Vom Ei zum Hai: Kreislauf des Lebens bei den Jägern der Tiefe

Über 540 bekannte Haiarten tummeln sich in den Weltmeeren. Entsprechend breit ist das Spektrum in Bezug auf Größe, Lebensspanne und Fortpflanzung der verschiedenen Spezies. Doch je besser wir sie kennen, desto besser können wir die Haie schützen.

Von Katarina Fischer
Veröffentlicht am 11. Aug. 2022, 10:04 MESZ
Blick von unten: Zwei Haie schwimmen an einem Riff.

Über 540 bekannte Haispezies leben in unseren Ozeanen. Zwischen den Arten bestehen in Hinblick auf ihre Fortpflanzungsstrategie viele große und kleine Unterschiede  – angefangen damit, ob ein kleiner Hai aus dem Ei schlüpft oder lebend geboren wird.

Foto von Aaron / Adobe Stock

Unglaublich vielfältig und extrem bedroht – das ist die Welt der Haie. Ihre Evolutionsgeschichte begann vor rund 400 Millionen Jahren – lange bevor die ersten Dinosaurier die Erde bevölkerten – und scheint sich nun dem Ende zuzuneigen: Laut einem Bericht der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) aus dem Jahr 2021 ist inzwischen ein Drittel aller Hai- und Rochenarten vom Aussterben bedroht.

Effiziente Schutzmaßnahmen scheinen für den Fortbestand der Arten die einzige Hoffnung zu sein. Damit diese an den richtigen Stellen ansetzen, ist es wichtig, den Kreislauf des Hailebens zu kennen – keine leichte Aufgabe, denn es gibt Vieles, was in Bezug auf die rätselhaften Tiere noch nicht erforscht werden konnte. Dr. Manuel Dureuil, Hai- und Rochenexperte im Fachgebiet Menschliche Einflüsse, ökologische Fragen bei marinen Vorhaben im Bundesamt für Naturschutz auf der Insel Vilm, verschafft einen Überblick über das, was über Fortpflanzung und Wachstum der bedrohten Tiergruppe bekannt ist.

Wie wird ein Hai geboren?

Hai ist nicht gleich Hai – das wird bereits ganz am Anfang eines Hailebens deutlich: Rund die Hälfte aller Haispezies ist ovipar, das heißt eierlegend. In deutschen Gewässern schlüpft allerdings nur eine heimische Art aus dem Ei: der Kleingefleckte Katzenhai. Alle anderen bei uns etablierten Arten wie etwa der Hunds-, Dorn- oder Riesenhai bringen ihren Nachwuchs lebend auf die Welt. Auch hier muss unterschieden werden, nämlich abhängig davon, wie die Nährstoffversorgung des heranwachsenden Hais geregelt ist. Bei ovoviviparen Arten wie beispielsweise dem Dornhai ernährt sich der Embryo über einen Dottersack, der nicht mit der Mutter verbunden ist. Nur 10 Prozent der Haiarten sind plazental vivipar – das heißt, das Ungeborene wird wie bei Säugetieren über eine Plazenta versorgt. Dies trifft zum Beispiel auf den Blauhai zu.

Große Unterschiede gibt es auch bei der Frage, wie viele Geschwister ein kleiner Hai hat. Im Schnitt bringen Haie zehn bis fünfzehn Jungtiere zur Welt – eine Statistik, die durch bestimmte Spezies stark verzerrt wird. Denn während manche Arten pro Tragzeit nur ein bis zwei Junge bekommen – zum Beispiel der Schlingerhai oder der Sandtigerhai – sind es bei dem größten Fisch der Erde, dem Walhai, bis zu 300 Nachkommen auf einen Schlag. Auf die Größe des Wurfs hat nicht nur die Artzugehörigkeit einen Einfluss – auch innerhalb einer Spezies kann es zu Schwankungen kommen. So hat laut Manuel Dureuil die Größe der Mutter einen Einfluss auf die Anzahl der Jungtiere, aber auch ihre Erfahrung spielt eine Rolle: Je geübter sie darin ist, Nahrung zu finden, desto mehr Energie kann sie den Embryos zur Verfügung stellen.

