Fotografie

Illuminiert - Die Jagd nach dem Licht

Die Schweizer Reise- und Fotografieblogger Steffi und Stefan von "Journey Glimpse" nehmen euch mit auf ihre Jagd nach dem Licht. Donnerstag, 28 Dezember

Von Journey Glimpse

„Alles ist Licht“ - Mit diesen Worten starte ich jeweils in den neuen Fotografie-Lehrgang. Nicht weil es mystisch tönt, sondern weil es wahr ist. Wir Menschen brauchen Licht um leben zu können. Pflanzen brauchen es für die Photosynthese und einige Amphibien, um sich bewegen zu können. Wissenschaftlich betrachtet ist Licht lediglich elektromagnetische Strahlung. Aus fotografischer Sicht ist Licht aber Magie.

Das Wort Fotografie hat seinen Ursprung im Altgriechischen und bedeutet so viel wie mit Licht zu malen. Um fotografieren zu können braucht es also Licht. Um ein fantastisches Bild zu machen, braucht es aber mehr als das, es braucht das ganz besondere Licht. Weiches, goldgelbes Licht, blaues Licht, neutral weißes in Kombination mit Schatten. Licht ist die einzige Komponente, welche für ein wenig Magie in einem Bild sorgen kann. Um diese einzufangen, sind wir losgezogen. Raus in die Welt, über vier Kontinente hinweg mit einem Ziel: den einen Moment einzufangen, wenn das Licht eine Magie entfaltet und aus der zuvor gewöhnlich aussehenden Landschaft ein Kunstwerk zaubert.

Die Twelve Apostles bei der Great Ocean Road im Süden von Australien. Tausende Male gesehen und fotografiert. Auch wir wollten uns diesen Ort nicht entgehen lassen. Aber wir wollten ein ganz spezielles Foto schießen. Wolken am Himmel sollte es haben. Eine dramatische Stimmung schwebte uns vor, denn dies passt am besten zu dieser Küstenregion. Drei Tage mussten wir warten, bis die Natur unser Wunsch-Wetter servierte.

Es war ein extrem kühler Morgen. Wir hatten bereits die Nacht hindurch fotografiert und wir wussten, dass wir Glück brauchen werden, denn der Himmel hing voller Wolken und keine Lücke in Sicht. Frierend standen wir da, zitternd am ganzen Körper. Plötzlich der große Moment, die Wolkendecke reist auf, nur für einige kurze Augenblicke. Es reicht um unser Wunschbild zu schießen.

Die S.S. Speke ist ein altes Schiffswrack vor der Küste von Philipp Island in Australien. Wenn man es so anschaut, scheint es, als würde es von einem anderen Planeten stammen. Als wir am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein das Wrack besuchten, wurde uns schnell klar, dass wir mehrere Lichtsituationen brauchen werden, um die Überreste des einst so schönen Schiffes gekonnt in Szene zu setzen.

Ebenfalls klar war, dass es ein langes Shooting geben würde, denn wir wollten unbedingt das Schiffswrack zusammen mit der Milchstraße in Szene setzen. Uns schwebte vor, mit Hilfe von Licht eine Szenerie zu erschaffen, welche wie gemacht scheint für das Wrack und die Anmutung einer anderen Welt zusätzlich unterstreicht.

Ein auf den ersten Blick sehr simples Bild aus der Region Cusco in Peru. Dieses Baumpaar steht unweit einer Inka-Ruine und ist alles andere als eine Touristen-Attraktion. Für uns aber, waren diese Bäume ein riesiges Highlight.

Als es gegen Sonnenuntergang zuging, senkte sich die Sonne hinter dem rechten Baum ab und illuminierte die Baumkronen. Ein Schauspiel aus Licht und Schatten. In den Hauptrollen die Sonne und zwei Bäume.

Weitere spannende Geschichten und Aufnahmen aus der ganzen Welt findet ihr auf www.journeyglimpse.com und bei Instagram.

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