Reise und Abenteuer

Reisetipps: Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark

Von Lisa Reggentin

Der Phong Nha-Kẻ Bàng Nationalpark beherbergt die größte Höhle der Welt.

Anreise
Der Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng liegt als Teil der Distrikte Bố Trạch und Minh Hoa in der Provinz Quảng Bình des nördlichen Zentral-Vietnams, etwa 500 Kilometer südlich der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi und 45 Kilometer nordwestlich von Dong Hoi. Das Land bildet eine schmale Brücke zwischen dem Südchinesischen Meer und Laos. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von rund 86.000 Hektar und liegt direkt an der Grenze zu Laos. Für Besucher ist der Nationalpark Phong Nha-Kẻ Bàng per Zug (Strecke Saigon-Hanoi), Bus (Nationale Straße 1A) oder Flugzeug (Flughafen Dong Hoi) zu erreichen. Der Park befindet sich auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad. Die Nord-Süd Bahn stoppt in Đồng Hới. Die Fluggesellschaft Vietnam Airlines bedient den internationalen Flughafen Noi-Bai in Hanoi.

Klima- und Reisezeit
Der südostasiatische Küstenstaat Vietnam erstreckt sich über fast 2.000 Kilometer und wird daher von verschiedenen Klimazonen geprägt. Der Norden ist subtropisch und der Süden tropisch. Das Klima im Hochland von Zentralvietnam ist wechselnd und wird durch den Südwest- und den Nordost-Monsun geprägt. Im Landesmittel liegen die Temperaturen in der Regel zwischen 20 und 35 Grad, die jahreszeitlichen und regionsspezifischen Unterschiede sind aber sehr groß. Bestes Strandwetter mit sonnigen und trockenen Tagen gibt es an den Küstenorten von Mai bis Oktober. Im zentralen Hochland ist es deutlich kühler, so dass die Sommer auch dort angenehm und nicht zu warm sind. Um nicht während der Regenzeit zu reisen, planen viele Touristen ihren Vietnam-Aufenthalt in der Trockenzeit von Dezember bis April.

Impfung
Ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A und B ist zu empfehlen. Besonders Risikogruppen sollten sich zusätzlich gegen Typhus und Tollwut impfen lassen.

Aktivitäten im Park

Die Schauhöhle Hang Phong Nha kann von Touristen besichtigt werden.

Naturerlebnis
In dem weitgehend von tropischem Wald bedeckten Karstgebiet gibt es ausgedehnte Höhlen-Systeme mit Hunderten von einzelnen Grotten, lange unterirdische Flussläufe, Wasserfälle und viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Seinen Namen erhielt der Park von der 18 Kilometer langen Phong-Nha-Höhle, die an ihrer höchsten Stelle eine Deckenhöhe von 83 Metern aufweist. Mit mehr als 381 beschriebenen Wirbeltier-, darunter 59 Amphibienarten, beherbergt Phong Nha-Kẻ Bàng eine große Artenvielfalt. Der Park gilt als ein Zentrum biologischer Vielfalt in Indochina - hier gibt es mehr als 1320 beschriebene Pflanzenarten. Allein 112 Säugetierarten leben im Park, darunter mindestens neun Affenarten wie Makaken, Languren und Gibbons.

Höhlen
Die größte Höhle der Welt, die Hang Son Doong , ist nicht öffentlich zugänglich. Es gibt aber eine Schauhöhle namens Hang Phong Nha, die beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist. Die Schauhöhle liegt 55 Kilometer nordwestlich von Dong Hoi und kann von einem Boot aus besichtigt werden.

Von dem Cultural and Ecological Tourist Centre werden verschiedene Tagestourentouren angeboten, die ein bis sechs Stunden dauern, sowie Führungen durch den Park, die bis zu zwei Tage dauern können. Die Besucher können sich entscheiden zwischen der Höhlen-Tour, einer ökologischen und kulturellen Führung, der Erkundung eines Wanderweges oder mehrtägigen Touren durch den gesamten Park. Das Touristen-Center ist in den Sommermonaten täglich von 6.30 Uhr bis 16.30 Uhr geöffnet, im Winter von 7 Uhr bis 16 Uhr. Die Touren können vorab im Internet gebucht werden.