Umwelt

46 umweltpolitische Siege seit dem ersten Tag der Erde

Zum 46. Jubiläum des Tags der Erde werfen wir einen Blick auf die größten Meilensteine des Umweltschutzes.Thursday, November 9

Von Brian Clark Howard
Der Clean Water Act wurde 1972 erlassen. Sein Ziel war es, alle Flüsse in den Vereinigten Staaten beschwimmbar und befischbar zu machen.

(Hinweis der Redaktion: Der Artikel wurde erstmals am 22. April 2016 veröffentlicht.)

Der erste Tag der Erde am 22. April 1970 war ein herausragendes Ereignis für den Planeten. Etwa 20 Millionen Menschen in den ganzen USA gingen auf die Straße, um das Bewusstsein für die Auswirkungen menschlichen Handelns auf die Umwelt zu stärken. Seitdem ist diese jährliche Tradition zu einem Ereignis herangewachsen, an dem sich Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt beteiligen. In diesem Jahr feiert der Tag der Erde seinen 46. Geburtstag. Um dieses Jubiläum zu feiern und um zu zeigen, wie viel sich seit 1970 geändert hat, haben wir 46 der bedeutendsten Errungenschaften der Umweltschutzbewegung seit dem ersten Tag der Erde zusammengestellt.

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1. 1970, „Magna Carta der Umweltgesetzgebung“

Der National Environmental Policy Act (NEPA) von 1969 trat im Folgejahr in Kraft und wurde zu einem Meilenstein der Gesetzgebung, der dafür sorgte, dass jede größere Entscheidung der Bundesregierung auf ihre Auswirkungen auf die Umwelt geprüft werden muss. Damit begann die Ära, in der Umweltverträglichkeitsgutachten für den Bau von Dämmen, Straßen und anderen Großprojekten notwendig wurden. Aufgrund seines weltweiten Einflusses und seiner Vorbildfunktion für die Regierung in den USA und anderen Ländern wird der NEPA auch als „Magna Carta der Umweltgesetzgebung“ bezeichnet.

2. 1971 Verbot einer berüchtigten giftigen Chemikalie

DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) ist ein farbloses und fast geruchloses Insektizid, das in der Nachkriegszeit weit verbreitet war und zur landwirtschaftlichen Ertragssteigerung und Mückenbekämpfung eingesetzt wurde. Obwohl für seine Entdeckung ein Nobelpreis verliehen wurde, bemerkten Wissenschaftler letztendlich, dass DDT Umweltprobleme verursachte, so unter anderem auch eine Verdünnung von Vogeleierschalen. Rachel Carson machte diese Forschungsergebnisse in ihrem Buch Der stumme Frühling aus dem Jahr 1962 bekannt. Nachdem DDT verboten wurde, kehrten der Weißkopfseeadler, der Wanderfalke und viele andere bedrohte Vogelarten vom Rande des Aussterbens zurück.

3. 1972 Pestizidregulierung

Der Federal Environmental Pesticide Control Act wurde 1972 verabschiedet und war eine Aktualisierung eines Gesetzes von 1910, welches bei der Werbung für Pestizide wahrheitsgemäße Aussagen forderte. Das neue Gesetz forderte von Regulierungsbehörden, den Einfluss von Pestiziden auf die menschliche und ökologische Gesundheit zu berücksichtigen, was zu diesem Zeitpunkt ein relativ neues Konzept war. Der amerikanischen Umweltschutzbehöre EPA wurde so mehr Durchsetzungsfähigkeit verliehen, um den Markt zu kontrollieren und giftige Chemikalien zu verbieten.

4. 1972 Flussbereinigung

Der Clean Water Act trat 1972 in Kraft und hatte zum Ziel, alle Flüsse im Land wieder beschwimmbar und befischbar zu machen. Nach nur wenigen Jahren hatten die Bemühungen zur Beschränkung von Verschmutzung zur Folge, dass Flüsse nicht mehr in Flammen aufgingen.

