Wissenschaft

Mit Stephen Hawking starb „ein großer Wissenschaftler und Kommunikator“

Zum Tod von Stephen Hawking: Drei Fragen an Prof. Reinhard F. Hüttl, Wissenschaftlicher Vorstand des Geoforschungszentrums (GFZ) in PotsdamMittwoch, 14. März 2018

Von Jens Voss
Prof. Reinhard F. Hüttl ist Wissenschaftlicher Vorstand des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ.

Herr Prof. Hüttl, welche Bedeutung haben Stephen Hawkings Forschungen für die moderne Wissenschaft – und ganz besonders für die gesamte Gesellschaft?

Stephen Hawking hat mit seinen Büchern und Auftritten zahlreiche Menschen erreicht und begeistert – darunter sehr viele, die von sich behaupteten, sonst wenig mit Physik und Kosmologie anfangen zu können. Er hat gezielt den Weg in die breite Öffentlichkeit gesucht und entscheidend zur Popularisierung der Wissenschaft beigetragen.

Wofür stand der Mensch Stephen Hawking?

Er stand für eine Wissenschaft, die bewusst die Grenzen der Disziplinen überwindet und unkonventionelle Perspektiven einnimmt. Wie wenig anderen ist es Stephen Hawking gelungen, zu zeigen, dass die Suche nach Erkenntnis, Neugier auf den Ursprung unserer selbst, unseres Planeten und unseres Universums tief in der Natur des Menschen verankert ist.

Was kann jeder Einzelne von einem solchen Genie lernen?

Stephen Hawking zeigte, wie Mut und Willenskraft selbst widrigste Umstände überwinden können. Es starb ein großer Wissenschaftler und ein großer Kommunikator.

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