10 virtuelle Erlebnistouren: Auf dem Sofa durchs Museum

Wer spannende Orte auf der ganzen Welt besuchen will, muss nicht unbedingt reisen: Online gibt es heute eine Vielzahl an virtuellen Touren durch Museen und Nationalparks – kostenlos und ohne Schlangestehen.

Friday, May 29, 2020,
Von Stephanie Glasa

360°-Begegnung mit einem Giganten der Erdgeschichte

In einem 360°-Video erfahren virtuelle Museumsbesucher mehr über das Leben des Urzeitgiganten und seine Umwelt im Jura.

Bild Google Arts & Culture

Anfang des 20. Jahrhunderts ließ das Berliner Museum für Naturkunde eine Expedition nach Tendaguru im heutigen Tansania unternehmen. Die riesige Menge an prähistorischen Funden, die daraus hervorgingen, wurde bis heute nicht vollständig untersucht. Zu den eindrucksvollsten Tendaguru-Fossilien gehört jedoch zweifelsfrei der Giraffatitan: Das über 13 Meter hohe Skelett ist das größte der Welt und begrüßt die Besucher des Berliner Naturkundemuseums. Dank Google Arts & Culture kann jeder dem Giganten auf seinem eigenen Bildschirm begegnen und mehr über dessen Leben vor etwa 150 Millionen Jahren im Jura erfahren.

Hier geht’s zum Giraffatitan.

Galerie: Faszinierende Fossilien: Zeitreise mit Dinosauriern in 23 Bildern

Vintage-Weltraumgeschichte im Kosmonautenmuseum

Die Statue „Der Kosmonaut“ im Kosmonautenmuseum in Moskau.

Bild Google Arts & Culture

Ungewohnte Einblicke erwarten Besucher des Kosmonautenmuseums in Moskau. Neben Raumanzügen, Teilen der Sojus-Raumkapseln und anderen Exponaten, die man in einem solchen Museum erwarten würde, können Besucher über Google Arts & Culture auch andere Seiten der russischen Raumfahrt entdecken. Insbesondere die ausgestellten Kunstwerke – von Bildern und Gemälden aus den Händen von Künstlern und Kosmonauten bis zur imposanten Figur des „Kosmonauten“ vor einem Buntglasmosaik – wirken teils expressionistisch bis geradezu psychedelisch. Auch mit dabei: Die präparierten Hunde Belka und Strelka, die 1960 mit Sputnik 5 ins Weltall flogen und wohlbehalten zurückkehrten.

Hier geht’s zum Kosmonautenmuseum.

Besuch im größten Aquarium Europas

Bei einem virtuellen Rundgang durch L’Oceanogràfic entdecken Besucher eine Vielzahl an Meeressäugern, Schildkröten, Vögeln und Fischen und mehr.

Bild L’Oceanografic

Ein sonniger virtueller Spaziergang durch das 110.000 Quadratmeter große Gelände des L’Oceanogràfic in Valencia verspricht Begegnungen mit Riesenschildkröten, Delfinen, Haien und anderen Bewohnern der Meere und Strände unserer Erde. Der 2003 eröffnete Komplex ist vergleichsweise jung und entsprechend modern. Die unterschiedlichen Bereiche widmen sich den eindrucksvollsten Meeresökosystemen der Welt: Eine 26 Meter hohe Sphäre simuliert Mangroven- und Sumpfgebiete, im Iglu-Dom befindet sich eine Mini-Arktis und Bereiche wie der Mittelmeerraum und die Tropen sind unter anderem ebenfalls vertreten.

Hier geht’s zum L’Oceanogràfic.

Von Byzanz bis Neobarock: Das Bode-Museum Berlin

Die Besucher des Bode-Museums werden in der eindrucksvollen Eingangshalle vom Reiterstandbild des Großen Kurfürsten begrüßt.

Bild Bode-Museum

Der virtuelle Rundgang durch das Bode-Museum auf der Berliner Museumsinsel fällt sofort durch die besonders hohe Auflösung auf: Feinste Details der mitunter Jahrtausende alten Kunstwerke sowie die informative Beschilderung sind problemlos erkennbar. Neben einer umfangreichen Skulpturensammlung hält das prunkvolle Gebäude Schätze und Alltagsgegenstände der byzantinischen Kultur bereit. Beim Schlendern durch die Themenräume vom Alten Ägypten bis zum Alpenraum kommen Liebhaber von Kunst und Geschichte voll auf ihre Kosten. 

Hier geht’s zum Bode-Museum.

Maya-Metropole hautnah: Spaziergang in Tikal

In der Hochphase Tikals lebten im Umkreis der Maya-Metropole womöglich bis zu 200.000 Menschen.

Bild Shutterstock

Zwei knapp 50 Meter hohe Stufentempel begrüßen virtuelle Besucher auf dem Großen Platz von Tikal – ein Machtzentrum des Maya-Reichs, dessen Geschichte bis ins frühe 1. Jahrtausend v. Chr. zurückreicht. Im Google-Street-View-Modus lässt sich das Zentrum der einstigen Metropole im Dschungel von Guatemala entdecken. Auf dem Höhepunkt seiner Macht zählte Tikal Schätzungen zufolge bis zu 200.000 Einwohner, auf deren Spuren man inmitten der steinernen Überreste dieser Hochkultur wandern kann.

Hier geht’s nach Tikal.

Einblicke in alte Opferhöhle der Maya
Die Ruinenstädte der Maya erstrecken sich über ein riesiges Gebiet. Aber eine bestimmte Höhle hat ihre ganz eigene Anziehungskraft …

VIP-Tour durch die Vatikanischen Museen

Für gewöhnlich kann man in den Museen und Kapellen des Vatikan vor lauter Touristen kaum den Boden sehen. Virtuell hat man die Kunstwerke hingegen ganz für sich allein.

