Reise und Abenteuer

Paradies am Mittelmeer: Italiens bezaubernde Amalfiküste

Beschauliche Dörfer, eindrucksvolle Landschaft und eine jahrhundertealte Geschichte machen die Amalfiküste zu einem ganz besonderen Ziel. Freitag, 8 Juni

Von National Geographic

Die italienische Amalfiküste verkörpert mit ihrer gelungenen Mischung aus Wundern der Natur und der Kultur die klassisch-mediterrane Landschaft. Das atemberaubende Terrain wird von dramatischen Küsten, terrassierten Weinhängen, Obsthainen und Wiesen geprägt und erhebt sich über dem strahlend blauen Wasser des Meeres.

Das milde Klima, die natürlichen Ressourcen und die landschaftliche Schönheit lockten im Laufe der Geschichte zahlreiche Völker an die Küste. Griechen, Römer, Normannen, Sarazenen, arabische Sizilianer und viele andere haben dort ihre Spuren hinterlassen. Die Küstenstädte befinden sich oft entlang der Klippen, und ihre Terrassen verschmelzen förmlich mit den Felsen und verleihen der natürlichen Schönheit der Küste so einen ganz eigenen Charme. In Städten wie Amalfi und Ravello finden sich zahlreiche Beispiele künstlerischer und architektonischer Meisterleistungen – kein Wunder, denn dieser Abschnitt der Halbinsel von Sorrent zieht seit Langem alle möglichen berühmten Künstler an.

Heutzutage ist Amalfi ein pittoreskes touristisches Zentrum. Aber im 11. und 12. Jahrhundert war es das Herzstück der Seerepublik Amalfi – und eine ernstzunehmende Seemacht im Mittelmeerraum. An den Häfen von Amalfi fand auch reger Handel mit Nordafrika statt, und in der Stadt selbst finden sich noch Klöster mit arabisch-sizilianischer Architektur sowie das Arsenale – eine teilweise erhaltene, mittelalterliche Werft aus einer glorreichen Zeit.

In der Ruinenstadt Paestum, die circa im 7. Jh. v. Chr. unter dem Namen Poseidonia gegründet wurde, stehen die Säulentempel des Poseidon, der Hera und der Athene. Die eindrucksvollen Bauwerke gehören zu den weltweit besterhaltenen Tempeln ihrer Art.

Bis ins 19. Jahrhunderte hinein war die Region durch das steile Terrain über Land nur per Maultier erreichbar. Obwohl man dort noch immer viele Oasen der Ruhe finden kann – insbesondere abseits der Touristenzentren –, hat sich die Amalfiküste seither unwiederbringlich verändert. Doch die Echos der fernen Vergangenheit bleiben, beispielsweise in Form alter Kathedralen, Gärten und römischer Villen wie der Villa di Damecuta in Anacapri, die möglicherweise von Tiberius erbaut wurde. Aufgrund ihrer atemberaubenden Landschaft und den beeindruckenden historischen Stätten wurde die Costiera Amalfitana 1997 zum UNESCO-Welterbe erklärt.

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