Von Koloss bis Leuchtturm: Die 7 Weltwunder der Antike

Epische Bauten und Statuen, die ihre Betrachter zum Staunen bringen: Diese antiken Sehenswürdigkeiten waren schon vor Jahrhunderten legendär.

Von Katarina Fischer
Veröffentlicht am 4. Sept. 2023, 08:49 MESZ
Zwei Kamelreiter ziehen vor den Pyramiden her.

Die Pyramiden von Gizeh: Das einzige der sieben Weltwunder der Antike, das bis heute existiert.

Foto von zevana / adobe Stock

Einmal im Leben den Eiffelturm, die Chinesische Mauer oder den Taj Mahal mit eigenen Augen betrachten – für viele gehört das Besichtigen einmaliger Sehenswürdigkeiten zum Reisen nicht nur dazu, sondern ist der vorrangige Grund dafür. Das ist kein Phänomen der modernen Zeit: Schon in der Antike zogen außergewöhnliche Bauten Besucher an. Doch welche Monumente lohnten den Weg?

Wer hat die sieben Weltwunder bestimmt?

Bei dieser Entscheidung half ein Epigramm – ein kurzes Gedicht – des griechischen Schriftstellers Antipatros von Sidon, der vom ausgehenden 2. Jahrhundert bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. lebte. In seinem knappen Reiseführer für den Mittelmeerraum und Vorderasien beschrieb er „die sieben Sehenswürdigkeiten der bewohnten Erde“. Mit seiner Aufzählung schuf er die erste überlieferte, vollständige Liste der epochalen Bauwerke und Standbilder, die heute als die sieben Weltwunder der Antike bekannt und in dieser Galerie zu bestaunen sind.

Galerie: Die sieben Weltwunder der Antike

Dass die Wahl auf die Zahl sieben fiel, war kein Zufall: In der Antike galt diese als „vollkommen“. Ebenso vollkommen müssen ihrer Zeit die prächtigen Bauten gewesen sein, die den Sprung auf die Liste geschafft haben. Doch schon früh machte ihr Verschwinden Überarbeitungen nötig. Antipatros selbst führte eine Anpassung durch, weil die ursprünglich gelistete Stadtmauer von Babylon unterdessen verfallen war. Der Leuchtturm von Alexandria nahm ihren Platz ein.

Spätere Änderungen hingen stark davon ab, aus welcher Region die Verfasser der Liste stammten. Römische Schriftsteller fügten der Weltwunder-Liste das Kapitol in Rom hinzu, auch die Hagia Sophia im damaligen Konstantinopel – heute Istanbul in der Türkei – und der Hadrianustempel im früheren griechischen Kyzikos wurden zeitweilig zu den Weltwundern gezählt. Die im Original kurze Liste wuchs bis ins 13. Jahrhundert zu einem ganzen Katalog an, der mindestens 30 Positionen umfasste.

Moderne Umsetzung einer alten Idee

Die Idee, die eindrucksvollsten Monumente der Welt auf einer Liste zusammenzutragen, nahm in den Neunzigerjahren die American Society of Civil Engineers wieder auf. Sie erstellte ein Ranking der „Sieben Wunder der modernen Welt“, in dem unter anderem das Empire State Building, die Golden Gate Bridge und der Eurotunnel aufgeführt sind.

Im Jahr 2007 wurde unter der Schirmherrschaft der Stiftung NewOpenWorld Foundation über eine Liste der „neuen sieben Weltwunder abgestimmt“. Die Wahl fiel unter anderem auf das Kolosseum in Rom, die Felsenstadt Petra in Jordanien und die peruanische Ruinenstadt Machu Picchu.

All diese einzigartigen Sehenswürdigkeiten kann man heute noch besuchen, betrachten und – wie es ihrem Status angemessen ist – bewundern. Die ursprünglichen sieben Weltwunder sind jedoch, mit Ausnahme der Pyramiden von Gizeh, im Laufe der Jahrhunderte vom Erdboden verschwunden.

Noch mehr Meisterwerke der Architektur zeigt National Geographic im Rahmen der neuen Serie Unglaubliche Bauten mit Daniel Asheville ab dem 6. September jeden Mittwoch um 20.15 Uhr. National Geographic und National Geographic WILD empfangt ihr über unseren Partner Vodafone im GigaTV Paket.  

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