Wissenschaft

Beziehungsprobleme? Laut einer neuen Studie könnten niedliche Tierbilder Abhilfe schaffen

Eine neue Studie, die vom U.S.-Verteidigungsministerium finanziert wurde, fand heraus, dass Paare mit der Zeit eine positivere Vorstellung ihres Partners entwickeln, wenn sie niedliche Tierbilder neben Bildern ihres Partners sahen. Freitag, 3 November

Von Sarah Gibbens

Findet ihr es schwer, in einer Fernbeziehung glücklich zu bleiben? Hier sind ein paar Bilder von Welpen für euch.

Das mag auf Anhieb wie ein bloßer Ablenkungsversuch klingen, aber laut einer neuen Studie in „Psychological Science“ könnte das tatsächlich einen positiven Effekt haben: Menschen, denen Bilder von Welpen und Häschen neben Bildern ihrer stationierten Partner gezeigt wurden, entwickelten mehr positive Assoziationen zu ihrem Partner als die Menschen in der Kontrollgruppe.

Die Studie wurde vom U.S.-Verteidigungsministerium finanziert, um unter anderem Familien zu helfen, die mit der langfristigen Trennung von einem stationierten Familienmitglied umgehen müssen.

„Ich wurde gebeten, eine schnelle Möglichkeit zu konzipieren und zu testen, wie verheiratete Paare mit dem Stress einer [räumlichen] Trennung und Stationierung umgehen können“, sagt der Studienleiter James K. McNulty in einer Pressemitteilung. „Wir würden wirklich gern ein Verfahren entwickeln, das Soldaten und anderen Menschen in Situationen helfen könnte, die für eine Beziehung belastend sind.“

McNulty und seine Kollegen testeten in ihrer Studie 144 verheiratete Paare mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren. Alle von ihnen waren seit weniger als fünf Jahren verheiratet und 40 Prozent der Paare hatten Kinder.

Sechs Wochen lang wurde einer Gruppe von Partnern alle drei Tage eine Abfolge von Bildern gezeigt, bei denen ein Bild ihres Partners mit einem positiven Bild wie dem eines Welpen gekoppelt wurde. Die Kontrollgruppe sah Bilder ihrer Partner zusammen mit neutralen Bildern wie dem eines Hemds oder Knopfs.

Alle zwei Wochen wurde die Einstellung der Paare zueinander gemessen. Dafür wurden die positiven und negativen Worte ausgewertet, die genutzt wurden, um eine Reihe von Gesichtern zu bewerten, unter denen sich auch das Gesicht des Partners befand. Als die Paare am Ende der Studie bewertet wurden, hatten die, denen positive Bilder gezeigt wurden, auch mehr positive Assoziationen zu ihren Partnern und eine qualitativ bessere Ehe.

„Ich war tatsächlich ein bisschen überrascht, dass das funktioniert hat“, sagt McNulty. „Alle Theorien zu evaluativer Konditionierung, die ich überprüft habe, legten eigentlich nahe, dass es das sollte. Aber vorhandene Beziehungstheorien – und einfach die Vorstellung, dass etwas so Einfaches, das mit der Ehe eigentlich nichts zu tun hat, beeinflussen kann, wie Leute über ihre Ehe denken – machten mich skeptisch.“

Auch wenn es sich erst um vorläufige Ergebnisse handelt, glauben die Forscher, dass ihre Studie die Grundlagen für das Verständnis dafür legen könnte, wie diese neue Art der Konditionierung diverse Ansichten beeinflussen könnte.

Die Autoren der Studie weisen jedoch darauf hin, dass Welpen kein Allheilmittel für Eheprobleme sind. Die beste Möglichkeit, positive Assoziationen zwischen Partnern zu erzeugen, sei laut McNulty, positive Interaktionen miteinander zu haben.

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