Exotische Tiere in Texas: Ranches für die Zucht und Jagd boomen

Durch die texanische Landschaft streifen 125 exotische Tierarten, die in der Wildnis teils bedroht oder ausgestorben sind. Ein lukratives Geschäft für Züchter und Jagdveranstalter.

Thursday, July 23, 2020,
Von Douglas Main
Bilder Von Mélanie Wenger
Brian Gilroy füttert Giraffen

Brian Gilroy, der Eigentümer der Exoten-Ranch Wildlife Partners, füttert im Herbst 2018 seine Giraffen in Mountain Home, Texas. Ein Paar ausgewachsener Giraffen kann für mehr als 250.000 Dollar verkauft werden, sagt er. Im Gegensatz zu vielen anderen Arten, die in der Branche gehandelt werden, werden Giraffen nicht gejagt, sondern als Luxusgüter an Landbesitzer verkauft. Wie die meisten Ranches für exotische Huftiere bietet Wildlife Partners keine kommerziellen Jagden an. Stattdessen züchtet, kauft und verkauft das Unternehmen Tiere und transportiert sie zwischen den Ranches.

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MOUNTAIN HOME, TEXAS Aus einem bestimmten Winkel erscheinen die sanft geschwungenen Hörner einer Säbelantilope wie ein langer, gerader Stachel. Gelehrte glauben deshalb, dass diese Antilope oder ihre eng verwandte Cousine, die Arabische Oryx, der Ursprung des Einhorn-Mythos gewesen sein könnte. Aber genau wie die sagenumwobenen Tiere sind Säbelantilopen äußerst schwer zu finden: Sie gelten in der Wildnis als ausgestorben.

Und doch sitze ich nun hier, in einem Geländewagen im Texas Hill Country, und beobachte eine Herde von etwa 30 Säbelantilopen. Die Tiere schnuppern den Duft von blühendem Lavendel, während sie über das felsige Gelände galoppieren.

Der Fahrer, Brian Gilroy, betrachtet sie staunend. „Es gibt hier mehr von ihnen als in der Wildnis“, sagt er. Gilroy leitet ein Unternehmen namens Wildlife Partners, dem dieses 700 Hektar große Grundstück und die Tiere darauf gehören.

Ein betäubtes Zebra wird auf einer Ranch namens Sexy Whitetails in der Nähe von San Angelo von einem Hubschrauber in die Luft gehoben. Die Wildheit und das Gewicht exotischer Huftiere erschweren ihren Fang und Transport, wodurch ein lukrativer Teilsektor entstand, der sich genau diesem Problem widmet. Wenn eine Ranch Tiere an eine andere Ranch verkaufen will, zieht sie oft externe Experten wie Wildlife Partners zu Hilfe. Trotzdem stirbt ein kleiner Prozentsatz der Tiere während des Vorgangs. „Ich würde sagen, das sind wahrscheinlich drei Prozent der Tiere, die transportiert werden, vielleicht weniger“, sagt Gilroy. Zu den Todesursachen gehören Stress, unvorhergesehene Reaktionen auf Beruhigungsmittel und Unfälle.

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Michael Rann ist der Zuchtleiter der 777 Ranch, einer großen Jagdeinrichtung in der Nähe von Hondo. Hier betäubt er gerade eine Arabische Oryx für den Transport. Der Neffe des Ranchbesitzers Jeff Rann kümmert sich um die 6.000 Tiere der Ranch. Er kennt viele von ihnen seit ihrer Geburt und erkennt sie an ihrem Aussehen. Michael ist klar, dass die Jagdgebühren die Haupteinnahmequelle der Ranch sind – trotzdem kann es schmerzhaft sein, die Tiere an Jäger zu verlieren. „Ich wünschte, die Tiere, die ich aufgezogen habe, würden nicht erschossen“, sagt er. „Aber es ist eben, wie es ist. Ich weiß, was für einen Job ich hier angenommen habe.“

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Wildlife Partners zählt zu den neuesten und größten Unternehmen für die Haltung exotischer Wildtiere in Texas. Es ist auf die Aufzucht, den Kauf, den Verkauf und den Transport von Huftieren, spezialisiert von Oryxantilopen über Zebras bis hin zu Kaffernbüffeln. Diese Tiere „sind praktisch 100-Dollar-Scheine“, sagt Gilroy.