Egal, ob ein Hai aus einem Ei schlüpft oder lebend geboren wird: Er ist von Geburt an unabhängig von der Mutter. Bei der Eiablage, die eher bei den kleineren Spezies vorkommt, liegt der strategische Vorteil für den Arterhalt in der Masse: Zwar überleben nicht alle kleinen, frischgeschlüpften Haie, doch bei mehreren hundert Jungtieren stehen die Chancen gut, dass insgesamt genug von ihnen durchkommen. Auf der anderen Seite haben Haijunge, die von der Mutter geboren werden, mehr Zeit, im Mutterleib heranzuwachsen. Bei der Geburt sind sie deswegen relativ groß „und haben damit verhältnismäßig wenig natürliche Räuber und gute Überlebenschancen“, so Manuel Dureuil. Ein deutlicher Vorteil gegenüber den kleinen Larven der Knochenfische. 

Das Ei eines Kleingefleckten Katzenhais im Mittelmeer. Eikapseln von Haien erkennt man an den gekräuselten Enden. Bei manchen Haiarten kann es bis zu einem Jahr dauern, bis aus der Kapsel ein Hai schlüpft.

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Wie verbringen Haie ihre Kindheit?

Als Kinderstuben nutzen viele Arten flache Buchten, Seegraswiesen, Riffe oder Mangroven. Hier verbringt der Hainachwuchs die ersten Monate oder Jahre seines Lebens. Es ist durchaus möglich, dass mehrere Babyhaie an einem Ort anzutreffen sind. In erster Linie hängt dies mit der großen Nahrungsverfügbarkeit und der Sicherheit vor Fressfeinden in dem Gebiet zusammen, das die Mütter für die ersten Lebensjahre ihrer Nachkommen ausgewählt haben.

Haie, die mit einem Dottersack auf die Welt kommen, ernähren sich in der ersten Zeit noch davon. „Der Dottersack ist sozusagen ein Care-Paket, das die Mutter den Kleinen für einen idealen Start in das Leben mit auf den Weg gibt“, sagt Manuel Dureuil. Ist der Vorrat aufgebraucht, müssen sich die Nachkommen dieser Haispezies wie alle anderen Haikinder auch selbst versorgen.

Die Nahrung junger Haie ist Manuel Dureuil zufolge vielfältig und von Art zu Art verschieden. „Auf dem Speiseplan stehen unter anderem kleinere Fische, Kopffüßler, Meeresschnecken, Krebstiere, aber auch Würmer und sogar Knorpelfische“, sagt er. Beim Riesenhai oder Walhai gehört auch Plankton zum Nahrungsspektrum. Je größer und älter die Jungtiere sind, desto größer ist auch die Beute, die sie jagen. Je nach Art passt sich die Struktur der Zähne dem neuen Beuteschema an.

Von Zitronenhaien ist bekannt, dass sie zum sozialen Lernen fähig sind – sich von anderen zum Beispiel Jagdtechniken abschauen – und die Nähe zu Artgenossen suchen. Doch welche soziale Komponenten bei anderen Haiarten eine Rolle spielen, ist noch weitestgehend unerforscht. Wenn viele junge Haie in einem Gebiet zu finden sind, hängt das in erster Linie mit einem guten Nahrungsangebot zusammen.

Foto von Michael Bogner / Adobe Stock

Wie Haie für das Leben lernen, ist für viele Arten noch nicht erforscht. „Bei juvenilen Zitronenhaien wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass sie sich von erfahreneren Artgenossen den Beutefang abschauen und dadurch bei der Jagd selbst erfolgreicher werden“, erklärt Manuel Dureuil. Neugierde sei aber, wie bei vielen anderen Spezies auch bei den Haien ein treibender Faktor, wenn es darum geht, die Welt kennenzulernen. So habe er zum Beispiel häufig selbst miterlebt, wie sich jüngere Weiße Haie mit an der Oberfläche treibendem Seetang beschäftigen. 

Langsam und lebenslang: Das Wachstum von Haien

Haie wachsen – anders als Vögel oder Säugetiere – ein Leben lang und werden generell recht groß. Doch im Vergleich zu Knochenfischen schreitet ihr Wachstum deutlich langsamer voran. Ein extremes Beispiel ist der Grönlandhai, der eine Länge von über fünf Metern erreichen kann. Er ist in den kalten Gewässern der Arktis und der Tiefsee zu Hause: Die Umweltbedingungen sind hier sehr stabil, das Wasser unterliegt kaum Temperaturschwankungen. Weil das Nahrungsangebot jedoch knapp ist, wachsen Individuen der Spezies extrem langsam, was dazu führt, dass Grönlandhaie ein Alter von mehr als 390 Jahren erreichen können – geschlechtsreif werden sie erst mit 150 Jahren.

