National Geographic

Das Rätsel der Nazca-Linien

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Wer sich vom Weltraum aus der Erde nähert und dabei auf die Pampa Colorada im südlichen Peru blickt, wird dabei einige der gigantischsten Kunstwerke entdecken, die jemals von Menschenhand geschaffen wurden: die Nazca-Linien. Über eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern erstrecken sich bis zu 20 Kilometer lange Linien. Hinzu kommen riesige geometrische Figuren aber auch Darstellungen von Tieren und Menschen. Die bereits vor etwa 2.500 Jahren entstandenen Bilder wurden aufgrund ihrer ungeheuren Größe erst vom Flugzeug aus in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts entdeckt. Über Ursprung und Bedeutung der so genannten "Geoglyphen" wurde lange Zeit gerätselt. Handelt es sich dabei um antike Rennstrecken? Oder sogar um Landepisten für Außerirdische? Auch eine gigantische Rechenmaschine zur Ermittlung astronomischer Daten wurde diskutiert. Doch nach Jahrzehnten der Missverständnisse und Spekulationen scheint zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein Durchbruch zur Wahrheit gelungen zu sein. Ein international besetztes Team, zu dem auch von NATIONAL GEOGRAPHIC unterstützte Wissenschaftler gehören, hat die so berühmten wie rätselhaften Nazca-Linien in der südperuanischen Wüste mit Hilfe neuester High-Tech-Instrumente untersucht und ein digitales Modell erstellt. Anhand dieses Modells und der Ergebnisse jüngster Ausgrabungen, die sehr zum Verständnis der vor 1.400 Jahren untergegangenen Nazca-Kultur beitragen, entschlüsseln die Forscher nun eines der größten Rätsel der Archäologie. NATIONAL GEOGRAPHIC erzählt die packende Geschichte eines Volkes, das in einer der trockensten Wüsten der Welt lebte und zu dessen lange gehüteten Geheimnissen Gräber mit Hunderten von abgetrennten Menschenköpfen gehören.