Safari im Garten: Welche Vögel sind am häufigsten?

Der Nabu ruft zur „Stunde der Gartenvögel“ auf. Vom 13. bis 15. Mai sollen Vögel gezählt und die Ergebnisse gemeldet werden – jeder kann mitmachen.

Nachwuchs im Nistkasten: Die Blaumeise ist die bunteste heimische Meise und der einzige blau-gelbe Vogel Europas.

Foto von Rita Priemer
Veröffentlicht am 10. Mai 2022, 10:06 MESZ

Welche Vögel fühlen sich besonders wohl in Deutschlands Gärten? Und welche Arten sind weiter im Sinkflug? Auch in diesem Frühjahr will sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mit der „Stunde der Gartenvögel“ wieder ein Bild von der Bestandsentwicklung heimischer Vogelarten im Siedlungsraum machen. Vom 13. bis 15. Mai sind alle Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang Vögel zu zählen und die Ergebnisse am besten online zu melden.

„Je mehr Menschen mitmachen, desto besser können unsere Ornithologen den Zustand der Vogelpopulationen in unseren Siedlungen einschätzen“, sagt Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Mehr als 140.000 Menschen hätten im vergangenen Jahr mitgemacht und aus über 95.000 Gärten über 3,1 Millionen Vögel gemeldet.

Vogelstimmen-Rätsel: Wer singt denn da?

Vogelschutzgebiet im Garten

Ziel ist es, langfristige Trends bei den Beständen zu verfolgen. Außerdem soll die Aktion Aufschluss über die Brutpopulationen geben. Denn im Mittelpunkt stehen Arten, die in Deutschland brüten. Miller: „So zum Beispiel die Schwalben, die Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind. Leider hat ihr Bestand in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Die Rauchschwalbe steht auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt bereits als gefährdet.“

Deshalb sei es wichtig, Garten und Hinterhof als Mini-Naturschutzgebiet zu gestalten: Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten am Haus und im Garten zu schaffen. Tipps dazu gibt der NABU unter www.NABU.de/vogelgarten.

Der Bestand der Mehlschwalben in Deutschland hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen.

Foto von NABU/Fotonatur

Welche Vögel sind am häufigsten?

Als Beobachtungsorte bieten sich neben dem Garten auch Balkon oder Fenster an, empfiehlt der Nabu. Wichtig ist es, Doppelzählungen zu vermeiden. Deshalb sollen die Teilnehmenden von jeder Vogelart die höchste Anzahl notieren, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen war.

Die Beobachtungen können online oder über die Nabu-Vogelwelt-App gemeldet werden. Aber auch per Post oder Telefon (kostenlos unter 0800-1157115) kann man teilnehmen. Meldeschluss ist der 23. Mai.

Mehr Infos: www.stundedergartenvoegel.de

Galerie: 15 Aufnahmen, die zeigen, wie schön die Vogelwelt ist

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