Tiere

Riesenspinne frisst Grille auf der Hand eines Mannes

Nahaufnahmen aus Australien zeigen, wie die riesige Spinne ihre Beute lähmt und verzehrt. Donnerstag, 9 November

Von Sarah Gibbens

Ein Mann in Australien scheint den Schlüssel zu Freundschaften mit achtbeinigen Tieren gefunden zu haben – Grillen.

Ein Video, das in Sydney aufgenommen wurde, zeigt einen Mann, der eine Riesenkrabbenspinne füttert, die auf seiner Hand sitzt. In der Nahaufnahme erkennt man, wie die normalerweise scheue Spinne die Grille mit ihren Mandibeln greift und sie langsam verzehrt. Man kann sehen, wie die Spinne sich in kreisenden Bewegungen um die Grille bewegt, die durch das Spinnengift gelähmt ist, und sie einspinnt.

Es gibt ungefähr 94 bekannte Arten von Riesenkrabbenspinnen in Australien. Sie tauchen oft in den Wohnungen und Häusern von Menschen auf, wo sie hinter Möbelstücken, Schränken und Wandbehängen hervorhuschen.

Riesenkrabbenspinnen werden oft mit Vogelspinnen verwechselt. Sie gehören allerdings zur Familie der Sparassidae und kommen auf der ganzen Welt vor.

In den USA wurden sie unabsichtlich in die subtropischen Regionen von Florida, Texas und Kalifornien eingeführt, kommen aber auch in Küstengebieten von Georgia und South Carolina vor.

Manchmal schaffen sie es auch bis in den Norden der USA oder nach Großbritannien, wenn sie versehentlich in Schiffsladungen voller Früchte geraten. Tatsächlich werden Riesenkrabbenspinnen manchmal auch als Bananenspinnen bezeichnet, da sie öfter als blinde Passagiere in den entsprechenden Obstkisten mitreisen.

Mit mehr als 3.5000 bekannten Spinnenarten hat Australien definitiv keinen Mangel an Arachniden.

Im Oktober des letzten Jahres tauchte ein Video von einer Riesenkrabbenspinne auf, die eine Maus eine Wand hochzieht und versucht, sie zu fressen.

Wenn sie eingefangen werden, werden diese Spinnen manchmal auch als Haustiere gehalten. Im Normalfall sind sie nicht aggressiv, aber wenn man sie reizt oder bedroht, beißen sie zu. Haustierblogs für Besitzer von Riesenkrabbenspinnen empfehlen, die Spinnen in Terrarien mit Korkrinde, Steinen und vertikalen Klettermöglichkeiten zu halten.

Auch wenn die Spinnen einschüchternd aussehen (einige australische Arten können eine Beinspannweite von fast 15 Zentimetern erreichen), sind ihre Bisse recht harmlos. Mit Ausnahme einer allergischen Reaktion ist ihr Gift nicht tödlich für Menschen, weshalb sich der Biss ähnlich wie der Stich einer Biene anfühlt.

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