44 Milliarden für Twitter: Wo Elon Musks Geld besser angelegt wäre

Elon Musk kauft den Kurznachrichtendienst Twitter. Was er für diese riesige Summe auch bekommen hätte? Alternative Investments, die sich auch für die Umwelt ausgezahlt hätten.

Veröffentlicht am 27. Apr. 2022, 12:18 MESZ
Luftansicht eines Korallenriffs in türkisblauem Wasser.

Durch vom Klimawandel und Tourismus ausgelöste Korallenbleiche sind Korallenriffe nach wie vor in Gefahr. Immer mehr Naturschutzprojekte wollen helfen – doch diese müssen finanziert werden.

Foto von Yanguang Lan / Unsplash

3,5 grüne Mauern durch Afrika 

Die Sahara breitet sich in Afrika immer weiter aus. Ein Großprojekt soll den Kontinent vor der sprichwörtlichen Verwüstung schützen: die sogenannte Great Green Wall, ein rund 15 Kilometer breites Band aus Bäumen durch die Sahelzone. Die grüne Mauer soll vom Westen bis ganz in den Osten des Kontinents reichen, durch elf Länder wachsen, den Boden fruchtbarer machen und CO₂ aus der Atmosphäre binden.

Rund 12 Milliarden Euro soll dieses Projekt kosten. Für die 44 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Mrd. Euro) von Musk könnte man also mehr als drei grüne Mauern pflanzen. Oder eine richtig breite.

Ein gesünderes Great Barrier Reef 

Ein eine Milliarde Euro schweres Rettungspaket für das größte Korallenriff der Erde kündigte die australische Regierung kürzlich an – und sorgte damit für Schlagzeilen weltweit. Ein großer Teil der Investitionen in den Schutz des Great Barrier Reefs soll nach Angaben der Australier genutzt werden, um die Verschmutzung durch die Landwirtschaft zu verhindern. Außerdem sollen neue Technologien unterstützt werden, die zur Rettung des Riffs beitragen können.

Das wichtige Ökosystem an der Nordostküste des Landes wird durch die Klimaerwärmung immer weiter zerstört. Was wohl das 44-fache Geld bewirken würde?

Millionen Tonnen gefiltertes CO₂

Orca heißt die neue Anlage, die in Island Kohlendioxid aus der Luft filtert und zu Gestein macht. 4.000 Tonnen soll sie im Jahr binden und damit unsere Luft zum Atmen sauberer machen. So wird sie auch als „größter CO₂-Sauger der Erde” bezeichnet. 

Fertiggestellt wurde Orca im September 2021. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg lagen die Kosten für die Technik zwischen zehn und 15 Millionen US-Dollar. Bei 44 Milliarden Euro wären das 3.000 Anlagen für saubere Luft – und 12 Millionen Tonnen gebundenes CO₂ im Jahr.

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