Walhaie: Happen für die Haie

Ohne diese Fotos würde man es kaum glauben: Vor Neuguinea sammeln sich Walhaie bei den Netzen der Fischer – und lassen sich von Menschen füttern.

Von Jennifer S. Holland
bilder von Michael Aw
Foto von Michael Aw

Der gewaltigste Fisch in den Weltmeeren ist lang wie ein Bus und kann zwölf Tonnen schwer werden. In seinem geöffneten Maul könnte ein Kleinwagen verschwinden. Doch trotz dieser beeindruckenden Maße wissen Biologen bis­her noch nicht viel mehr über Rhincodon typus, den Walhai.

Diese gigantischen Tiere atmen durch Kiemen wie alle Haie. Den Vornamen „Wal“ verdanken sie ihrer Größe. Und der Art, wie sie fressen. Sie gehören zu einer von nur drei Arten von Haien, die ihre Nahrung aus dem Wasser filtern, wie es die Bar­tenwale tun. Sie schwimmen mit weit aufgerissenem Maul durch planktonreiche Gewässer und verschlucken die darin enthalte­nen Krebse, Quallen und kleinen Fische.

Das Verhalten und die Lebensweise dieser Haie zu untersu­chen ist schwierig, weil sie in der Regel schwer zu finden und zu verfolgen sind. Erst nachdem es gelang, einzelne Walhaie zu markieren, weiß man, dass sie Tausende von Kilometern schwimmen. Manchmal verschwinden sie für Wochen, wobei sie an die zwei Kilometer tief tauchen. Bis heute ist nicht be­kannt, wo sie sich paaren und wo sie ihre Jungen gebären.

Walhaie sind eigentlich Einzelgänger. Nur nicht vor Neuguinea. Etwa zehn Kilometer vor der Küste der Provinz Papua hat sich eine Gruppe gebildet, deren Mitglieder jeden Tag auf die Fischer warten. Sie zupfen an den treibenden Netzen und lauern darauf, was die Menschen ihnen wohl zu fressen ins Wasser werfen.

Ein passendes Video von der Organisation „Conservation International“ gibt es hier:

(NG, Heft 10 / 2011, Seite(n) 96 bis 103)

Walhaie

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