Wissenschaft

Der optimierte Mensch

Donnerstag, 21 Juni

Von Jens Schröder
Bilder Von Robert Clark

Zweimal geht es in diesem Heft um den Körper. Die Titelgeschichte lässt uns staunen über seine Möglichkeiten. Sie erzählt davon, wie Wissenschaftler die Leistungsgrenzen des Menschen immer weiter verschieben. Und wie viel Kreativität dahintersteckt, einen Sprinter noch ein paar Hundertstel schneller zu machen. Oder einen Wurf mit vier Drehungen im Paarlauf zu schaffen. Deutsche Institute zählen bei dieser hohen Kunst zu den Vorreitern, wie Sie ab Seite 40 lesen können.

Die zweite Reportage mit Bezug zum Körper handelt ebenfalls von großen Möglichkeiten – die aber oft auf tragische Weise ungenutzt bleiben. Vor über hundert Jahren haben Forscher wie Robert Koch und Louis Pasteur ein neues Verständnis von Krankheitserregern begründet. Daraus entstand die Chance, schreckliche Leiden wie Kinderlähmung oder Pocken durch eine wirkmächtige Technik zu besiegen: die Impfung. Wir Europäer haben von diesem Fortschritt enorm profitiert. Doch Menschen in ärmeren Ländern bleiben seine Segnungen viel zu oft versagt. Unsere Reportage spielt in Afrika und Asien, wo Stiftungen die ökonomischen Mechanismen hinter dieser Ungerechtigkeit brechen wollen. Aber sie zeigt auch, wie eine hierzulande teils hysterisch geführte „Impfdebatte“ den Blick verstellt auf eine segensreiche Erfindung.

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