Schlafenszeit im Tierreich: 24 gemütliche Aufnahmen

Wie schlafen eigentlich Pottwale? Wo machen es sich Kattas am liebsten bequem? Unsere Galerie gibt Einblicke in die ruhigen Momente des wilden Lebens.

Wednesday, August 26, 2020,
Von Elizabeth Anne Brown

Obwohl einige Tiere den Powernap zu einer Kunstform erhoben haben (man denke an Giraffen, Delfine und Ochsenfrösche), verbringen die meisten Lebewesen viele Stunden in einem Zustand, in dem sie ihre Umgebung nicht wahrnehmen. Da in der Wildnis viele Gefahren auf unachtsame Tiere lauern, sind Schlafplätze oft jene Orte, an denen sich die Tiere am sichersten fühlen.

Für einige ist Sicherheit ein Ort, an den man sich begeben kann – ein schläfriger Leopard lässt sich auf einem hohen Ast nieder, während sich ein Polarfuchs in einer geheimen Höhle zusammenrollt, wenn es Zeit für ein Nickerchen ist.

Andere finden Sicherheit in der Gesellschaft ihrer Artgenossen. Pottwale schlafen in Gruppen. Dabei scheinen ein Dutzend verwandte Weibchen unter Wasser „zu stehen“, um sich in dem stets gefährlichen Meer ein paar Minuten der Ruhe zu verschaffen. Kattas und Löwenjunge schlafen in familiären Kuschelhaufen.

Aber die glückseligsten Schläfer scheinen die zu sein, die sich an Mama kuscheln. Es geht nichts über einen gleichmäßigen mütterlichen Herzschlag, der einem beim Einschlafen hilft.

Ein Haufen "schlafender" Haie gefilmt

Die Wissenschaft weiß noch immer nicht genau, warum Tiere – einschließlich der Menschen – schlafen müssen. Einige Forscher mutmaßen, dass Schlaf dem Gehirn die Möglichkeit gibt, die Ereignisse des Tages zu verarbeiten und Informationen im Langzeitgedächtnis zu festigen. Andere glauben, dass Schlaf als Reset-Button fungieren könnte, der dabei hilft, die Neurotransmitter wieder aufzufüllen, die die Zellen im Gehirn zur Kommunikation benötigen.

Was wir aber wissen, ist, dass Tiere träumen. Auch hier ist das Warum noch eine große Unbekannte. REM-Schlaf wurde bei allen Säugetieren und einigen Vögeln festgestellt (bei Reptilien ist die Lage noch unklar). Artübergreifend ist das Träumen bei Jungtieren am häufigsten und stellt eventuell eine Möglichkeit dar, Bewegungen wie Laufen oder Klettern jenseits der realen Welt risikofrei zu „üben“.

Der Artikel wurde ursprünglich in englischer Sprache auf NationalGeographic.com veröffentlicht.

 

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