Tiere

Diese Affenart wurde nach „Star Wars“ benannt

Die Macht ist stark in den Skywalker-Hoolock-Gibbons. Sonntag, 23 Dezember

Von Becky Little

Aus dem Weg, Ewoks – ein anderes niedliches Wesen schwingt sich jetzt durch die Bäume.

Vor rund zwei Jahren gaben Forscher die Entdeckung dieser neuen Tierart, dem Skywalker-Hoolock-Gibbon auch Hoolock tianxing genannt, im Wissenschaftsmagazin American Journal of Primatologyon bekannt. Er wurde von ihnen „Skywalker“ (dt.: Himmelsgänger) getauft, da sich die chinesischen Schriftzeichen für seinen wissenschaftlichen Namen als „Himmelsbewegung“ übersetzt werden können – aber auch, weil sie laut BBC Fans von „Star Wars“ waren.

Mark Hamill, der Schauspieler, der Luke Skywalker in den Filmen darstellte, ist die Benennung nicht entgangen. Er drückte kurz nach der Veröffentlichung seine Freude darüber aus, dass nach Süßigkeiten, Unterwäsche und einer US-Briefmarke dies nun die Krönung sei.

Hoolock-Gibbons sind etwa 80 Zentimeter groß, haben keinen Schwanz und wiegen laut der Wisconsin Primate Research Center Library zwischen sechs (Weibchen) und sieben (Männchen) Kilogramm.

Die neue Skywalker-Art unterscheidet sich in Farbe und Form ihrer Augenbrauen, den Fellpuscheln über ihren Genitalien und dem Bart von anderen Hoolock-Gibbons. Wenn man also Gibbons mit weißen oder silbrige Puscheln zwischen den Beinen sieht, sind das die falschen – männliche Skywalker haben braune oder schwarze Puschel.

Entdeckt wurden die Skywalker-Hoolock-Gibbons im östlichen Myanmar und südwestlichen China. Zunächst wurden sie zur Population des Östlichen Weißbrauengibbons (H. leuconedys) gezählt. Diese Tierart wird als gefährdet auf der Roten Lise der IUCN geführt.

Da der Skywalker-Hoolock-Gibbon (H. tianxing) „eine neue Art repräsentiert, muss auch sein Schutzstatus neu geprüft werden“, schreiben die Wissenschaftler. „Der Schutzstatus des H. tianxing kann ohne verlässlichere Informationen über die Größe seiner noch weitestgehend unbekannten Populationen nur schwer bestimmt werden, aber wir werden wahrscheinlich vorschlagen, dass H. tianxing als stark gefährdet auf der Roten Liste der IUCN geführt wird.“

Vielleicht hofften die Wissenschaftler, die Aufmerksamkeit auf das Schutzbedürfnis der Art zu lenken, indem sie ihr einen Namen aus der Popkultur gaben. Es scheint in jedem Fall jedoch dafür gesorgt zu haben, dass die Macht mit ihnen ist.

Der Artikel wurde ursprünglich in englischer Sprache auf NationalGeographic.com veröffentlicht.

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