Wissenschaft

Der Nachthimmel im April 2018

In diesem Monat können sich Himmelsbeobachter an diversen Planeten, einem Sternhaufen und dem Höhepunkt der Lyriden erfreuen.Dienstag, 3. April 2018

Von Andrew Fazekas
In dieser nicht maßstabsgetreuen Collage stehen der Mars und der Saturn nebeneinander.

Während hier auf Erden der Wechsel der Jahreszeiten vonstattengeht, hält der Himmel für uns diverse Mondbegegnungen und einen Meteorstrom bereit.

Mond und Jupiter – 3. April

Am dritten April zieht der abnehmende Mond am Jupiter vorbei.

Der größte Planet unseres Sonnensystems wird Anfang April kurz vor Mitternacht am südlichen Nachthimmel aufgehen. Am 3. April wird ihm der noch fast volle Mond etwas Gesellschaft leisten – dann zieht der helle Erdtrabant an dem strahlenden Planeten im Sternbild Waage vorbei.

Mond und Saturn – 7. April

Wer am 7. April in den frühen Morgenstunden einen Blick gen Süden wirft, wird sehen, wie der abnehmende Mond am Saturn vorbeizieht.

Höhepunkt der Lyriden – 22. und 23. April

Der jährliche Meteorstrom wird seinen Höhepunkt in den Nächten auf den 22. und 23. April erreichen. Der Viertelmond geht dabei erst in den Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr auf – vorher herrschen also ideale Sichtbedingungen, sofern keine Wolken den Blick versperren. In dunklen Gegenden ohne städtische Lichtverschmutzung können Beobachter mit 15 bis 20 Sternschnuppen pro Stunde rechnen. Dabei scheinen die Sternschnuppen dem namensgebenden Sternbild Leier (lat. lyra) zu entspringen.

Die Lyriden halten zudem gelegentlich Überraschungen bereit. 1982 warteten sie beispielsweise mit bis zu 250 Meteoren in einer einzigen Stunde auf. Der Meteorstrom von 1922 über Europa ist schon fast legendär: Dort verzeichnete man Rekordzahlen von bis zu 500 Sternschnuppen pro Stunde. Ein solcher Ausbruch ist in diesem Jahr zwar unwahrscheinlich, aber es gibt nur eine Möglichkeit, um ganz sicher zu gehen: hinausgehen und selbst nachsehen.

Mond trifft Regulus – 24. April

Der zunehmende Mond trifft sich am 24. April mit dem hellsten Stern im Sternbild Löwe.

Das Sternbild Löwe ist bei Himmelsbeobachtern in der nördlichen Hemisphäre ein beliebter Anhaltspunkt im Frühling, da das gespiegelte Fragezeichen des Löwenkopfs leicht zu finden ist. In der Nacht des 24. April wandert der zunehmende Mond kurz vor Mitternacht am hellsten Stern des Löwen vorbei. Der leicht bläuliche Regulus bildet die Pfote oder das Herz des himmlischen Löwen.

Venus und die Plejaden – 24. April

Der Sternhaufen der Plejaden hat am 24. April eine Begegnung mit der Venus.

Am 24. April zieht die Venus an dem berühmten Sternhaufen der Plejaden vorbei. Als kleine Orientierung kann man nach dem Gürtel des Orion Ausschau halten. Verlängert man seine Linie gedanklich nach Osten, wird man knapp darüber die Plejaden im Sternbild Stier entdecken können. Der Sternhaufen besteht aus sieben Sternen in etwa 300 Lichtjahren Entfernung und ist nachts sogar von hell erleuchteten Städten aus sichtbar.

Mond trifft Spica – 28. April

Der Mond beendet den Monat in der Nähe des hellen Sterns Spica.

Am 30. April wird es wieder einen Vollmond geben, doch zuvor stattet der zunehmende Mond dem Stern Spica im Sternbild Jungfrau noch einen Besuch ab. Zwei Nächte später beendet der Erdtrabant seine Reise dann dort, wo er sie Anfang des Monats begann, und zieht am Sternbild Waage und dem Jupiter vorbei.

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