Reise und Abenteuer

Australiens berühmtester Berg versinkt im Lichtermeer

Eine Kunstinstallation taucht den Uluru in ein ganz neues Licht.Donnerstag, 9. November 2017

Von Jim Byers

Man stelle sich den Uluru, auch bekannt als Ayers Rock und eine der bekanntesten Felsformationen der Welt, in seiner ganzen, rot-orangefarbenen Pracht vor. Und nun stelle man sich vor, wie sich dieser majestätische Berg über mehr als 50.000 schlanke Stämmen erhebt, die in der Dämmerung des australischen Outback violett, orangefarben und rosafarben leuchten.

Das ist ungefähr das, was man bis zum 31. März 2018 noch in der Installation „Field of Light Uluru“ erleben kann.

Die ungewöhnliche Ausstellung des Künstlers Bruce Munro sahen seit ihrer Eröffnung 2016 bereits 120.000 Besucher. Das Spektakel, das man im Ayers Rock Resort im Northern Territory bestaunen kann, wirkt besonders dramatisch, wenn gerade die Sonne hinter dem Uluru untergeht, der den Aborigines als heilig gilt.

“Vor meinem geistigen Auge sah ich eine Landschaft aus beleuchteten Stämmen, die wie schlafende Samen in der Wüste stumm bis zum Hereinbrechen der Nacht warten, um unter dem südlichen Sternenhimmel im sanften Rhythmus des Lichts zu erblühen”, sagt der gebürtige Brite Munro über seine Arbeit.

Die Installation mit dem Titel “Tili Wiru Tjuta Nyakutjaku” (dt. „viele schöne Lichter ansehen“) in der Sprache Pitjantjatjara des gleichnamigen Aborigine-Stammes besteht aus über 50.000 Stämmen mit Kugeln aus Milchglas, die sich über eine Fläche von vier Fußballfeldern erstrecken. Über diverse Wege können Besucher durch diesen magischen Garten aus Licht wandern. Das Kunstwerk wird vollständig mit Solarstrom betrieben und verwendet mehr als 380 Kilometer Glasfaserkabel, die in Zukunft für andere Installationen weiterverwendet werden.

Das Ayers Rock Resort hat diverse Angebote für die Besichtigung des „Field of Light Uluru“. Im Basispaket sind ein Light Pass (39 Australische Dollar) inklusive Fahrt zu der abgelegenen Sehenswürdigkeit enthalten. Andere Pakete enthalten geführte Touren, Canapés, Sekt und sogar einen Kamelritt.

Wem die Reise etwas zu weit ist, der kann den Uluru auch über Google Street View erkunden.

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