E12A20
Nichts bedroht den Frieden und die Ordnung im Nahen Osten derzeit mehr als das mörderische Treiben des sogenannten Islamischen Staats. In seiner neuen Dramaserie "The State" widmet sich Autor und Regisseur Peter Kosminsky der Terrororganisation und zeigt, mit welchen perfiden Tricks gearbeitet wird, um ausländische Kämpfer zu rekrutieren, auszubilden und als Soldaten im "Heiligen Krieg" einzusetzen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen vier junge britische Staatsbürger, zwei Männer und zwei Frauen: Sie lassen sich vom IS anwerben und tauschen ihr altes, weitgehend sorgenfreies Leben gegen eine Reise ins Ungewisse ein. In Syrien, wo die staatenübergreifende Terrormiliz große Landstriche und Städte kontrolliert, schließen sie sich den Extremisten an. Ohne genau zu wissen, worauf sie sich einlassen, folgen sie der archaischen Doktrin der Organisation, die als Splittergruppe von Al-Qaida 2003 erstmals in Erscheinung trat. Während ihre Familien in London den Verlust ihrer Kinder betrauern, ist bei den vier IS-Rekruten Krieg, Gewalt und Unterdrückung an der Tagesordnung: Die Männer werden für den Kampf trainiert, die Frauen müssen lernen, welchen Regeln sie zu gehorchen haben. Immer mehr wird ihnen dabei bewusst, dass sie eine Entscheidung getroffen haben, die sie möglicherweise mit dem eigenen Leben bezahlen müssen. Basierend auf fundierten Recherchen, entführt "The State" in die fanatische Welt des IS. In einer ungeschönten Darstellung zeichnet das fiktive Drama ein authentisches Bild von der Realität und konfrontiert den Zuschauer aus nächster Nähe mit einem der größten Probleme unserer Zeit.