Allerdings ist das ein bisschen untertrieben. Eine ausgewachsene Kaffernbüffel- oder Giraffenkuh kann bis zu 200.000 Dollar bringen, im Doppelpack können es 250.000 Dollar sein.

Die Ranch ist nur eine von Tausenden in ganz Texas, die exotische Huftiere aufzieht. Laut Charly Seale, dem Leiter der in Texas ansässigen Industriegruppe Exotic Wildlife Association, gibt es im ganzen Staat mehr als eine Million nicht heimischer Huftiere von 125 verschiedenen Arten. Die Industrie verzeichnet jährlich Einnahmen in Höhe von 2 Milliarden Dollar, sagt er.

Wie bei der heimischen Viehzucht verdienen die Besitzer Geld, indem sie die Tiere züchten und verkaufen. Kunden sind die Ranches untereinander, wohlhabende Landbesitzer und kommerzielle Jagdbetriebe. Deren Kunden zahlen hohe Gebühren, um Jagd auf seltene, exotische Tiere machen zu können, ohne dafür ins Ausland reisen zu müssen.

Wildlife Partners ist, wie viele Ranches für exotisches Wild, keine kommerzielle Jagdranch. Ihre Einnahmen stammen aus der Zucht, dem Kauf und dem Verkauf von Tieren. Einige dieser Wildtiere landen jedoch auf Jagdranches.

Aber der Großteil der Industrie, so Gilroy, bestehe aus Privatpersonen, die keine kommerzielle Jagd anbieten. „Der Besitz exotischer Wildtiere ist für die Landbesitzer eine Frage des Stolzes“ sagt Gilroy. Außerdem gehe damit auch ein gewisser Status einher.

Züchter exotischen Viehs sind oft eher verschlossen und misstrauisch gegenüber Medien, denen sie einen städtischen und jagdfeindlichen Standpunkt unterstellen. Sie fürchten, falsch dargestellt zu werden.

Wes Livingston und BJ Dugger packen die Hörner einer Rappenantilope. Das Tier wurde von einer Weide der Tequila Trophy Ranch im texanischen Utopia per Hubschrauber transportiert.

Bei Nitro Whitetails and Exotics bekam ich einen Einblick in den Ablauf von Lufttransporten. Im Mai 2019 flog der Hubschrauberpilot Darren „Chavi“ Flores mich und Tad Honeycutt, den Leiter des Fangteams von Wildlife Partner, über eine Herde Spießböcke. Eines der Tiere sollte eingefangen und verkauft werden. Honeycutt lud ein Betäubungsgewehr mit einem Nervenblocker, der das Tier vorübergehend bewegungsunfähig machen sollte. Er schoss den Pfeil in die Flanke des Spießbocks.

Der Hubschrauber landete, nachdem die Antilope stolperte und hingefallen war. Honeycutt stürzte hinaus und packte das Tier an den Hörnern, während ein Cowboy, der mit uns geritten war, ihm die Beine zusammenband. Während sich Speichel am Kinn des Spießbocks sammelte, rollten sie ihn in eine Schlinge, die mit dem Hubschrauber verbunden war. Dann wurde er in einen provisorischen Pferch gehoben, während weitere Tiere zusammengetrieben wurden. In den folgenden vier Stunden fing das Team sieben Mendesantilopen, vier Oryxantilopen, zwei Blessböcke und eine Rappenantilope. Wildlife Partners kaufte die Tiere für insgesamt 37.000 Dollar und stellte dem Besitzer direkt vor Ort einen Scheck aus.

