Fotos von Tieren in einem Meer voller Plastik

Krabben, die Plastikhüllen zur Tarnung nutzen und Hyänen, die Müllberge durchsuchen – so gehen Tiere mit unserem Plastikproblem um. Freitag, 24. August 2018

Von Elaina Zachos
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Wale, die an unseren Küsten stranden, mit von Plastiktüten geplatzten Mägen. Vögel, die sich ein Nest aus Glasscherben und Plastikteilen bauen. Eine alte Einkaufstasche, die im tiefsten Graben der Welt tausende von Meter unterhalb des Meeresspiegels gefunden wird.

Plastik ist ein praktisches Material, ohne das wir unser heutiges Leben kaum mehr vorstellen können. Aber unser Planet, die Tiere und wir selbst fangen an, darin zu ersticken.

Mehrere Millionen Tonnen an Plastik werden jedes Jahr weggeworfen. Dieser Müll arbeitet sich langsam in der Nahrungskette nach oben, angefangen bei mikroskopisch kleinen Käfern bis hin zu den majestätischen Walhaien, die Plastik wie viele andere Fische mit Nahrung verwechseln und fressen. Andere Tiere wie Krabben und Vögel nutzen das überall verfügbare Material zum Bau ihres Zuhauses. Seerobben und Schildkröten verfangen sich immer wieder in von Fischern entsorgten Geisternetzen.

„Alles, was im Ozean landet, ist für sie eine Hiobsbotschaft“, so der Veterinär-Pathologe Andrew Brownlow gegenüber National Geographic, der erst vor kurzem die Leiche einer unterernährten Robbe geöffnet und Plastik in ihrem Magen gefunden hat.

Mit dieser Kunststoffverschmutzung schaden wir uns letzten Endes selbst. Kleinste Mikroplastiken in Form von Microbeads, kleinen Plastikperlen, und Kunststoffgranulaten, werden von Tieren aufgenommen, die wiederum auf unseren Tellern landen. Studien zufolge lassen sich Spuren von Plastik beispielsweise auch in manchen Austern und Muscheln finden.

Obwohl wir das Gefühl haben, dass Plastik in unserem Alltag so gut wie unumgehbar ist, ist es doch relativ einfach, seinen eigenen Anteil an der Verschmutzung zu reduzieren. Manche Menschen treiben das Ganze auf die Spitze und leben komplett plastikfrei, aber es gibt andere Maßnahmen, die jeder von uns umsetzen kann.

Es ist schon ein guter Anfang, auf Plastiktüten, Strohhalme und Plastikflaschen zu verzichten. Darüber hinaus kann man Großpackungen kaufen und Lebensmittel, die in Plastik verpackt sind, umgehen. Diese Einwegverpackungen alleine machen nämlich 40 Prozent des nicht fasrigen Plastikmülls aus. Recycling ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Und es ist auch sicher nicht zu viel gefragt, seinen Müll am Strand wieder mit nach Hause zu nehmen.

Der Artikel wurde ursprünglich in englischer Sprache auf NationalGeographic.com veröffentlicht.

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