Größenvergleich: Prähistorische Tiere und ihre modernen Verwandten

Säbelzahntiger, Megalodon und Mammut – diese ausgestorbenen Urzeittiere sind uns bis heute ein Begriff. Roman Uchytel bringt mit seiner digitalen Kunst diese und weniger bekannte, lange ausgestorbene Arten zurück in unser Gedächtnis.

Von Marina Weishaupt
Veröffentlicht am 5. Mai 2022, 09:27 MESZ
Megalodon schwimmt neben einem Weißen Hai im Meer.

Der Megalodon (altgriechisch für „großer Zahn“) lebte vor etwa 15,9 bis 2,6 Millionen Jahren. Die größte Haiart, die jemals existierte, erreichte eine Länge von rund 20 Metern. Damit war er dreimal so lang wie der moderne Weiße Hai.

Foto von Roman Uchytel

Die Evolution: Über viele Jahrmillionen hinweg veränderte sie durch Faktoren wie Mutation, Rekombination, Gendrift und Selektion das Aussehen von Lebewesen. Dabei unterscheiden sich einige moderne Tierarten scheinbar nur wenig von ihren urzeitlichen Vorfahren. Bei anderen Verwandten wiederum hat durchaus eine erstaunliche Entwicklung stattgefunden. Dabei unterscheiden sich alte und neue Arten nicht nur durch abhandengekommene Merkmale wie große Säbelzähne, sondern meist auch durch offensichtliche und teils überraschende Unterschiede in der Körpergröße. 

Mehrere große Ereignisse des Massensterbens und drastische Umwelteinflüsse sorgten in der Geschichte der Erde für einen massiven Rückgang der Artenvielfalt. So kommt es, dass wir heute oft nur noch die modernen und entfernten Nachfahren vieler Arten kennen. Roman Uchytel möchte das mit seinem Projekt Prehistoric Fauna ändern. Der Paläokünstler stammt aus Charkiw, im Osten der Ukraine, musste die Stadt jedoch kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs verlassen, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. 

Eine Auswahl seiner umfassenden Serie, in der er die erstaunlichen Größenunterschiede zwischen prähistorischen Tierarten und deren modernen artverwandten Nachfahren zeigt, stellen wir hier vor.

Roman Uchytel

Bereits seit 18 Jahren studiert Uchytel die Fauna der Erdneuzeit. „In den frühen Zweitausenderjahren gab es nur sehr wenige fotorealistische Rekonstruktionen der Tiere, die nach den Dinosauriern lebten“, sagt er. Er habe sich gefragt, wie diese wohl ausgesehen haben könnten. Mittlerweile sei es ihm – dank seines umfassenden Wissens über Tieranatomie – ein Leichtes, Skelettfunden mithilfe von moderner digitaler Technik wieder Leben einzuhauchen. 

Seine künstlerischen Nachbildungen zeigen ausschließlich prähistorische Tiere, die vor Millionen von Jahren die Erde bewohnten. Viele davon stellen die Wissenschaft heute noch vor Rätsel. Vor allem Museen fragen ihn und seine fotorealistischen Werke an, nicht selten arbeitet er auch mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen für deren Publikationen zusammen.

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