Bild Musei Vaticani

Vermutlich wird einer der großen Vorteile virtueller Rundgänge nirgendwo deutlicher als in den Vatikanischen Museen: Mit mehreren Millionen Besuchern pro Jahr sind die Sehenswürdigkeiten der Vatikanstadt praktisch jeden Tag im Jahr gut besucht. Menschenmassen strömen in Tippelschritten durch die gewaltigen Hallen der Kapellen und Museen. Stehen bleiben, um in Ruhe die weltberühmte Architektur und Kunst auf sich wirken zu lassen? Fehlanzeige. Virtuelle Besucher kommen hingegen in den Genuss, durch menschenleere Gänge zu schlendern und die Vatikanischen Museen in aller Ruhe betrachten zu können.

Hier geht’s zu den Vatikanischen Museen.

Weltkunst zum Anfassen im VR-Museum of Fine Art

Mit einem VR-Headset bietet das kostenlose Steam-Spiel „The VR Museum of Fine Art“ einen immersiven Museumsbesuch mit einigen der berühmtesten Exponate der Welt in 1:1.

Bild Finn Sinclair; Steam

Besitzer eines VR-Headsets kommen über die Online Game Plattform Steam in den besonderen Genuss eines eigens angelegten VR-Museums im eigentlichen Sinne: Die Spieler können eine Sammlung einiger der berühmtesten Kunstwerke der Welt entdecken. Das Besondere: Anders als in echten Museen gibt es keine Absperrungen und Berührverbote. Museumsbesucher können daher nach Lust und Laune so nah an die Mona Lisa heran, dass sie selbst kleinste Risse in den Lack- und Farbschichten erkennen, oder Michelangelos David umarmen. Holografische Plaketten liefern Informationen für alle, die dabei auch noch etwas lernen wollen.

Hier geht’s zum VR-Museum of Fine Art.

Deutsche Geschichte interaktiv: Lebendiges Museum

Eine alte Kaffeedose der VEB Kaffee- und Nährmittelwerke Halle/Saale. Das LeMO bietet eine ganze Reihe von 360°-Objekten aus dem deutschen Alltag der letzten 100 Jahre.

Bild Lebendiges Museum Online

Eines der Urgesteine der deutschen Museumswebsites ging bereits 1999 online, ist mit einer Vielzahl an interaktiven Angeboten aber immer wieder auf den neuesten Stand gebracht worden: Das Lebendige Museum Online informiert über die jüngere deutsche Geschichte vom 19. Jahrhundert bis heute. Von einem reich bebilderten Zeitstrahl über 360°-Modelle alter Intershop-Kaffeedosen bis zu einem informativen Quiz zum Thema „Wie frei bin ich eigentlich?“ bietet das LeMO vielseitiges Material für alle Interessierten an der deutschen Geschichte.

Hier geht’s zum Lebendigen Museum Online.

Geführte Tour durch Hawaiis Vulkanlandschaft

Erkundet unter der Führung einer Parkrangerin die ausgedehnten Lavafelder rund um den hawaiianischen Vulkan Kīlauea.

Bild Google Arts & Culture

Die Parkrangerin Andrea Kaawaloa-Okita wuchs praktisch im Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark auf und nimmt virtuelle Besucher mit auf eine spektakuläre Tour durch die einmalige aktive Vulkanlandschaft Hawaiis. Es geht durch erkaltete Lavagrotten über die stetig wachsenden Küstenklippen bis zu aktiven Vulkankratern. Dabei erzählt Kaawaloa-Oktia auf Englisch (mit optionalen Untertiteln) von den geologischen Dynamiken der Parklandschaft und den alten Mythen Hawaiis, die sich um das flüssige Feuer aus dem Inneren der Erde drehen.

Hier geht’s zum Hawaiʻi-Volcanoes-Nationalpark.

Wissen kompakt: Vulkane
Weltweit gibt es ungefähr 1.500 aktive Vulkane. Wie unterscheiden sie sich, wie kommt es zu Ausbrüchen und wo fand der fatalste Vulkanausbruch der jüngeren Menschheitsgeschichte statt?

Zeitreise im größten Naturkundemuseum der Welt

Mit mehr als 145 Millionen Exponaten verfügt das National Museum of Natural History über die umfangreichste naturkundliche Sammlung der Welt.

Bild Google Arts & Culture

Das National Museum of Natural History der Smithsonian Institution ist nicht ohne Grund das meistbesuchte Naturkundemuseum der Welt. Hier können Besucher die umfangreichste naturkundliche Sammlung der Welt betrachten, darunter eine Vielzahl hochwertiger Taxidermie-Exemplare und Fossilien gewaltiger Urzeittiere. Neben tiefen Einblicken in die Evolutionsgeschichte widmen sich die Museumshallen außerdem diversen menschlichen Kulturen und erklären anhand anschaulicher Exponate beispielsweise den Einbalsamierungsprozess der alten Ägypter.

Hier geht’s zum National Museum of Natural History.

 

Kunst & Kultur

Malen mit Mikroben: Die Kunst lebt!

Agarplatten revolutionierten die Mikrobenzucht im Labor. Nun dienen sie als Leinwand für eine wachsende Kunstrichtung.

Form und Farbe: 25 abstrakte Kunstwerke der Natur

Von der „Wirbelsäule des Drachen“ bis zu einem Regenbogen aus Tulpen zeugen diese Bilder von der Schönheit der Natur.
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