Astronomische Highlights: Was passiert 2024 am Himmel?

Zwei Supermonde und zwei Planeten im Wettlauf, ein Sternschnuppenschauer und ein angeknabberter Mond: Diese spektakulären Himmelsereignisse hält das Jahr 2024 für uns bereit.

Von Insa Germerott
Veröffentlicht am 28. Dez. 2023, 08:39 MEZ
Leuchtender Vollmond, dessen rechte untere Ecke im Dunkeln liegt.

Wie angeknabbert: Bei einer partiellen Mondfinsternis tritt der Mond nur ein Stückchen in den Kernschatten der Erde ein.

Foto von Jochen Wenz / Adobe Stock

Ob eifriger Wettlauf der Planeten, ein angeknabberter Mond oder ein eindrucksvoller Sternschnuppenschauer – auch im Jahr 2024 gibt es wieder so manche astronomische Besonderheit am Himmel zu beobachten. Wer das Spektakel verfolgen möchte, kann das teilweise mit bloßem Auge tun. An manchen Tagen verhilft ein Teleskop zur besseren Sicht, für andere Ereignisse braucht es wiederum eine Reise. 

Wir haben die himmlischen Highlights des Jahres zusammengefasst. 

Mars und Jupiter: Wettlauf in der Morgendämmerung

Ab dem 11. August setzt unser Nachbarplanet Mars zu einem Überholmanöver an, das sich gut am Himmelszelt verfolgen lässt. Innerhalb von wenigen Tagen zieht er an dem etwas langsameren Jupiter vorbei, dem massereichsten Planeten unseres Sonnensystems. Frühaufsteher*innen können den Wettlauf Mitte August in den frühen Morgenstunden im Sternbild Stier beobachten. „Am 11. August steht Mars noch klar rechts oberhalb von Jupiter, am 14. finden wir ihn direkt oberhalb des Riesenplaneten und schon am 15. knapp links von ihm“, erklärt Astronom Rahlf Hansen vom Planetarium Hamburg.

Wer den Mars noch einmal in voller Pracht sehen möchte, schaut am 18. Dezember in den Nachthimmel: Dort entdeckt man den roten Planeten dann neben dem fast vollen Mond.

Sommerlicher Sternschnuppenschauer

Jedes Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. August kommt es zu einem magischen Schauspiel am Firmament: Unzählige Sternschnuppen ziehen über die Bildfläche. Es ist die Zeit der Perseiden, des wohl bekanntesten Meteorschauers. 2024 kann man sie in Deutschland besonders gut am Himmel betrachten, denn das Mondlicht kommt in dieser Nacht nicht in die Quere. Wer den perfekten Blick auf das Schauspiel erhaschen möchte, sollte sich an einen möglichst dunklen Ort begeben – zum Beispiel in den Sternenpark des Nationalparks Eifel oder in den Sternenpark im Westhavelland. „Außerdem sollte man den Augen eine halbe Stunde Zeit geben, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen“, rät Hansen. 

Die Leoniden und die Geminiden, zwei andere Sternschnuppenschwärme in den Wintermonaten November und Dezember, werden 2024 dagegen eher schlecht zu sehen sein – schuld daran ist das helle Licht des Mondes. 

Zwei Supermonde und eine partielle Mondfinsternis

Besser zu beobachten ist wiederum die teilweise Mondfinsternis im Herbst. Sie findet am 18. September während eines sogenannten Supermonds statt: einem Vollmond, der sich am erdnächsten Punkt seiner Umlaufbahn um die Erde befindet und aus diesem Grund riesengroß am Himmel erscheint. Während der Supermond erst um 15 Uhr seinen Höhepunkt erreicht, kann man die partielle Mondfinsternis schon von 4:12 Uhr bis 5:17 Uhr am Nachthimmel verfolgen. „In dieser Zeit taucht der Mond streifend in den Kernschatten der Erde ein. Er wirkt daher nur etwas angeknabbert“, sagt Hansen. Trotzdem könne man die Bewegung des Mondes durch den Erdschatten bei diesem Ereignis gut erkennen. 

Ein weiterer Supermond taucht einen Monat später auf: Am frühen Morgen des 17. Oktober, um drei Uhr, erreicht er seinen erdnächsten Punkt. 

Nach Mittelamerika zur Sonnenfinsternis 

Zu den spektakulärsten Himmelsereignissen zählt die totale Sonnenfinsternis. Noch knapp 60 Jahre dauert es bis zur nächsten in Deutschland: Am 3. September 2081 ist es wieder soweit. Wer nicht so lange warten möchte, sollte Anfang April in den Urlaub fahren: nach Mexiko oder in den Süden oder Osten der USA. Dort kann man am 8. April für ganze vier Minuten eine totale Sonnenfinsternis erleben, sagt Hansen. 

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