5. 1972 Etablierung von Meeresschutzgebieten

Obwohl die Regierungen Land und Wildnisgebiete schon mehr als ein Jahrhundert schützten, dauerte es etwas länger, bis sich dieser Gedanke auch für das Meer durchsetzte. 1972 begann mit dem Marine Protection, Research and Sanctuaries Act das nationale System der Meeresschutzgebiete. Diese besonderen Orte schützen heutzutage biologische, historische und kulturelle Schätze von großem Wert, von den großen Riffen der Florida Keys bis zu Schiffswracks in den Großen Seen. Die Schutzgebiete entwickelten sich außerdem zu einem Segen für den Tourismus.

6. 1972 Walrettung

Wale, Delfine, Robben und Seekühe erhielten durch den Marine Mammal Protection Act Schutz vor Jagd und Belästigung in den US-Gewässern. Als Folge davon begann sich ihr Bestand in den folgenden Dekaden langsam zu erholen. In ihrem Kielwasser entwickelte sich außerdem ein stabiler Ökotourismus.

7. 1973 Artenrettung

Der wegweisende Endangered Species Act resultierte in erheblichem Schutz für gelistete Pflanzen und Tiere, der auch Erntesperrfristen und einen Rahmenplan zum Schutz kritischer Habitate beinhaltete. In manchen Fällen unternahm man Bemühungen, durch Programme zur Zucht in Gefangenschaft und anschließender Wiedereinführung Dekaden des Populationsrückgangs durch menschliche Einflüsse wieder umzukehren. Arten, die infolge dieser Programme eine signifikante Erholung zeigten, reichen vom zahnbesetzten Spitzkrokodil bis zum tapferen Delmarva Fuchshörnchen.

Dank der Bemühungen um den Erhalt seiner Art wurde der Weißkopfseeadler 1995 von der Liste der gefährdeten Tierarten gestrichen.

8. 1975 Globale Vereinbarung zu Bedrohten Arten

Das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (CITES) wurde 1973 aufgesetzt und 1975 verabschiedet. Unterzeichnende Länder haben sich darauf geeinigt, den Handel mit bedrohten Tieren und ihren Körperteilen zu verbieten oder zu beschränken. Obwohl für Produkte wie Tigerfelle und Stoßzähne von Elefanten Schwarzmärkte entstanden, haben sich einige Länder auch zusammengetan, um diesen illegalen Handel zu bekämpfen.

9. 1974 Sicher(er)es Trinkwasser

Der Safe Drinking Water Act war eine Reaktion auf die wachsende Besorgnis über die gesundheitlichen Folgen von Verschmutzung und das stärkere wissenschaftliche Bewusstsein dafür. Er setzte Qualitätsstandards für alle Trinkwassersysteme der USA.

10. 1974 Die Verbannung von Blei aus Benzin

1974 begann die EPA schrittweise mit der Entbleiung von Benzin in den USA – ein Prozess, der 1995 abgeschlossen wurde. Das giftige Element wurde ursprünglich hinzugefügt, um die Motorleistung zu verbessern, bis schließlich Wissenschaftler herausfanden, dass sich das Blei im Boden ansammelte und zu einem ernsthaften Luftschadstoff wurde. Die EPA schätzte, dass jährlich mehr als 5.000 Amerikaner an Herzkrankheiten starben, die im Zusammenhang mit einer Bleivergiftung standen. Seit dem Verbot ist der Durchschnittswert von Blei im Blut der amerikanischen Bevölkerung um mehr als 75% gesunken.

11. 1976 Chemikaliensteuerung

Der Toxic Substances Control Act überwacht die Einführung neuer Chemikalien auf den Markt. Substanzen, denen ein signifikantes Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt nachgewiesen wird, können beschränkt oder verboten werden. Ein wichtiges Beispiel dafür war das Verbot von PBCs (Polychlorierte Biphenyle) nach 1978. Diese Chemikalien fanden umfassende Anwendung in der Industrie, bis man entdeckte, dass sie Krebs verursachen.

12. 1978 Love Canal löst öffentlichen Aufschrei aus

Nachdem hunderte Einwohner der Plansiedlung Love Canal in der Stadt Niagara Falls im Bundesstaat New York durch Giftmüll erkrankten, standen plötzlich die Gefahren der industriellen Verschmutzung im Rampenlicht der Öffentlichkeit. Die einheimische Mutter Lois Gibbs organisierte die Gemeinschaft, nachdem ihr Sohn erkrankte, und schuf so eine Vorlage für basisdemokratischen Umweltaktivismus. Das Viertel wurde schlussendlich abgerissen und gesäubert.

