Tiere

Diese Tiere produzieren in einem Schwung den meisten Nachwuchs

Laichende Fische legen eine ganze Menge Eier – aber eine Art überbietet sie alle Donnerstag, 9 November

Von Liz Langley

Mit 2.000 zu gebärenden Babys scheinen es Seepferdchen nützlich zu finden, die Geburt im Stil einer lebenden Konfettikanone durchzuführen.

Es sind die männlichen Seepferdchen, welche die Jungen gebären. Die Weibchen legt ihre Eier in die Bruttasche des Männchens – je nach Art an die 150 oder 2.000 Stück.

Daher fragten wir uns bei der Verrückten Tierfrage der Woche: „Was für Tiere gibt es, die mit einem Mal riesige Scharen von Nachkommen gebären?“

MONDFISCHMASSEN

Mondfische sehen mitunter wie Tierkekse aus, von denen jemand die Hälfte abgebissen hat. Mit bis zu 2,5 Tonnen Gewicht ist dieses Tier, das in gemäßigten und tropischen Gewässern zu Hause ist, der schwerste Knochenfisch der Welt.

Auch bei der Eiablage ist es ein Schwergewicht und gibt während einer einzigen Laichsaison 300 Millionen Eier ins Wasser ab. 

Wie zählt man 300 Millionen Eier, die frei im Ozean umhertreiben?

Gar nicht.

Meeresbiologen haben wahrscheinlich „eine kleine Menge an Eiern gezählt“, die von einem Weibchen stammte, das kurz vorm Ablaichen war, sagt Kathleen Cole, eine Meeresbiologin an der Universität von Hawaii in Mānoa.

Die Wissenschaftler wiegen dann eine bestimmte Anzahl von Eiern und wiederholen den Vorgang im Anschluss, um einen präzisen Durchschnittswert zu erhalten. Danach wiegen sie dann alle Eier für eine Schätzung ihrer Gesamtzahl, erklärt Cole.

Selina Heppell, die Leiterin des Department of Fisheries and Wildlife an der Oregon State University, sagt, dass andere Fische mit bekanntermaßen großer Eianzahl zum Beispiel der Stör (bis zu 2,5 Millionen Eier beim Atlantischen Stör) und große Thunfische (Blauflossen-Thunfische können bis zu 10 Millionen Eier pro Jahr produzieren) sind.

„Die größten Fische mit den meisten Eiern sind tendenziell älter, da erfahrene Weibchen eine hohe Fruchtbarkeitsrate haben“, erklärt Heppell.

Wenn die Weibchen wachsen, können ihre größeren Eierstöcke auch mehr Eier beherbergen, „wenn also der Fisch seine Länge verdoppelt“, kann die Anzahl der Eier „mit 30 oder 60 multipliziert werden“, sagt Coleman. Unter Fischern gilt als vereinbart, dass man keine großen Weibchen entnimmt, „weil bei einigen Arten die größten Weibchen dem Wert von 30 oder sogar 60 kleinen Weibchen entsprechen.“

Außerdem schlüpfen diese Eier oft auch mit größerer Wahrscheinlichkeit, so Heppell.

Viele Eier der laichenden Fische schaffen es nicht.

Die winzigen Eier des Mondfischs „haben eine sehr, sehr geringe Überlebenschance“, erklärt Heppell. „Jede Art mit sehr vielen Eiern kann überfischt werden oder durch den Klimawandel zurückgehen.“

In stabilen Populationen, sagt Heppell, kann sich jedes ausgewachsene Tier selbst ersetzen, aus 300 Millionen Eiern sollten also zwei ausgewachsene Mondfische hervorgehen. Trotzdem wird der Mondfisch von der Weltnaturschutzunion IUCN nach wie vor als gefährdet gelistet, teils durch versehentliche Fänge von Fischereien, die auf andere Arten Jagd machen.

BABY, BABY

Hasen erzeugen ihr Leben lang außerordentlich viel Nachwuchs und ihre durchschnittliche Wurfgröße liegt bei 14 Jungen. Laut der IUCN hat der Große Tenrek auf Madagaskar Würfe von bis zu 32 Jungen, während es der Nacktmull auf bis zu 28 bringt.

Auch Insekten sind nicht gerade Nieten, wenn es um Fortpflanzung geht, und die afrikanischen Treiberameisen (Dorylus) können alle 25 Tage drei bis vier Millionen Eier produzieren und gelten in der Hinsicht als spendabelste Art.

Zu guter Letzt legt das nordamerikanische Rebhuhn eines der größten Gelege im Vogelreich – bis zu 22 Eier, wobei der Durchschnitt bei 16 bis 18 liegt.

Wenn ihr also einen eigenen Bus habt, passt dort eine ganze Rebhuhnfamilie rein.

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