Die besten Mikrofotografien 2019 offenbaren eine versteckte Welt

Die Gewinner des 45. Nikon Small World-Wettbewerbs zeigen mit ihren Mikrofotografien, dass Kunst und Wissenschaft kein Widerspruch sind.Mittwoch, 23. Oktober 2019

Die Vergrößerung der für uns ansonsten unsichtbaren Welt der Mikroorganismen hat nicht nur die Wissenschaft enorm vorangebracht, sondern auch die Öffentlichkeit fasziniert, seit der niederländische Tuchhändler Antoni van Leeuwenhoek im 17. Jahrhundert erstmals Bakterien durch ein selbstgebautes Mikroskop beobachtete. Durch seine Linsen, die von außergewöhnlicher Qualität waren, beobachtete und beschrieb Leeuwenhoek die Form von Algen, Blutkörperchen, Muskelfasern und anderen mikroskopisch kleinen Bestandteilen der Welt.

Die Leistungsfähigkeit der modernen Instrumente übersteigt die von Leeuwenhoeks Werkzeugen bei Weitem. Heutigen Mikroskoptechnikern stehen die neusten Entwicklungen in Bereichen wie Bildverarbeitung und Fluoreszenzmarkierung zur Verfügung. Sie können winzige Objekte und Lebewesen in eindrucksvollem Detailgrad ablichten und uns neue Welten offenbaren. Aber mehr als 300 Jahre nach Leeuwenhoeks Entdeckungen hat sich an einer Sache gar nichts geändert: Selbst in den kleinsten Ebenen der Welt gibt es unermessliche Schönheit.

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Darum ruft Nikon Instruments seit 1974 zum Fotowettbewerb Nikon Small World auf. 2019 fand er bereits zum 45. Mal statt. Wissenschaftler aus über 100 Ländern sandten mehr als 2.000 Mikrofotografien ein, aus denen schließlich 20 Gewinner ausgewählt wurden.

„Die Mikroskopie erlaubt es uns, selbst die kleinsten Organismen und Bausteine zu vergrößern, aus denen unsere Welt besteht. Das vermittelt uns eine tiefgreifende Wertschätzung für die kleinen Dinge im Leben, die allzu oft unbemerkt bleiben“, sagte Teresa Kugler, eine der diesjährigen Gewinnerinnen, in einem Statement.

Der Artikel wurde ursprünglich in englischer Sprache auf NationalGeographic.com veröffentlicht.

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