13. 1980 Einführung des Superfund-Programms

Die Empörung über Love Canal half dabei, 1980 den Comprehensive Environmental Response, Compensation, and Liability Act zu verabschieden, gemeinhin auch als Superfund bekannt. Das Ziel des Gesetzes ist es, verschmutzte Gebiete zu säubern, und die EPA kann dann versuchen, die dadurch entstandenen Kosten vom Verschmutzer zurückzufordern. Love Canal wurde einer von hunderten Orten, die durch das Programm gesäubert wurden, auch wenn noch viele weitere Orte auf ihre Aufbereitung warten.

14. 1980 Schutz der weitläufigen Ländereien Alaskas

Der Kongress verabschiedete den Alaska National Interest Lands Conservation Act, den Jimmy Carter gegen Ende 1980 unterzeichnete. So entstand eine gewaltige Reihe von Nationalparks, Reservaten und Refugien, die mehr als hundert Millionen Morgen Wildnis für zukünftige Generationen schützten. Einige Highlights sind zum Beispiel die Nationalparks Wrangell-St. Elias, Glacier Bay und Gates of the Arctic.

15. 1982 Noch mehr Walrettung

1982 verabschiedete die Internationale Walfangkommission als Antwort auf Jahrzehnte dauernde Proteste und Druck der wissenschaftlichen Gemeinschaft endlich ein Moratorium für den weltweiten kommerziellen Walfang. Obwohl Piraterie und kontroverse „wissenschaftliche“ Waljagden andauerten, wurde das Ende der ausgedehnten Waljagd zu einem Wendepunkt für die Tiere, und die meisten Arten begannen ihre langsame Erholung von einem Punkt am Rande der Ausrottung.

16. 1986 Verbesserung der McVerpackung

1986 begann McDonalds, biologisch abbaubaren Kunststoff für seine Verpackungen zu verwenden und reagierte damit auf Kritik von Umweltschützern an Bergen von Styroporverpackungen, welche die Straßen verschmutzten und Deponien verstopften. Die Mitstreiter der Kampagne feierten dies als großen Sieg und ihre Bestrebungen leiteten eine neue Ära ein, in der Unternehmen entweder allein oder mit Interessenverbänden zusammenarbeiteten, um ihren Einfluss auf die Umwelt zu reduzieren. Die Bemühungen halfen auch dabei, das Bewusstsein der Konsumenten für die Folgen ihrer eigenen täglichen Kaufentscheidungen zu stärken.

17. 1986 Zivilprozess

1986 wurde der langwierige Prozess über die Verschmutzung in Woburn, Massachusetts vor Gericht entschieden. Obwohl die Ergebnisse für die Familien, die die Verursacher wegen Körperverletzung an ihren Kindern verklagen, durchwachsen ausfielen, setzte der Prozess durch seine hohe Bekanntheit einen Präzedenzfall im Umweltrecht und in der öffentlichen Meinung. Der Fall wurde 1995 in dem Buch Zivilprozess und später im gleichnamigen Film dargestellt.

18. 1987 Rettung der Kondore

1987 trafen Biologen die schwere Entscheidung, die 27 verbleibenden Kalifornischen Kondore einzufangen. Sie starteten ein Brutprogramm, das beinahe durch ein tragisches Feuer sein Ende fand. Doch schließlich gelang es den Wissenschaftlern, einige der Nachkommen erfolgreich auszuwildern. Durch das Brutprogramm und Bemühungen, die Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen, hat sich die Art langsam erholt und zählt nun wieder über 400 Tiere.

19. 1987 Das Ozonloch wird gestopft

1987 kamen viele Nationen der Welt zusammen, um sich auf das Montreal-Protokoll zu einigen, welches eine Reihe von Chemikalien verbot, die die schützende Ozonschicht der Erde zerstörten. Die bekanntesten davon waren die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Wissenschaftler waren besorgt darüber, dass der Verlust der Ozonschicht zu einem rapiden Anstieg von Hautkrebs und anderen Probleme führen könnte. Mittlerweile erholt sich das Ozonloch wieder.

Die Präsidenten George W. Bush und Barack Obama unternahmen beide Schritte, um die Ozeane zu schützen.Siehe Punkt 40 für mehr Informationen.