Generell gilt die Faustregel: Je schneller ein Hai wächst, desto kleiner ist er, desto früher wird er geschlechtsreif und desto niedriger ist seine Lebenserwartung – ein Leben auf der Überholspur. Doch der Umkehrschluss, dass kleine Haiarten generell schnell wachsen, ist falsch. „Ein faszinierendes Beispiel, wie langsam relativ kleine Haiarten wachsen können, ist unser Dornhai“, sagt Manuel Dureuil.  „Weibliche Dornhaie im Nordost-Atlantik, und somit auch in der Nordsee, werden erst mit rund zehn bis zwanzig Jahren geschlechtsreif, bekommen zwischen einem und 32 Babys und das nach einer Tragzeit von über zwei Jahren.“ Ein ausgewachsener Dornhai erreicht im Schnitt eine Körperlänge von rund 120 Zentimetern und ist dank seiner namensgebenden Dornen vor den Rückenflossen gut gegen Fressfeinde geschützt. So kann er trotz seiner relativ moderaten Körpergröße mit rund 40 Jahren sehr alt werden. 

Der auch in deutschen Gewässern heimische Dornhai zählt mit einer Durchschnittskörperlänge von rund 120 Zentimetern zu den eher kleinen Haiarten. Weil er aber relativ langsam wächst und sich gut gegen Fressfeinde verteidigen kann, wird er erst spät geschlechtsreif und kann sehr alt werden.

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Die genaue Bestimmung des Alters von Haien gestaltet sich allerdings kompliziert und so ist die tatsächliche Lebenserwartung von vielen Haiarten gar nicht bekannt. Die geläufigste Methode, um dem Alter auf die Spur zu kommen, ist das Zählen der Wachstumsringe in der Wirbelsäule, die – ähnlich wie die Ringe von Bäumen – Aufschluss über das Alter geben können. Jüngster Forschung zufolge kann dieses Vorgehen jedoch zu ungenauen Ergebnissen führen, da die Formung der Ringe zumindest bei einigen Arten im Laufe der Zeit nicht konstant zu erfolgen scheint. 

Wie pflanzen sich Haie fort?

Einige Haispezies zählen zu den weitwandernden Tierarten: Der Blauhai durchquert beispielsweise während seines Heranwachsens den gesamten Nordatlantik, von der amerikanischen bis zur europäischen und afrikanischen Küste. Auch bei Dornhaien wurde – wenn auch nur selten – beobachtet, dass sie den Atlantik durchqueren.

Abhängig davon, welcher Spezies sie angehören, leben Individuen einer Haiart je nach Lebensstadium getrennt voneinander in unterschiedlichen, zum Teil weit voneinander entfernten Gebieten. Mit Eintreten der Geschlechtsreife kann es aber zu Änderungen des Aufenthaltsorts und des Wanderverhaltens kommen: Manuel Dureuil zufolge scheinen viele Arten feste Aufzuchts- und Paarungsgebiete zu haben, zu denen sie manchmal hunderte oder sogar tausende Kilometer zurücklegen und in denen sie sich für eine bestimmte Zeit aufhalten. Die Weibchen mancher Arten schwimmen bis an den Ort ihrer Geburt zurück, um dort ihre eigenen Jungen zur Welt zu bringen.

Manche Haiarten haben feste Aufzuchts- und Paarungsgebiete, zu denen sie teilweise mehrere tausend Kilometer zurücklegen. Zambezihaie – eine lokale Unterart des Bullenhais – ziehen ihre Jungtiere in den Sommermonaten in der St. Sebastian-Bucht vor der Küste des südafrikanischen Ortes Witsand im Mündungsgebiet des Breede Rivers auf.

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„Für die Paarung finden sich die Männchen und Weibchen häufig zu bestimmten Zeiten in bestimmten Paarungsgebieten zusammen“, sagt Manuel Dureuil. „Manche Arten pflanzen sich auch das ganze Jahr über fort.“ Bei der Paarung beißt sich das Männchen an der Brustflosse oder der Seite des Weibchens fest und befruchtet es mithilfe eines seiner beiden Reproduktionsorgane, den sogenannten Klaspern. In Ausnahmefällen kann es bei bestimmten Haispezies wie zum Beispiel dem Schaufelnasen-Hammerhai auch zu Jungferngeburten kommen – eine sogenannte Parthenogenese, bei der sich eine Eizelle ohne Befruchtung entwickelt. Für viele Haiarten – insbesondere für jene, die in der Tiefsee vorkommen – liegen laut Manuel Dureuil jedoch nur unvollständige oder gar keine Informationen zur Fortpflanzung vor.

