Der optimierte Mensch

Thursday, June 21, 2018

Von Jens Schröder
Bilder Von Robert Clark
Von der Forschung profitieren auch paralympische Athleten. Der Amerikaner Jarryd Wallace war schon Sprinter, bevor er infolge einer Muskelerkrankung sein rechtes Bein verlor. Nun trainiert er mit einer Hightech-Prothese. Biomechaniker am Locomotor Performance Laboratory in Dallas analysieren seine Bewegungen, damit er noch schneller laufen kann.

Zweimal geht es in diesem Heft um den Körper. Die Titelgeschichte lässt uns staunen über seine Möglichkeiten. Sie erzählt davon, wie Wissenschaftler die Leistungsgrenzen des Menschen immer weiter verschieben. Und wie viel Kreativität dahintersteckt, einen Sprinter noch ein paar Hundertstel schneller zu machen. Oder einen Wurf mit vier Drehungen im Paarlauf zu schaffen. Deutsche Institute zählen bei dieser hohen Kunst zu den Vorreitern, wie Sie ab Seite 40 lesen können.

Die zweite Reportage mit Bezug zum Körper handelt ebenfalls von großen Möglichkeiten – die aber oft auf tragische Weise ungenutzt bleiben. Vor über hundert Jahren haben Forscher wie Robert Koch und Louis Pasteur ein neues Verständnis von Krankheitserregern begründet. Daraus entstand die Chance, schreckliche Leiden wie Kinderlähmung oder Pocken durch eine wirkmächtige Technik zu besiegen: die Impfung. Wir Europäer haben von diesem Fortschritt enorm profitiert. Doch Menschen in ärmeren Ländern bleiben seine Segnungen viel zu oft versagt. Unsere Reportage spielt in Afrika und Asien, wo Stiftungen die ökonomischen Mechanismen hinter dieser Ungerechtigkeit brechen wollen. Aber sie zeigt auch, wie eine hierzulande teils hysterisch geführte „Impfdebatte“ den Blick verstellt auf eine segensreiche Erfindung.

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