20. 1987 Abwassersäuberung

Nachdem der industriellen Verschmutzung ein Riegel vorgeschoben wurde, wendeten sich die Regulierungsbehörden einer anderen großen Ursache für Wasserprobleme zu: dem Abwasser. Der Water Quality Act 1987 legte einen staatlichen Umlauffonds für sauberes Wasser an, der dabei half, die Wasseranlagen im Land zu verbessern.

21. 1988 Entsorgung von medizinischem Abfall

In den späten 1980ern war die Öffentlichkeit schockiert von Wellen medizinischen Mülls, der an Strände gespült wurde, an denen Kinder spielten. Als Antwort darauf wurde 1988 der Medical Waste Tracking Act verabschiedet, der Gesundheitsdienstleister dazu verpflichtete, ihren Müll verantwortungsvoll zu behandeln und dafür Sorge zu tragen, dass er sachgemäß entsorgt wird.

22. 1989 Weg mit dem Asbest

Nachdem sich die Beweise verdichteten, dass Asbest eine seltene Form von Lungenkrebs verursachen konnte, begannen die USA 1989 damit, Asbest aus vielen Produkten zu verbannen. Zuvor war es dank seines geringen Gewichts und seiner Feuerfestigkeit als neues Wundermaterial gefeiert worden.

23. 1990 Die Luft ist rein

Obwohl der Clean Air Act ursprünglich schon 1963 verabschiedet wurde, wurde er 1990 noch mal im großen Stil überarbeitet, sodass er nun auch auf sauren Regen und den Ozonabbau abzielte. Das Gesetz etablierte auch ein strengeres Genehmigungs- und Aufsichtssystem für Verschmutzer und forderte saubereren Kraftstoff.

24. 1992 Konferenz in Rio

Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung war ein wichtiges Ereignis in Rio de Janeiro, das dabei half, die Aufmerksamkeit der Welt auf die großen Umweltprobleme zu lenken. Es wurden Anreize für alle möglichen Problemlösungen von Regierungen, der Zivilgesellschaft und Unternehmen geschaffen. Auf dieser Konferenz beschlossen die Länder auch eine gemeinsame Zusammenarbeit, um dem Klimawandel zu begegnen. Sie verpflichteten sich ebenfalls, ihre Nutzung von erneuerbaren Energien auszuweiten und die Bedürfnisse von indigenen Bevölkerungsgruppen zu respektieren – Bemühungen, die 20 Jahre später in Rio ausgedehnt wurden, als sich die UN traf.

25. 1991 Rettung der Frettchen

1991 führte der U.S. Fish and Wildlife Service den Schwarzfußiltis wieder in den amerikanischen Westen ein. Die Art wurde 1979 als ausgestorben erklärt, später wurden jedoch ein paar Dutzend Exemplare gefunden und für ein Zuchtprogramm in Gefangenschaft genutzt. Mittlerweile gibt es geschätzte 1.000 Exemplare in verschiedenen wildlebenden Populationen.

26. 1993 Erin Brockovich gewinnt ihren Fall

Die zielstrebige Gerichtsschreiberin Erin Brockovitch, die später in einem Film verewigt wurde, und ihre Firma Masry & Vititoe erstritten einen 333-Millionen-Dollar-Sieg gegen einen kalifornischen Energieversorger, der angeklagt war, das Grundwasser mit toxischen Chemikalien verunreinigt zu haben. Es war die größte Abfindung, die jemals im Zuge eines solchen Gerichtsverfahrens gezahlt wurde.

27. 1993 Grüne Gebäude auf dem Vormarsch

1993 wurde das U.S. Green Building Council gegründet und half dabei, eine Revolution im Bereich des umweltfreundlichen Designs zu starten, die jedes Jahr weiter wächst. Architekten und Produzenten konnten große Gewinne in den Bereichen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien erzielen.

28. 1993 Schutz der Biodiversität

1993 trat das Übereinkommen über biologische Vielfalt in Kraft, nachdem es von genügend Ländern ratifiziert wurde. In einer Entscheidung, die oft als eine Grundlage für nachhaltige Entwicklung angesehen wird, haben die Nationen zugesichert, am Schutz der Biodiversität auf der ganzen Welt zu arbeiten.

