Geschichte und Kultur

Kultur: Die Herkunft der Amerikaner 

Deutsche Einwanderer prägen einige Regionen der USA bis heute. Die Namen Berg, Schröder oder Schultze dominieren die Landkarte im Mittel­westen der Vereinigten Staaten.

Von National Geographic
Bilder Von Mina Liu/Oliver Uberti

Namenswelten: Wer mag, kann seinen eigenen Namen auf einer Website eingeben und schauen, wo auf der Welt dieser Name besonders häufig vorkommt (www.worldnames.publicprofiler.org).

Deutsche Einwanderer prägen einige Regionen der USA bis heute. Die Namen Berg und Schröder, Schultze, Schneider und Schmidt (aber auch Schmied und Schmitt) dominieren die Landkarte im Mittel­westen der Vereinigten Staaten. Das hier gezeigte Werk von Geographen aus London illustriert die Einwanderung aus Europa und Asien. Anhand der Telefonbücher erstellten die Wissenschaftler für jeden US-Bundesstaat eine Liste mit den häufigsten Familien­namen. Für 181 ermittelten sie dann das Ursprungsland.

Naturgemäß stammen viele aus Großbritannien: Von dort kam ein großer Teil der ersten europäischen Einwanderer. Und weil auf den britischen Inseln sehr viele Familien Williams heißen, gehört dieser Name zu den häufigsten in den USA. Aber warum heißt etwa jeder fünfte schwarze Amerikaner Smith? Weil Sklaven oft die Namen ihrer „Besitzer“ annahmen. Der Maßstab der Karte spielt ebenfalls eine Rolle bei der Verteilung der Namen, sagt James Cheshire, einer der beteiligten Geographen: «Würden wir New York auf die gleiche Weise abbilden, wäre die Namensvielfalt deutlich größer.» Weil New York das große Sammelbecken für Einwanderer aus aller Welt war.

(NG, Heft 02 / 2011, Seite(n) 28)

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