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Eine Arabische Oryx wartet in einem Anhänger auf der Ranch 777 auf den Transport zu einer Einrichtung von Wildlife Partners. Die Ranch gehört dem in Botswana geborenen Jeff Rann. Seine Arme tragen mehrere Narben: Eine erhielt er bei der Jagd von einem verletzten Leoparden, der ihn gebissen hat, eine weitere, als er von einer Rappenantilope aufgespießt wurde. Als Berufsjäger, der zahlende Sportjäger bei der Pirsch begleitet, ist er auf gefährliches Wild spezialisiert. Auf der Ranch 777 gibt es keine Leoparden oder andere Raubtiere – aber 40 Arten von Huftieren, von denen einige durchaus gefährlich werden können.

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Die Besitzer der Y.O. Ranch in Mountain Home stimmten entgegen dem Rat ihrer Freunde zu, mich 2019 zu treffen. „Wir lieben Amerika, wir lieben das Militär, und wir lieben unsere Tiere“, erzählt Byron Sadler. Eines davon infrage zu stellen, sei so, als würde man alle drei infrage stellen. Mit anderen Worten: Der Besitz exotischer Tiere steht hier nicht zur Debatte.

Gilroy ist Journalisten gegenüber offener. „Wenn wir unsere Geschichte nicht erzählen, wird es jemand anderes tun“, sagt er.

Texas: Das Paradies für Wildtierzüchter

Die exotischen Wildtiere in Texas sind nicht domestiziert und benötigen zumeist nicht viel individuelle Pflege. Aber wirklich wild sind sie auch nicht. Im Gegensatz zu den einheimischen Weißwedelhirschen, Wapitis und Dickhornschafen werden sie rechtlich nicht als Wild klassifiziert – auch wenn sie oft gejagt werden. Stattdessen gelten sie, wie Nutz- und Haustiere, als Eigentum.

Einige der Arten auf diesen Ranches sind in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht oder sogar bereits ausgestorben, wie die Säbelantilope. Aber wie fast alle exotischen Huftierarten auf den Ranches in Texas können sie legal gejagt werden, da die meisten von ihnen nicht im U.S. Endangered Species Act gelistet sind. Dieser konzentriert sich nämlich in erster Linie auf den Schutz einheimischer Arten. Nach texanischem Recht werden exotische Arten als Nutzvieh klassifiziert – die Besitzer müssen also bestimmte Anforderungen an das Tierwohl erfüllen, aber darüber hinaus gibt es kaum Vorschriften.

Die in Asien heimischen Axishirsche streifen über die großen Weiden auf der Ranch 777. Im Laufe der Jahre sind mehrfach Axishirsche von anderen exotischen Ranches entkommen und haben in Texas verwilderte Populationen etabliert. Auch andere nicht einheimische Arten wie Mähnenspringer und Nilgauantilopen durchstreifen den Bundesstaat. Große Exoten benötigen viel Vegetation und können die Nahrung für einheimische Weidetiere dezimieren. Das ist einer der Gründe dafür, weshalb das Texas Parks and Wildlife Department „die Entnahme exotischer Huftiere fördert“, sagt Mark Mitchell. Er verwaltet die Mason Mountain Wildlife Management Area. Auf der ehemaligen Jagdranch untersuchen Forscher die ökologischen Auswirkungen von sechs exotischen Arten, die zum übriggebliebenen Bestand der Ranch gehören.

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Man kann sie „Tag und Nacht“ jagen, sagt John Silovsky, der stellvertretende Direktor des Texas Parks and Wildlife Department. „Keine Fangbegrenzung, keine Saisons.“

Diese rechtlichen Voraussetzungen bilden in Kombination mit dem berühmten unabhängigen Charakter von Texas, seinem Beharren auf private Eigentumsrechte, den weiten offenen Flächen und dem warmen Klima das perfekte Rezept für die exotische Wildtierzucht.

In den 1950ern zeigte die Y.O. Ranch, dass die Zucht und Jagd von exotischen Huftieren in Texas profitabel sein kann. Seither hat sich die Branche schnell entwickelt. Staatliche Erhebungen zeigen, dass es 1963 etwa 13.000 exotische Huftiere in dem Bundesstaat gab, 1979 waren es 72.000 und 1988 schon 164.000. Heute gibt es mehr als eine Million.