29. 1995 Wiedereinführung von Wölfen in den Yellowstone-Nationalpark

Nach Generationen der Abwesenheit wurden die Wölfe in den symbolträchtigen Nationalpark zurückgebracht. Sie haben sich ihre frühere Position im Ökosystem schnell zurückerobert und brachten wieder eine Balance in die Raubtierpopulationen, selbst den Lauf von Flüssen änderten sie. Auch heute ist der Yellowstone ein wichtiges Reservat und ein lebendes Labor für Ökologie.

30. 1995 Erholung der Weißkopfseeadler

1995 wurde der Weißkopfseeadler von der Liste der Bedrohten Arten gestrichen und bewies so die Macht des Gesetzes. Die Adler stehen durch andere Gesetze auch weiterhin unter Schutz und dürfen nicht gejagt werden.

Solaranlagen wie diese in Deutschland haben sich in den letzten Jahrzenten weltweit verbreitet.

31. 1997 Frühes Klimaabkommen

1997 wurde das Kyoto-Protokoll von einigen Ländern (wenn auch nicht den USA) unterzeichnet. Es markiert einen frühen, ernsthaften Versuch von den Anführern der Welt, sich hinsichtlich der Bemühungen um die Klimaerwärmung aufeinander abzustimmen.

32. 2000 Hybridrevolution

Toyota stellte 1997 den Prius erstmals in Tokyo vor, aber nach Amerika kam das Auto 2000. Das Hightech-Auto präsentierte vielen Konsumenten zum ersten Mal den Hybridantrieb und leistete damit einen Beitrag zur Bewegung für größere Kraftstoffeffizienz. Innerhalb weniger Jahre begann fast jeder Autohersteller damit, ebenfalls Hybridmodelle anzubieten.

33. 2000 Ökologisches Bewusstsein

Mit dem Ende des alten Jahrtausends erreichte das ökologische Bewusstsein ein Rekordhoch, angetrieben durch Dekaden von Bildungskampagnen und Umweltaktivismus. Nur wenige Politiker und Konzerne konnten es sich noch leisten, die Umwelt offen zu ignorieren.

34. 2001 Schutz abgelegener Gebiete

Im Januar 2001 übernahm der U.S. Forest Service die Roadless Area Conservation Rule, die 58,5 Millionen Morgen Land mit naturbelassenen Wäldern und Grasland vor einem Großteil des Straßenbaus und der Abholzung schützte. Die Regelung gilt in der Industrie bis heute als kontrovers, wird aber von Naturschützern gefeiert.

35. 2002 Kalifornien wird solar

2002 verabschiedet Kalifornien einen offensiven Renewable Portfolio Standard, um der umweltfreundlichen Energieindustrie einen Aufschwung zu verschaffen. Nach einer Reihe von Anpassungen steht das finale Ergebnis fest: Energieversorgungsunternehmen des Staates müssen die Hälfte ihrer Energie bis 2030 aus erneuerbaren Quellen beziehen. Viele andere Staaten haben ähnliche Verfügungen erlassen, aber die des Golden State ist die ambitionierteste.

36. 2002 C2C wird veröffentlicht

Das Buch Cradle to Cradle (C2C – Von der Wiege bis zur Wiege) von William McDonough und Michael Braungart brachte ihr Konzept des biomimetischen, sauberen Designs an die breite Öffentlichkeit. Es lieferte den Anstoß für eine neue Bewegung, die alle künstlichen, von Menschenhand gelenkten Prozesse unter dem Gesichtspunkt überdachte, sie mehr im Einklang mit der Natur zu gestalten. Das beinhaltet auch den Gedanken, das Konzept von Müll durch die Idee zu ersetzen, dass alles als Material für irgendetwas anderes genutzt werden kann.

37. 2003 Elektroautos werden cool

Tesla Motors wurde 2003 von Elon Musk gegründet und machte Elektroautos wieder modern (nachdem sie für ein Jahrhundert in Vergessenheit geraten waren). Andere Hersteller trieben diese Technologie, die viele Experten für eine wahren Segen für die Umwelt halten, mit einer Reihe von Innovationen ebenfalls voran.

