Wissenschaft

Raumsonde „Maven“ - Spürnase im Anflug

Die Raumsonde „Maven“ wird nach einem zehnmonatigen Flug in diesem September planmäßig den Mars erreichen. Unser Nachbarplanet hat im Sonnensystem die meisten Gemeinsamkeiten mit der Erde.

Von National Geographic
Raumsonde „Maven“ - Spürnase im Anflug

Die Raumsonde „Maven“ wird nach einem zehnmonatigen Flug in diesem September planmäßig den Mars erreichen. Unser Nachbarplanet hat im Sonnensystem die meisten Gemeinsamkeiten mit der Erde. Viele Raumforscher und interessierte Beobachter hoffen, dort Spuren von Leben zu finden. Die Aufgabe der Raumsonde ist es, die Atmosphäre des Roten Planeten zu analysieren. Umgerechnet knapp 500 Millionen Euro gibt die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa dafür aus.

„Maven“ wird nicht landen, sondern den Mars in einer Höhe von 170 Kilometern umkreisen und Daten in der oberen Atmosphäre sammeln. Die Wissenschaftler wollen wissen, wie rasch der Sonnenwind die noch vorhandenen Reste von Wasserdampf und Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre fortbläst.

Aktuelle Aufnahmen vom Mars belegen, dass es auf seiner Oberfläche vor einigen Milliarden Jahren Seen und Flüsse gab. Damals muss es auf dem Planeten feuchter und wärmer gewesen sein. Heute ist die Atmosphäre nur noch sehr dünn, sie enthält gerade mal ein Hundertstel der Gasmenge wie die Erde auf Meereshöhe. Hauptbestandteil der Mars­Luft ist das Treibhausgas CO2. Wenn man weiß, wie schnell die restlichen CO2 ­Spuren verdunsten, kann man zurückrechnen, wie hoch die Konzentration einst war und daraus ableiten, wie lange es offenes Wasser auf dem Mars gegeben haben könnte.

(NG, Heft 09 / 2014, Seite(n) 28)

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