Weiße Giraffen und andere ungewöhnlich helle Tiere

Vom Eichhörnchen bis hin zur Languste sind Albinismus und Leuzismus im Tierreich weit verbreitet.

Von Christine Dell'Amore
Veröffentlicht am 9. Nov. 2017, 03:21 MEZ
Weiße Giraffe
Omo, ein einjähriges Massai-Giraffenkalb, lebt im Tarangire Nationalpark in Tansania.
Foto von Derek Lee, Caters News

Omo, ein seltenes weißes Kalb, das kürzlich im Tarangire Nationalpark in Tansania gesichtet wurde, ist ein ganz besonderes Schneeflöckchen.

Bei anderen Tierarten – von Adlern über Bären bis hin zu Langusten – kommen ungewöhnlich weiße Tiere häufiger vor. Dafür gibt es drei mögliche Ursachen: Albinismus, Leuzismus und Isabellinismus.

Echte Albinos können überhaupt keine Farbpigmente bilden. Daher auch ihre weiße Farbe und roten Augen: Die Blutgefäße des Auges, die normalerweise von der Farbe der Iris verdeckt werden, scheinen durch. Da Albinismus rezessiv vererbt wird, müssen beide Elternteile die Mutation an ihren Nachwuchs weitergeben. Die Eltern des Albinogorillas Snowflake (zu Deutsch Schneeflocke) haben Kopien eines Gens an ihn weitergegeben, das auch in anderen Albinotierarten wie Mäusen, Pferden und Hühnern gefunden wurde.

Dieses Albino-Buckelwalkalb wurde 2011 vor der Küste von Australiens Whitsunday Island entdeckt. Viele Albinos führen in der Wildnis aufgrund ihrer auffälligen Färbung einen harten Kampf ums Überleben.
Foto von Great Barrier Reef Marine Park Authority

Leuzistische Tiere sind überwiegend weiß, aber auch in der Lage, einige wenige Pigmente zu bilden. So verfügen viele von ihnen z. B. über farbige Augen. Kürzlich wurden im kolumbianischen Regenwald zwei weiße Klammeraffen gesichtet, die diese Mutation aufweisen.

Der dritte Zustand wird als Isabellinismus bezeichnet. Hierbei entzieht eine genetische Mutation die dunkle Farbe aus den pigmentierten Pinguinfedern. Tiere mit Isabellinismus unterscheiden sich von Albinos, da sie trotzdem in der Lage sind, Pigmente zu bilden.

Die Begriffe Leuzismus und Isabellinismus werden manchmal auch synonym verwendet, um die blass-bräunliche oder „blonde“ Farbgebung von Pinguinen, die diese Mutation in sich tragen, zu beschreiben.

Mehr Bilder von Albinos und anderen weißen Tieren gibt es in der Galerie.

loading

Nat Geo Entdecken

  • Tiere
  • Umwelt
  • Geschichte und Kultur
  • Wissenschaft
  • Reise und Abenteuer
  • Fotografie
  • Video

Über uns

Abonnement

  • Magazin-Abo
  • TV-Abo
  • Bücher
  • Newsletter
  • Disney+

Folgen Sie uns

Copyright © 1996-2015 National Geographic Society. Copyright © 2015-2024 National Geographic Partners, LLC. All rights reserved