Aaron Bulkley ist der Besitzer der Texas Hunt Lodge, die knapp 100 Kilometer nordwestlich von San Antonio liegt. Ihm zufolge sei das exotische Ranchgeschäft in den letzten Jahren aus dem einfachen Grund gewachsen ist, weil die Wirtschaft insgesamt gewachsen ist.

Der Wildtierbiologe Chris Miller erlegte Ende 2018 auf der Ranch 777 diese männliche Arabische Oryx. Er verbrachte anderthalb Tage mit der Pirsch auf das Tier und schlief in einer Hütte auf der Ranch. Fast alles Fleisch, das er isst, jagt er selbst – von exotischen Oryxen bis zu heimischen Hirschen. „Ich glaube, ein Teil dieser angeborenen Wildheit bleibt ihnen erhalten“, sagt er über die in Gefangenschaft gezüchteten Tiere auf der Ranch. Die Männchen werden in der Regel wegen ihrer großen Hörner oder ihres Geweihs gejagt – aber auch, um Konflikte und Konkurrenz um die Weibchen zu verringern, sagt Jeff Rann.

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Immer mehr Menschen erkennen, dass sich mit exotischen Tieren deutlich mehr Gewinn machen lässt als mit der Zucht und dem Verkauf von Nutztieren. Während eine Kuh in der Regel für etwas mehr als 1.000 Dollar verkauft wird, kann selbst ein häufig gezüchtetes exotisches Tier wie eine Säbelantilope für das Vierfache verkauft werden.

Die Nachfrage ist das ganze Jahr über groß. Und anders als bei der Zucht oder Jagd auf heimische Weißwedelhirsche können Rancher ganzjährig ohne Einschränkungen Jagden auf exotische Tiere anbieten. Diese beiden Faktoren waren ebenfalls Triebfedern des Wachstums für den Sektor.

Während der Coronavirus-Pandemie kategorisierte der texanische Gouverneur Greg Abbott die Jagd und die Landwirtschaft – zu der auch Tierzuchtbetriebe gehören – als systemrelevant. Deshalb wurde die Branche trotz des wirtschaftlichen Abschwungs nicht so stark beeinträchtigt, erklärt Seale. „Der Verkauf von Zuchttieren läuft nach wie vor sehr gut“, sagt er.

Zwischen Freizeitangebot und Artenschutz

Die Industrie hat auch ihre Kritiker. Einige Tierschützer wehren sich gegen das Konzept, dass Wildtiere Ressourcen darstellen, von denen der Mensch profitieren kann. Sie haben versucht, der Industrie der exotischen Tierzucht einen Riegel vorzuschieben. Sie sprechen sich gegen die Kommerzialisierung von Wildtieren und die Jagd auf weltweit seltene Tiere für den Sport aus – ein Kampf, der an einem Ort wie Texas, wo die alljährliche Hirschjagd im Herbst Tradition ist, nur schwer zu gewinnen ist.

Der gehäutete Kopf von Millers Arabischer Oryx liegt im Kühlraum auf der Ranch 777 und wartet auf seine Verarbeitung – die Hörner werden gebleicht und als Trophäe montiert.

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„Es ist nicht richtig, auf einer Jagdranch auf ein Tier zu schießen, das dort nur ein todgeweihtes Stück Rasendeko ist – das ist kein Naturschutz“, sagt Priscilla Feral, die Präsidentin der in Connecticut ansässigen Tierschutzgruppe Friends of Animals. Die Gruppe hat den U.S. Fish and Wildlife Service mehrfach verklagt, um zu versuchen, den Besitz gefährdeter Tierarten einzuschränken. 2009 konnten sie die Rancher dazu bringen, die Jagdgebühren für drei Tierarten für Naturschutzzwecke zu spenden. Diese Auflage wurde 2014 aber wieder vom Kongress aufgehoben.

