lebensdauer und einer schlechten Verarbeitung aus schwer zu recycelnden Materialien populär gemacht. 

Mikrofaser-Management
Das Wäschewaschen bei wärmeren Wassertemperaturen setzt Tonnen von Mikrofasern in den Ozean frei. Eine einfache Lösung besteht darin, Wäsche bei einer niedrigeren Temperatur zu waschen.

Aber weniger Kleidungsstücke zu kaufen und auf bessere Qualität und Haltbarkeit zu achten, hat erhebliche Auswirkungen auf die Verschmutzung durch Mikrofasern und Treibhausgasemissionen. Die Verlängerung der Lebensdauer unserer Kleidung um nur neun Monate entspricht einer durchschnittlichen Reduzierung der Abfall-, Wasser- und CO2-Bilanz um 20–30 % gemäß dem Waste & Resource Action Program (WRAP). Gleichzeitig stellten Forscher der Northumbria University in Zusammenarbeit mit Ariel fest, dass das Waschen von Kleidung bei kürzeren, kühleren Zyklen den Mikrofaserausstoß um bis zu 30 % reduziert. Das bedeutet, dass jährlich fast 4.000 Tonnen Mikrofasern weniger in die europäischen Meere gelangen.  

Obwohl die Auswirkungen fossiler Brennstoffe und der Landwirtschaft größer sind, hat die Wäsche insgesamt noch immer große Auswirkungen auf die Umwelt. Alleine in den USA ist sie für 8 % der Treibhausgasemissionen durch Haushalte verantwortlich. Forschungen haben ergeben, dass eine geringfügige Veränderung der täglichen Gewohnheiten die persönliche CO2-Bilanz von Verbrauchern bereits drastisch reduzieren kann. Bei der Wäsche reicht es aus, einfach die Temperatur zu senken.

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