Geburtsvorbereitung bei den Haimüttern

Nach erfolgreicher Paarung ist die werdende Haimutter auf sich allein gestellt. Ein beträchtlicher Teil der Energie, die sie ab jetzt aus der Nahrung aufnimmt, wird für die Schwangerschaft verbraucht, sodass sich ihr eigenes Wachstum in dieser Zeit verlangsamt. Dabei kann die Trächtigkeit bei lebendgebärenden Arten einen Zeitraum von einigen Monaten bis hin zu Jahren umfassen. „Der Ammenhai hat eine Tragzeit von 6 Monaten, der weiße Haie hat vermutlich eine Tragzeit von bis zu 20 Monaten“, so Manuel Dureuil. „Bei den bis zu 11 Meter großen Riesenhaien, die auch die deutsche Nordsee durchstreifen, wird vermutet, dass die Tragzeit sogar bis zu drei Jahre dauert.“  

Ein Riesenhai durchstreift den Atlantik vor der schottischen Insel Coll. Die zweitgrößte bekannte Haispezies der Welt bringt nach einer Tragzeit von bis zu drei Jahren fast zwei Meter große Jungtiere zur Welt. Riesenhaie sind ovovivipar – das heißt, ihr Nachwuchs wird zunächst in Eiern im Mutterleib bebrütet, schlüpft dort und wird schließlich lebend geboren.

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Haimütter, deren Nachwuchs aus Eiern schlüpft, legen diese oft in Paaren in Intervallen von einigen Tagen oder Wochen ab. Die Eier sind mit klebrigen Fäden am Ablageplatz – zum Beispiel am Meeresboden, an Seetang oder in Riffen – verankert. Bei manchen Arten vergeht weit über ein Jahr, bis ein Embryo aus dem Ei schlüpft. 

Anderweitige Geburtsvorbereitungen oder Brutpflege betreiben Haie aber nicht. „Die Fürsorge der Mutter besteht vielmehr darin, den optimalen Ort für die Geburt auszusuchen, wo die Kleinen sicher vor Fressfeinden sind und es ausreichend geeignete Nahrung gibt“, sagt Manuel Dureuil. Ist dies geschehen, erholen sich die Weibchen von den Strapazen der Schwangerschaft und laden ihre Energiereserven wieder auf: Ein bis zwei, manchmal sogar bis zu drei Jahre vergehen, bevor sie erneut trächtig werden, eine neue Haigeneration auf die Welt kommt und der Kreislauf des Lebens wieder von vorne beginnen kann.

Bedrohtes Leben: Was wird zur Rettung der Haie getan? 

Doch wie lange noch? Knorpelfische wie Haie, Rochen und Seekatzen gehören heute zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tiergruppen. Von den 14 in der deutschen Nordsee etablieren Arten gilt derzeit nur eine – der Kleingefleckte Katzenhai – als nicht gefährdet. Damit die Tiere hier wieder Rückzugsräume finden, sind Manuel Dureuil zufolge Maßnahmen zur Regulierung menschlicher Aktivitäten wie der Fischerei sehr wichtig.

Manchmal werden Haieier an Land angespült. An deutschen Küsten fand man die sogenannten „Mermaid’s purses“, also Meerjungfrauen-Handtaschen, früher häufig. Inzwischen sieht man die Eikapseln aber nur noch selten – ein Zeichen für den starken Rückgang der Haipopulationen in der Nordsee.

Foto von Nadya / Adobe Stock

Um diese zielgerichtet und sinnvoll zu planen, ist das Wissen um die Fortpflanzung und Lebensweise dieser faszinierenden Tiere unverzichtbar. Informationen zu den Wanderbewegungen der Haie helfen dabei, Schutzmaßnahmen länderübergreifend zu gestalten und abzustimmen. Aus den Wachstumsraten können für den Naturschutz wichtige Rückschlüsse über das Alter und die Widerstandsfähigkeit einer Art gezogen werden, indem zum Beispiel Abweichungen der bekannten Wachstumsraten auf Veränderungen der Umweltparameter hinweisen.

Besonders wichtig ist auch die Identifizierung und der Schutz von Fortpflanzungs- und Aufzuchtsgebieten. In der Nordsee sind dies beispielsweise Austernriffe – doch durch Überfischung und andere menschliche Einflüsse ist die heimische Europäische Auster seit dem 20. Jahrhundert funktional ausgestorben. Das Bundesamt für Naturschutz arbeitet derzeit mit dem Alfred-Wegener-Institut an einem Restaurierungsprogramm, um die nötigen Lebensräume für Haie und Rochen wiederherzustellen und so den Arterhalt zu unterstützen.

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