777 Ranch guide Kade McGuffin spreads corn to attract axis deer for hunters.

Dennoch muss ein Teil der Jagdgebühren von vier anderen exotischen Arten – Barasingha, Arabische Oryx, Leierhirsch und Letschwe – für die „Aufwertung“ dieser Arten in ihren heimischen Verbreitungsgebieten verwendet werden. Dazu zählen zum Beispiel von der Regierung genehmigte Programme zur Wiederansiedelung, zur Verbesserung des Lebensraums und ähnliches. Da diese Programme jedoch in der Regel außerhalb der USA stattfinden, kann es schwierig sein, den Überblick über die Geldmittel zu behalten und die Effektivität der Programme zu bewerten. Darüber hinaus sind exotische Wildtierfarmen als private Unternehmen nicht verpflichtet, zu den Artenschutzbemühungen beizutragen.

Grace Ingrande, 17, waits for a clear shot at an axis deer in a hunting blind at 777. Ingrande says she loves to hunt with her dad, a tugboat captain. “It feels like the world is stopping, and it’s just me and the gun and the deer,” she says of the feeling she gets when taking a shot.

Nichtsdestotrotz argumentieren viele Rancher und Jäger, dass diese Herden exotischer Tiere einen Wert für den Artenschutz haben: Wenn eine Art in der Wildnis ausstirbt, gibt es sie zumindest noch auf den Ranches in Texas, so die Überlegung. Zoos bringen dasselbe Argument vor, aber akkreditierte Zoos beteiligen sich an sorgsam gestalteten Zuchtprogrammen, um genetisch vielfältige und nachhaltige Populationen zu erhalten. Einige wenige Ranches in Texas nehmen an solchen Programmen ebenfalls teil, die meisten aber nicht.

Trophäen von einem Gnu (vorn), zwei Steppenschafen (Rückwand) und einem Wapiti warten in der alten Präparatorenwerkstatt der Ranch 777 auf ihre Reparatur. Ausgestopfte Tiere sind ein alltäglicher Anblick in den Gästebereichen der Ranch. Jeff Rann hat auch Fotos von ihm und seinen Kunden aufgehängt, die mit erlegtem Großwild posieren. Dazu gehört auch ein Foto aus Botswana, auf dem der ehemalige König von Spanien, Juan Carlos, mit einem toten Elefanten posiert, der gegen einen Baum gelehnt ist. Im Speisesaal der Ranch spielen zwei Fernseher in Dauerschleife die Höhepunkte von Ranns Jagden ab. Die auffälligste Szene zeigt einen Kunden in Botswana, der schlecht geschossen und einen männlichen Löwen verwundet hat. Das verletzte Tier beginnt auf ihn zuzustürmen, aber eine Kugel trifft ihn zwischen die Augen. „Das war der beste Schuss meiner Karriere“, sagt Rann.

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Einige Ranches haben sich an Zuchtprogrammen für die Auswilderung von Arabischen Oryxen und Säbelantilopen beteiligt. Aber Feral und andere Naturschützer verweisen darauf, dass solche Programme selten sind. Sie bringen auch an, dass exotische Tiere aus ihren texanischen Ranches geflohen sind und so ökologische Schäden angerichtet haben, und dass Ranchbesitzer – genau wie Viehzüchter – einheimische Raubtiere wie Luchse, Kojoten und Pumas töten, um ihre Herden zu schützen.

Gilroy räumt ein, dass er in erster Linie ein Geschäftsmann ist und sich auf das Wachstum seines Unternehmens konzentriert – nicht auf den Artenschutz. Aber in Zukunft würde er gerne einigen dieser Tierarten irgendwie helfen, auch wenn er noch nicht sicher ist, wie das aussehen könnte. „Es ist schwierig, ein Wohltäter zu sein, wenn man nicht auch erfolgreich ist“, sagt er.

Der Artikel wurde ursprünglich in englischer Sprache auf NationalGeographic.com veröffentlicht.

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