Vorräte für den Notfall: Was man immer zu Hause haben sollte

Wie übersteht man zehn Tage, ohne einzukaufen? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine Checkliste für Lebensmittel und Getränke zusammengestellt.

Von Jens Voss
Veröffentlicht am 8. Aug. 2022, 09:01 MESZ
Viele Glaskonserven mit verschiedenen eingelegten Gemüse- und Obstsorten

Lebensmittelvorräte sollten nicht nur lange haltbar sein, sondern vor allem auch schmecken.

Foto von Adobe Stock

Ob Stromausfall, Naturkatastrophen oder Lockdown: Es gibt viele Situationen, in denen ein voller Vorratsschrank sinnvoll ist. Bei einem Blackout, also einem großflächigen Stromausfall, würden beispielsweise Supermärkte und Tankstellen schließen. Auch Kühlschrank und Gefrierfach fielen aus. Und womöglich käme auch kein Trinkwasser mehr aus der Leitung. Doch so weit muss es gar nicht kommen. Die Corona-Zeit hat gezeigt, wie schnell man plötzlich durch Quarantänen ans Haus gefesselt sein kann.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deshalb, für den Falle der Fälle vorzusorgen. Egoistische Hamsterkäufe sind damit nicht gemeint. Vielmehr geht es um eine durchdachte Planung, die sich am tatsächlichen Lebensmittelbedarf orientiert. „Ziel muss es sein, zehn Tage ohne Einkaufen überstehen zu können“, erklärt das BBK.

Galerie: Nahrung aus der Wüste

Beim Vorratskauf sollte man nicht nur auf die Haltbarkeit achten. Genauso wichtig ist, dass die Lebensmittel schmecken und allergieverträglich sind. Deshalb rät das Bundesamt dazu, Produkte einzulagern, die man ohnehin kaufen würde: „Versuchen Sie, Ihren Vorrat in Ihren alltäglichen Lebensmittelverbrauch zu integrieren. So wird er immer wieder verbraucht und erneuert, ohne dass Lebensmittel verderben.“

Die Behörde hat dazu eine Checkliste erstellt. Die Empfehlungen gehen davon aus, dass ein Erwachsener pro Tag etwa 2.200 Kalorien und zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen sollte.

Empfohlene Vorräte pro Person für zehn Tage

 

Getränke: 20 Liter

Ein Mensch kann zur Not drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit. Ein Getränkevorrat ist deshalb wichtig, auch wenn die Wahrscheinlichkeit nach Worten des BBK gering ist, dass das Leitungswasser in einer Notsituation ausfällt. In der Kalkulation ist bereits Wasser zum Kochen berücksichtigt (0,5 Liter Wasser pro Tag).

Kartoffeln, Nudeln, Reis, Getreideprodukte, Brot: 3,5 Kilo

Reis und getrocknete Nudeln sind besonders lange haltbar, ebenso abgepacktes Schwarzbrot (zum Beispiel Pumpernickel).

Gemüse und Hülsenfrüchte: 4 Kilo

Praktisch: Gemüse und Hülsenfrüchte im Glas oder in Dosen sind bereits gekocht, für getrocknete Produkte braucht man zusätzlich Wasser.

Obst und Nüsse: 2,5 Kilo

Frischobst sollte lange lagerfähig sein (etwa Äpfel).

Wir werfen ein Drittel aller weltweiten Lebensmittel weg

Milchprodukte: 2,6 Kilo

H-Milch und H-Sahne sind ungekühlt meist mehrere Monate haltbar. Vegan lebende Menschen können Milchprodukte durch pflanzliche Alternativen wie zum Beispiel Hafermilch oder vegane Sahne ersetzen. 

Fisch und Fleisch: 1,5 Kilo

Wer es mag: Auch hier bieten sich Konserven an. Wie bei den Milchprodukten gibt es inzwischen viele Alternativen für Menschen, die auf tierische Produkte verzichten.

Sonstiges je nach Wunsch

Zum Beispiel: Suppenkonserven und andere Fertiggerichte, Mehl, Kartoffelpüree-Pulver, trockene Kekse, Schokolade, Honig, Marmelade, Kakaopulver, Zucker und Salz

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