38. 2006 Al Gores Film

Ob man ihn nun liebt oder hasst, Eine unbequeme Wahrheit hat das öffentliche Bewusstsein für die Bedrohung durch die Klimaerwärmung gestärkt.

39. 2006 Geteilter Fisch

2006 begannen die USA damit, die kommerzielle Fischerei über Fangbeteiligung zu regulieren, um die Fischer zu Partnern in Sachen Umweltschutz anstatt zu Konkurrenten zu machen. Die Grundidee ist, dass jedem Fischer ein prozentualer Anteil am Gesamtfang zugesprochen wird. Je mehr Fische also gefangen werden, umso mehr profitiert jeder davon. Das schafft einen Anreiz für Naturschutzmaßnahmen und die beschleunigte Erholung der vielen schwindenden Fischbestände der USA.

40. 2007 Kraftstoffeffizienz

Der Energy Independence and Security Act schaffte neue, strengere Standards für die Kraftstoffeinsparung, was auch die schrittweise Einführung von Standards für SUVs und große kommerzielle Fahrzeuge beinhaltete. Die Hersteller hatten diese Standards jahrelang bekämpft, schlussendlich aber mit der Regierung zusammengearbeitet, um sie zu erfüllen.

Foto von aufsteigendem Dampf und Rauch aus den Kühltürmen und Schornsteinen eines Kraftwerkes

41. 2007 Der Aufstieg des Gehens

Walk Source wurde 2007 gegründet und bewertet Städte, Stadtviertel und vieles mehr danach, wie fußgängerfreundlich sie sind. Das Unternehmen machte auf die wachsenden Geh- und Radfahrbewegungen aufmerksam, die darauf abzielen, die Leute aus ihren Autos zu holen und in lebenswertere Gemeinschaften zu bringen.

42. 2007 Grünes New York

Bürgermeister Michael Bloomberg veröffentlichte 2007 PlaNYC, einen umfassenden Plan, um die Auswirkungen von New York City auf den Planeten zu verringern. Er beinhaltete ambitionierte Ziele wie eine Null-Abfall-Strategie (durch die Förderung von Recycling und Kompostierung) und fördert Energieeffizienz, Baumpflanzungen, Grünflächen, Radfahren und vieles mehr. Viele andere Städte der Welt haben ähnliche Pläne herausgegeben.

43. 2009 Massives Meeresmonument

2009 schuf George W. Bush das Pacific Remote Islands Marine National Monument, das einige der unberührtesten Meeresgebiete der Welt schützt. Das Monument wurde von Barack Obama auf fast 490.000 Quadratmeilen (1,3 Millionen Quadratkilometer) ausgedehnt, womit es beinahe die dreifache Größe von Kalifornien hat. Es schützt endemische Arten wie Korallen, Fische, Schildkröten, Wale und mehr.

44. 2001 Schutz der Atlantikküste

2010 erklärte das US-Innenministerium ein Verbot für Öl- und Gasbohrungen in den Gewässern vor der Atlantikküste bis 2017. Dies war nur die jüngste in einer Reihe von Bemühungen, die Erschließung der ökologisch empfindlichen US-Küste zu beschränken.

45. 2012 Nieder mit den Dämmen

2012 wurden Washingtons Elwha-Dämme entfernt, wodurch ein wilder Fluss in den Olympic National Park zurückgeführt wurde. Dabei handelte es sich vermutlich um den öffentlichkeitswirksamsten Dammrückbau einer wachsenden Bewegung, die die natürlichen Flussläufe wiederherstellen will und auf die Rückkehr der Lachswanderungen hofft.

46. 2015 Klimaabkommen

Ende 2015 kamen die Nationen in Paris zusammen und einigten sich auf einen neuen Plan, um die Erderwärmung zu begrenzen. Das Abkommen liegt ab dem Tag der Erde zur Unterzeichnung bereit und fordert von den Ländern, die unterzeichnen, eine Reduzierung ihrer Emissionen gemäß ihrer Zusagen. Umweltschützer geben sich vorsichtig optimistisch, dass diese Vereinbarung einen globalen Wendepunkt markiert.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels wurde fälschlicherweise behauptet, das Pacific Remote Islands Marine National Monument sei 2006 geschaffen worden; tatsächlich wurde es aber 2009 geschaffen.

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